Die Impfungen gegen die pandemische Grippe können Mitte November beginnen

Bern, 30.10.2009 - Die Schweiz verfügt über zwei von Swissmedic zugelassene Impfstoffe gegen die pandemische Grippe. Mit der Impfung der Risikogruppen und des Gesundheitspersonals kann somit Mitte November begonnen werden. Die Impfstoffe von Novartis und GlaxoSmithKline (GSK) werden ab nächster Woche an die Kantone geliefert, die ihrerseits für die Feinverteilung und Organisation der Impfungen zuständig sind. Die Kosten werden von der Eidgenossenschaft, den Kantonen und den Krankenkassen gemeinsam getragen. Die Impfung ist für jeden und jede freiwillig und gratis.

Der bestellte Impfstoff wird ab Ende Oktober bis Ende Jahr in mehreren Tranchen geliefert. Mit den Impfungen kann ab Mitte November begonnen werden. Detaillierte Informationen über die Modalitäten der Impfung werden durch die Kantone kommuniziert. Die Kosten der Impfung werden vom Bund, den Kantonen und den Krankenkassen gemeinsam übernommen. Um die Gesamtkosten möglichst tief zu halten, wurde der administrative Aufwand reduziert und das Modell einer Pauschale und Sammelabrechnung gewählt.

Die 13 Millionen Dosen Impfstoff, die der Bund bestellt hat, verteilen sich auf folgende Produkte: Focetria® und Celtura® von Novartis sowie Pandemrix® von GSK. Pandemrix® wurde ab 18 Jahren zugelassen, Focetria® ist ab dem Alter von 6 Monaten zugelassen. Für Celtura® ist das Zulassungsverfahren durch Swissmedic noch im Gange. Alle Impfstoffe sind inaktiviert, d.h. sie enthalten Teile des Virus (Antigene), die mit einer Öl-in-Wasser-Emulsion (Adjuvans) gemischt sind, welche die Immunantwort verstärkt. Zudem kann durch adjuvantierte Impfstoffe ein Schutz gegen verwandte Virentypen erreicht werden. Studien zu diesen Impfstoffen, die die erwähnten Adjuvantien enthalten, haben gezeigt, dass diese Produkte sicher sind. Etwa 46 Millionen Dosen eines saisonalen adjuvantierten Impfstoffs wurden bis heute weltweit vertrieben. Lokale und systemische unerwünschte Impferscheinungen (UIE) können bei adjuvantierten Impfstoffen zwar etwas häufiger beobachtet werden, sind aber nicht schwerer als bei saisonalen Impfstoffen ohne Adjuvans.

Alle schweren oder ungewöhnlichen Impferscheinungen müssen Swissmedic gemeldet werden. Swissmedic hat hierzu das Internetportal PaniFlow entwickelt, das der Pharmacovigilance der Impfung gegen die pandemische Grippe (H1N1) 2009 dient. Vermutete unerwünschte Impferscheinungen, die im Zusammenhang mit der Impfung gegen die pandemische Grippe (H1N1) 2009 aufgetreten sein könnten, können vom Gesundheitspersonal online im PaniFlow System eingegeben werden.

Das BAG übernimmt weiterhin die Information der Bevölkerung und der Ärzteschaft über die Impfstoffe und die Impfempfehlungen. Dazu wird unter anderem Ende Oktober eine neue Phase der Kampagne „Gemeinsam gegen die Grippe" lanciert, die den Akzent auf das Thema Impfen legen wird. Die Bevölkerung soll dazu ermuntert werden, sich über die verschiedenen Aspekte der pandemischen und saisonalen Grippe, über die Risikogruppen und über die Impfung zu informieren.


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BAG, Jean Louis Zurcher, Sektion Kommunikation,
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Letzte Änderung 20.04.2018

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