Ausgestaltung des neuen Nummernplans im Jahr 2002

Biel-Bienne, 25.01.2000 - Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) prüft zusammen mit den betroffenen Kreisen möglichst einfache und kostengünstige Lösungen, um im Jahr 2002 den Telecomanbietern zusätzliche Telefonnummern zur Verfügung zu stellen.

Das Wachstum des liberalisierten Telekommunikationsmarkt verlangt zusätzliche Telefonnummern. Die betroffenen Kreise sind interessiert, die nötigen Umstellungen möglichst kostengünstig vorzunehmen. Der Beschluss der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom), die Einführung neuer Telefonnummern um ein Jahr auf den 29. März 2002 hinauszuschieben, ermöglicht, nach der geeigneten Umsetzung zu suchen. Im Rahmen einer durch das BAKOM organisierten Tagung wurde diskutiert, wie die Umnummerierung auszugestalten ist, um die Kosten und die Risiken der Umstellung niedrig zu halten.

So wurde zum Beispiel erörtert, zehnstellige anstatt neunstellige Telefonnummern einzuführen. Dies würde ermöglichen, in der ganzen Schweiz die gesamte heutige Vorwahl (zum Beispiel 032) in die Telefonnummern zu integrieren. Die Benutzer könnten damit ihre heutige Telefonnummer weitgehend beibehalten. Gegenüber dem bisher vorgesehenen neuen Plan könnten erhebliche Kosten eingespart werden.

Die Teilnehmer an der Diskussion halten am Termin der neuen Nummerierung fest. Die interessierten Organisationen sind nun eingeladen, die möglichen Alternativen zu analysieren und zu bewerten. Das BAKOM wird anschliessend die Modalitäten überarbeiten und der Kommunikationskommission (ComCom) noch in diesem Frühjahr zur Genehmigung vorlegen.

Das BAKOM hatte 1995-1996 - angesichts eines sich abzeichnenden Nummernmangels - einen Nummernplan mit neunstelligen Telefonnummern in Zusammenarbeit mit den betroffenen Kreisen erarbeitet. Die ComCom hatte diesen Plan 1997 genehmigt, unter anderem um in technischer Hinsicht allen Anbietern die gleichen Chancen zu bieten. Im September 1999 hatte sie entschieden, die Umstellung erst am 29. März 2002 durchzuführen, um den finanziellen Belastungen und der "Jahr-2000"-Problematik bei den betroffenen Unternehmen Rechnung zu tragen. Mit der laufenden Diskussion wird der Entwicklung im schnellebigen Telekommunikationsmarkt Rechnung getragen.


Adresse für Rückfragen

Peter Fischer, Stellvertretender Direktor BAKOM, Tel. 032 327 55 99


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Bundesamt für Kommunikation
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Letzte Änderung 20.04.2018

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