Gemeinsam gegen Menschenhandel - Erste nationale Fachtagung – Leitfaden für die Kooperation

Bern, 03.11.2005 - 130 Fachleute aus der ganzen Schweiz haben in Bern Strategien im Kampf gegen den Menschenhandel diskutiert. An der ersten nationalen Fachtagung zum Thema wurde ein Leitfaden für die Kooperation zwischen Polizei, Justiz, Migrationsbehörden sowie staatlichen und privaten Opferberatungsstellen vorgelegt.

Der Leitfaden mit dem Titel «Kooperationsmechanismen gegen Menschenhandel» wurde von einer Expertengruppe aus Bund, Kantonen und Nichtregierungsorganisationen unter der Federführung der Koordinationsstelle gegen Menschenhandel und Menschenschmuggel (KSMM) erarbeitet. Neben einem Überblick über die Instrumente zur Bekämpfung des Menschenhandels enthält er auch Informationen und Empfehlungen zu den möglichen Formen der Kooperation.

Hauptanlass zur nationalen Fachtagung gab die Erkenntnis, dass es nur dann möglich ist, Opfer dieser Straftat zu schützen und Täter zu verfolgen, wenn alle beteiligten Stellen und Institutionen eng zusammen arbeiten. Menschenhandel ist nämlich nur schwer aufzuspüren. Dies liegt unter anderem daran, dass sich traumatisierte und illegal anwesende Opfer bei Aufgriffen durch die Polizei nur selten als Opfer von Menschenhandel zu erkennen geben und zunächst meist zu keiner verwertbaren Aussage fähig und bereit sind. Strafverfolgung und Operschutz müssen also Hand in Hand arbeiten, damit das Phänomen wirksam bekämpft werden kann.


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