Sanieren, profitieren und CO2 reduzieren - Kantone und Bund starten das Gebäudeprogramm

Bern, 17.12.2009 - Anfang 2010 starten Kantone und Bund das Gebäudeprogramm. Es dauert zehn Jahre und unterstützt in der Schweiz die energetische Sanierung von Gebäuden und den Einsatz erneuerbarer Energien. Aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe stehen fürs Gebäudeprogramm pro Jahr 200 Millionen Franken zur Verfügung. Zusammen mit den kantonalen Förderprogrammen sind es insgesamt 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr, die eingesetzt werden können. Auf www.dasgebaeudeprogramm.ch stehen ab dem 4. Januar die Gesuchsunterlagen bereit. Die Förderbeiträge werden ab März 2010 bewilligt.

Für innovative Immobilienbesitzende lohnt sich ab nächstem Jahr eine Investition in Energieeffizienz und erneuerbare Energien gleich dreifach: Sie profitieren von Fördergeld, langfristig tiefen Energiekosten und leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Über 40 Prozent des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen in der Schweiz fallen im Gebäudebereich an. Wer seine Liegenschaft intelligent und effizient saniert, kann den Wärmebedarf und den damit verbundenen CO2-Ausstoss um bis zur Hälfte reduzieren. Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer profitieren so nicht nur von deutlich tieferen Heizkosten, sondern erhöhen auch den Marktwert ihrer Liegenschaft. Zudem leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Trotz dieser Vorteile wird in der Schweiz bisher jährlich nur etwa ein Prozent des Gebäudebestandes energetisch saniert. Hauptgrund: Energieeffiziente Sanierungen belasten das Portemonnaie. Hier setzt das Gebäudeprogramm an. Kantone und Bund sind bestrebt, damit bis ins Jahr 2020 im Gebäudebereich den CO2-Ausstoss um ca. 2,2 Millionen Tonnen zu reduzieren.

280 bis 300 Millionen Franken für Energieeffizienz und erneuerbare Energien

Das Gebäudeprogramm startet Anfang 2010. Es löst das Ende 2009 auslaufende Gebäudeprogramm des Klimarappens ab. Neu fördert das Gebäudeprogramm auch die Sanierung von Einzelbauteilen wie zum Beispiel den Ersatz veralteter Fenster oder die Wärmedämmung von Wänden, Dach und Böden. Für die Sanierung der Gebäudehülle stellt der Bund aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe 133 Millionen pro Jahr zur Verfügung. Je nach Kanton bestehen ergänzende Förderprogramme für erneuerbare Energien, Abwärmenutzung und Haustechnik. Die Kantone stellen hierfür 80 bis 100 Millionen Franken pro Jahr bereit. Die kantonalen Programme werden zusätzlich mit rund 67 Millionen Franken aus der Teilzweckbindung der CO2-Abgabe unterstützt. Während zehn Jahren können somit insgesamt über 280 bis 300 Millionen Franken pro Jahr für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien eingesetzt werden.

www.dasgebaeudeprogramm.ch: einfach und kundenfreundlich

Das Gebäudeprogramm ist einfach und kundenfreundlich: Ab dem 4. Januar 2010 besteht auf www.dasgebaeudeprogramm.ch eine zentrale Anlaufstelle. Dort erfahren Interessierte mehr und gelangen in wenigen Schritten zu den Gesuchsformularen. Zeitdruck für das Einreichen der Gesuche besteht nicht. Die Gesuche können schon im Januar eingereicht werden. Nach einer Prüfung der Gesuche erfolgen die Bewilligungen ab dem 1. März 2010. Es ist geplant, dass der Bundesrat bis Anfang März die rechtlichen Grundlagen verabschiedet.

Gemeinschaftswerk von Kantonen und Bund

Hinter dem Gebäudeprogramm stehen sowohl die Kantone als auch der Bund. Entwickelt wurde es von den Kantonen, vertreten durch die Konferenz kantonaler Energiedirektoren (EnDK), gemeinsam mit dem Bundesamt für Energie (BFE) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). Die Hauptverantwortung für eine erfolgreiche Realisierung des Programms liegt bei den Kantonen.


Adresse für Rückfragen

Cornelia Büttner, Medienstelle Gebäudeprogramm, Tel. 044 395 12 22
Fadri Ramming, Geschäftsführer EnDK, Tel. 081 250 45 61
Mediendienst BAFU, Tel. 031 322 90 00



Herausgeber

Bundesamt für Umwelt BAFU
http://www.bafu.admin.ch

Bundesamt für Energie
http://www.bfe.admin.ch

Letzte Änderung 20.04.2018

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