Der Auftrag für den Betrieb einer "Rollenden Autobahn" am Lötschberg-Simplon geht an die Arbeitsgemeinschaft BLS/SBB/HUPAC (Letzte Änderung 09.11.2006)

Bern, 28.05.1999 - Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat der von der BLS, der SBB und der HUPAC gebildeten Arbeitsgemeinschaft "Rollende Autobahn" den Auftrag erteilt, den Huckepack-Korridor am Lötschberg-Simplon zu betreiben. Die Offerte der aus der Mittelthurgau-Bahn (MThB) und der Südostbahn (SOB) gebildeten Lookop AG konnte trotz innovativer Ansätze nicht berücksichtigt werden. In einer ersten Phase beschränkt sich das bestellte Transportangebot auf die im Transitvertrag mit Italien vereinbarten 105'000 Stellplätze zwischen Freiburg i.Br. und Novara. Aufgrund der Verzögerung der Ausbauten auf der italienischen Seite des Simplons steht für die Jahre 2000/2001 jedoch nur ein auf 66'500 Stellplätze beschränktes Angebot zur Verfügung. Der Subventionsaufwand für den Bund liegt für die Jahre 2000 bis 2003 voraussichtlich zwischen 27 und 29 Mio. Franken jährlich. Damit beträgt ab 2002 die durchschnittliche Subvention pro Lastwagen ca. Fr. 375.--.

Die öffentliche Ausschreibung eines Transportangebotes im begleiteten Kombiverkehr im März 1998 stellte ein Novum dar. Verlangt wurde die Realisierung eines Grundangebotes von mindestens 65'000 Stellplätze pro Jahr zwischen Freiburg i.Br. und Novara mit der Option, ab 2001 mindestens105'000 Stellplätze anzubieten. Ziel dieses Angebotes ist es u.a. mittels lukrativen Angeboten die Lastwagen auf der Nord-Süd-Achse von der Strasse auf die Schiene zu verlagern und damit einen Beitrag zum Schutz des ökologisch sensiblen Alpenraums zu leisten.

Auf diese Ausschreibung gingen beim BAV die zwei Offerten der Arbeitsgemeinschaft "Rollende Autobahn" der BLS/SBB/HUPAC und der Lookop AG (MThB/SOB) ein.

Das BAV hat sich für das von der BLS/SBB/HUPAC unterbreitete Angebot entschieden, weil diese Unternehmen:

- bereits Erfahrungen im kombinierten Verkehr haben;

- bereits heute über die notwendigen Unternehmenskapazitäten verfügen;

- für das Konzept in Italien bessere Realisierungschancen bieten;

- qualitativ das bessere Entwicklungskonzept unterbreitet haben.

Hinsichtlich des Subventionsbedarfs unterschieden sich die beiden Offerten nur unwesentlich. Der Auftrag an die BLS/SBB/HUPAC wurde jedoch an gewisse Bedingungen geknüpft. Das BAV hat sich die Option offen gehalten, Details des Transportangebotes weiter zu verhandeln. Insbesondere sollen weitere Kostensenkungen, die Erhöhung der Auslastung, die marktgerechte Erhöhung der Tarife und die Nutzung des Netzzugangs angestrebt werden.

Die mit diesen Zielsetzungen verbundenen Einsparungen sollen im Rahmen des jährlichen Bestellverfahrens so lange an den Bund abgeliefert werden, bis das Transportangebot unter Berücksichtigung der vom Bund gewährten Trassenpreissubventionen selbsttragend ist.


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Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
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Letzte Änderung 20.04.2018

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