Sicherheit im öffentlichen Verkehr im Jahr 2007 (Letzte Änderung 01.12.2008)

Bern, 28.11.2008 - Der öffentliche Verkehr in der Schweiz ist sicher. Dies zeigt der Sicherheitsbericht 2007, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) erstmals erstellt hat. Insgesamt starben im öffentlichen Verkehr im Berichtsjahr 33 Menschen, 165 Personen verletzten sich schwer. Ursache der Unfälle ist oft risikoreiches Verhalten der späteren Opfer. Das BAV informiert im Bericht auch über seine Aufsichtstätigkeit im Jahr 2007.

Im Jahr 2007 starben im öffentlichen Verkehr 33 Menschen: 22 Personen bei Unfällen mit Eisenbahnen, 11 Personen bei Unfällen im Nahverkehr (Bus/Tram) und mit Autobussen. Keine Todesfälle gab es bei Seilbahnen und in der Schifffahrt.

Weitere 165 Personen verletzten sich im öffentlichen Verkehr schwer. Insgesamt wurden 204 Unfälle mit Todesopfern, Schwerverletzten oder hohem Sachschaden gezählt. In der Schifffahrt ereigneten sich nur kleinere Ereignisse. Bei Zwischenfällen mit Sesselbahnen zogen sich 6 Personen schwere und 12 Personen leichte Verletzungen zu.

Zum Vergleich: 384 Menschen verloren 2007 ihr Leben auf Schweizer Strassen. 5235 Personen wurden schwer verletzt.

Häufigste Ursache: risikoreiches Verhalten

Ursachen der Unfälle ist oft risikoreiches Verhalten der späteren Opfer: Überqueren von Gleisen und Tramschienen oder Aufenthalt im Gefahrenbereich. Im öffentlichen Verkehr auf der Strasse kommen Kollisionen mit anderen Fahrzeugen als Unfallursache hinzu.

Um den hohen Sicherheitsstandard im öffentlichen Verkehr der Schweiz zu halten und zu verbessern, hat das BAV unter anderem zahlreiche Kontrollen von Unternehmen vor Ort durchgeführt. Mehrere Verordnungen und Regelwerke wurden angepasst, Auflagen an Verkehrsunternehmungen ausgesprochen, Bauprojekte oder Fahrzeuge wurden geprüft. Insgesamt reichte das BAV drei Strafanzeigen ein: zwei wegen Bauens ohne Genehmigung sowie eine wegen Inbetriebnahme einer Anlage ohne Betriebsbewilligung.

Das BAV hat für das Jahr 2007 erstmals einen Bericht über die Sicherheit im öffentlichen Verkehr erarbeitet, der sich an die Europäischen Sicherheitsberichte für Eisenbahnen anlehnt. Er umfasst die Aufsichtstätigkeit des Amtes über die verschiedenen Verkehrsbereiche (Bahnen, öffentlicher Verkehr auf Strasse, Seilbahnen und Schifffahrt) sowie Ereignisse und Massnahmen des Jahres 2007. Künftig soll jährlich ein Sicherheitsbericht veröffentlicht werden.


Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Verkehr, Information, 031 322 36 43



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Bundesamt für Verkehr
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Letzte Änderung 20.04.2018

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