Wahrung der Würde von Kranken - Bundesrat Burkhalter besucht Betagtenzentrum in Laupen

Bern, 22.02.2011 - Bundesrat Didier Burkhalter hat am Dienstag das Betagtenzentrum Laupen besucht. Das Heim, in dem die Würde der Betagten im Zentrum steht, arbeitet seit 2003 mit Palliative Care. Palliative Care richtet sich nicht nur an betagte Personen, sondern umfasst die Betreuung und Behandlung von Menschen mit unheilbaren, lebensbedrohlichen und/oder chronisch-fortschreitenden Krankheiten – unabhängig von Diagnose und Alter.

Bei einem Rundgang durch das Heim liess sich Bundesrat Burkhalter darüber informieren, wie mit palliativer Behandlung und Betreuung Leiden gelindert und die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner verbessert oder erhalten wird. Ziel ist es, den Menschen ein würdiges Umfeld zum Leben und zum Sterben anzubieten. Das Palliative-Care-Konzept betrifft alle Bereiche des Heimes: Von der Medizin und Pflege, z.B. mit einer sorgfältigen Schmerzabklärung und -behandlung, bis zur Hotellerie. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, besucht das gesamte Pflegepersonal regelmässig Schulungen.

Das Betagtenzentrum Laupen mit der Maxime «Es geht darum, die Angst vor dem letzten Lebensabschnitt zu nehmen. Es geht um ein gutes Leben mit der Krankheit bis zuletzt», wurde 2009 mit dem Age Award ausgezeichnet. Dieser von der «Age Stiftung» alle zwei Jahre verliehene Preis zeichnete das Berner Betagtenzentrum für seine Qualität bei der Patientenbetreuung aus. Überzeugt hatten die Jury insbesondere die räumlichen Gegebenheiten mit vielen Möglichkeiten für privaten Rückzug, die auf die individuellen Wünsche der Bewohnenden ausgerichteten Dienstleistungen sowie die Kompetenz des Personals.

In der Schweiz verbringen die meisten Menschen über 75 ihre letzte Lebensphase in einem Pflegeheim und sterben auch dort. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist davon auszugehen, dass die Bedeutung der Alters- und Pflegeheime als Ort der letzten Lebensstation noch steigt.

Bund und Kantone setzen gemeinsam eine „Nationale Strategie Palliative Care 2010-2012“ um. Diese Strategie zielt darauf ab, Palliative Care in der ganzen Schweiz zu verankern  – nicht nur im Langzeitbereich, sondern im gesamten Gesundheitswesen. Für eine Qualitätsverbesserung bei der Palliativpflege müssen nicht nur die innerhalb eines Heims erbrachten Leistungen besser aufeinander abgestimmt werden – wie dies das Beispiel des Betagtenzentrums Laupen zeigt – sondern es braucht auch eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen Gesundheitsakteuren (Spitäler, Spitex, mobile Palliativteams).


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Letzte Änderung 20.04.2018

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