Die Schweiz und Frankreich eröffnen die Bahnlinie Haut-Bugey (Letzte Änderung 02.12.2010)

Bern, 30.11.2010 - Die Schweiz und Frankreich feierten in Genf die Neueröffnung der Eisenbahnlinie Haut-Bugey zwischen Genf und Paris. Für die Schweiz war der Direktor des Bundesamtes für Verkehr, Peter Füglistaler, anwesend. Frankreich wurde vom Staatssekretär für Verkehr, Thierry Mariani, vertreten.

Die Feier wurden von der Bauherrin Réseau ferré de France (RFF) organisiert. Zum Auftakt verliess ein Einweihungszug Paris mit Ziel Bourg-en-Bresse und Genf, wo die anschliessenden Einweihungsfeierlichkeiten statt fanden. Der Anlass auf Schweizer Boden ist ein Zeichen der Wertschätzung für den Schweizer Beitrag an die Erneuerung der Linie Haut-Bugey, die wegen ihrer Topografie auch als «Karpatenlinie» bekannt ist. Zahlreiche geladene Gäste aus Frankreich und der Schweiz nahmen an der Feier teil, so auch die Genfer Regierungsräte François Longchamp und Michèle Künzler.
 
Die Ausbau- und Instandhaltungsarbeiten der Haut-Bugey-Linie wurden von RFF, Frankreich und der Schweiz gemeinsam finanziert. Der Bund trug rund einen Drittel der Gesamtkosten (110 Millionen Euro).

Dank der Arbeiten an der 65 km langen Linie Haut-Bugey wird die Strecke Bellegarde  – Bourg-en-Bresse um 47 km verkürzt. Der Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 bringt den Reisenden damit schnellere und häufigere TGV-Verbindungen ab oder nach Paris. Die schnellste Verbindung ab Paris nach Genf dauert damit noch 3 Stunden und 5 Minuten (früher: 3 h 22 min) und ab Genf nach Paris 3 Stunden und 8 Minuten (früher: 3 h 28 min).

Die Haut-Bugey-Linie ist Teil des Projekts zum Anschluss des Schweizer Schienennetzes an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz HGV. Die Schweiz investiert insgesamt mehr als eine Milliarde Franken, davon sind gut 300 Millionen als finanzielle Beteiligung an Streckenverbesserungen in Frankreich bestimmt. Das Ziel sind kürzere Reisezeit von und nach Paris, Lyon, München, Ulm und Stuttgart.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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