«actionsanté» startet mit den ersten Aktionen

Bern, 09.11.2009 - Das Lebensumfeld und der Lebensstil der Menschen haben sich geändert. Sitzende Tätigkeiten, Bewegungsmangel und zu fettige, zu salzige, zu süsse Ernährung prägen die Lebensweise unserer Gesellschaft. Folgen sind eine Zunahme der chronischen Krankheiten wie Herzkreislaufkrankheiten oder Diabetes. Die Wirtschaft und das Bundesamt für Gesundheit beschreiten mit «actionsanté» einen neuen Weg in der Gesundheitsförderung. Die Wirtschaft spielt dabei die Schlüsselrolle und will mit ihren freiwilligen Aktionen einen aktiveren Lebensstil und eine ausgewogene Ernährungsweise erleichtern. Coop und Migros – die ersten Partner von «actionsanté» – stellen ihre Handlungsversprechen an der ersten Jahreskonferenz von «actionsanté» vor.

Wie in den meisten europäischen Ländern stehen auch in der Schweiz fünf der sieben wichtigsten Risikofaktoren für chronische Krankheiten mit Ernährung und Bewegung in Verbindung: Bluthochdruck, hoher Blut-Cholesterolgehalt, Übergewicht, geringer Früchte- und Gemüsekonsum sowie Bewegungsmangel. Die nicht übertragbaren Krankheiten stellen ein ernsthaftes Problem für die öffentliche Gesundheit dar. Dies zeigen auch die letzten Ergebnisse der Studie über die Gesundheitskosten infolge Übergewicht und Adipositas, die 2006 auf 5,7 Milliarden Franken gestiegen sind (gegenüber 2,7 Milliarden im 2001).

Im Rahmen des Nationalen Programms Ernährung und Bewegung (NPEB 2008 - 2012) hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) im Mai dieses Jahres die Initiative «actionsanté» lanciert. «actionsanté» unterstützt Firmen und Institutionen aus dem Ernährungs- und Bewegungsbereich darin, sich vermehrt für die Gesundheit der Konsumentinnen und Konsumenten einzusetzen. Mit ihrem Angebot nimmt die Wirtschaft grossen Einfluss und kann bei breiten Bevölkerungsschichten Bewegung und eine ausgewogene Ernährung fördern. In den Bereichen der Produktion, der Verteilung und der Raumplanung oder auf Ebene der Dienstleistungen bieten sich zahlreiche Möglichkeiten hierzu an.

An der heutigen Jahreskonferenz stellen die beiden Grossverteiler Coop und Migros ihr Engagement für «actionsanté» vor. Coop verpflichtet sich zur Salzreduktion bei Frischbroten und Kartoffelbeilagen, zur Optimierung der Fettqualität bei Fertiggerichten, Fertigsalaten und Salatsaucen und zur Zuckerreduktion bei Früchtequark. Auch Migros engagiert sich und wird bis Ende Jahr den Salzgehalt in diversen Brotsorten senken. economiesuisse und die Konferenz der Kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK) unterstützen «actionsanté».

Mit der Reduktion des Salzgehalts in verschiedenen Lebensmitteln entsprechen Coop und Migros einem weiteren Anliegen, das im NPEB 2008 - 2012 verankert ist: der Salzstrategie. Ein hoher Kochsalzkonsum erhöht das Risiko an einer Herzkreislaufkrankheit zu erkranken. Die WHO empfiehlt einen Kochsalzkonsum von weniger als 5 g pro Tag. In der Schweiz liegt die Salzaufnahme mit schätzungsweise rund 10 g pro Person und Tag jedoch deutlich darüber. Die Umsetzung der Schweizer Salzstrategie soll zu einer merklichen Reduktion des Herzkreislauf-Risikofaktors Bluthochdruck beitragen und die Gesundheit der Bevölkerung verbessern.


Adresse für Rückfragen

BAG, Liliane Bruggmann, Sektion Ernährung und Bewegung, Telefon 031 322 95 05 oder media@bag.admin.ch



Herausgeber

Bundesamt für Gesundheit
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Letzte Änderung 20.04.2018

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