Umbau und Fassadensanierung Bundeshaus West (Letzte Änderung 19.05.2006)

Bern, 24.01.2005 - 

Das Bundeshaus West, seit 1857 Amtssitz der Landesregierung, wird ab Februar 2005 umgebaut und saniert. Einer umfassenden Sanierung bedürfen insbesondere die fast 150-jährige Sandsteinfassade und das Dach. Die budgetierten Gesamtkosten belaufen sich auf 23,5 Millionen Franken.
In einer ersten Etappe wird das Dachgeschoss umgebaut; gleichzeitig wird das Dach saniert. Im Weiteren wird der Zugang für Menschen mit Behinderungen verbessert, und es werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Wegen des dafür zusätzlich erforderlichen Platzbedarfs wird die Cafeteria verlegt. Dank dieser Massnahmen können zukünftig Teile des Parlamentsdienstes im Bundeshaus West untergebracht werden.
Um die Fluchtmöglichkeiten im Falle eines Brandes zu verbessern, werden sodann in den Gebäudeflügeln zwei neue Treppen erstellt. Die Umbauten sind Teil des Gesamtkonzeptes «Neubelegung Parlamentsgebäude und Bundeshäuser». Dieses im Rahmen der Baubotschaft 2003 vom Parlament bewilligte Konzept soll die längerfristige Unterbringung jener Institutionen sichern, die im Zentrum der Regierungs- und Verwaltungstätigkeit stehen.
Im Februar 2005 beginnt mit der Einrüstung des Gebäudes die erste Etappe, die voraussichtlich bis zum Sommer 2006 dauert. Anschliessend wird in mehreren weiteren Etappen die Fassade saniert. Die Sanierung wird je nach Zustand der verschiedenen Fassadenteile unterschiedlich ausfallen. Die Fassadenteile werden stabilisiert und das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederhergestellt. Die Planung aller Etappen erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege der Stadt Bern.
Das Bundeshaus West, das ehemalige „Bundes-Rathaus“Das Bundeshaus West ist der älteste Teil des Bundeshauses, das zusammen mit dem Parlamentsgebäude und dem Bundeshaus Ost insgesamt drei Gebäude umfasst. Nach der Gründung des Bundesstaates im Jahre 1848 benutzten Bundesrat und Parlament zunächst verschiedene
bestehende Gebäude in der Stadt Bern. Der Bau eines eigenen Hauses, des „Bundes-Rathauses“ dauerte von 1852 bis 1857. Es sollte zwei Säle für den National- und den Ständerat, Sitzungsräume für die Landesregierung,
96 Büros für die Verwaltung sowie Wohnräume für den Bundeskanzler umfassen. Am 5. Juni 1857 fand die offizielle Übergabe statt. Seither hält der Bundesrat seine wöchentlichen Sitzungen im ersten Stock mit Blick auf die Aare ab. 1902, mit der Eröffnung des Parlamentsgebäudes,
mutierte das „Bundes-Rathaus“ zum Bundeshaus- West.


Herausgeber

Bundesamt für Bauten und Logistik
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Letzte Änderung 20.04.2018

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