Ein konstruktives Zusammenleben auch ohne weitere Minarette

Bern, 29.11.2009 - Die EKR ruft zu friedlichem Zusammenleben der Religionen und zu verbessertem Schutz der Muslime in der Schweiz auf.

Auch nach der Annahme der Anti-Minarett-Initiative behält die von allen Gegnern dieses höchst problematischen Verbots geäusserte Auffassung ihre Gültigkeit, dass auf diese Weise keine Probleme gelöst werden. Die durch die Bundesverfassung garantierten Freiheitsrechte bilden auch weiterhin das Fundament für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben der Menschen verschiedener Religionen und Kulturen in der Schweiz. Dass im Vorfeld der Abstimmung auch offene interreligiöse Gespräche geführt wurden, ist als positiver Vorgang anzuerkennen und sollte über diesen Abstimmungstermin hinaus Früchte tragen. Die Art, wie die Minarett-Debatte geführt wurde, hat Menschen muslimischen Glaubens persönlich verletzt. Zu warnen ist vor einer weiteren Zurückstufung der Freiheitsrechte der Muslime und vor nächsten antimuslimischen Vorstössen. Die EKR fordert den Bundesrat auf, aktiv Massnahmen zum Schutz der Muslime vor Verleumdung und Diskriminierung zu ergreifen und es nicht bei beruhigenden Worten bewenden zu lassen! 

Für Auskünfte an die Medien:
Georg Kreis, Präsident der EKR, Tel. 061 281 23 25 oder 061 317 97 67, Email: georg.kreis@unibas.ch;
Doris Angst, Geschäftsführerin EKR, Tel. 031 381 01 89 oder 031 324 12 83, Email: doris.angst@gs-edi.admin.ch


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Letzte Änderung 20.04.2018

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