Samstag, 8. November 2008: Zweiter Denkmaltag der Uhrenindustrie in La Chaux-de-Fonds und Le Locle, Kandidaturstädte für das UNESCO-Welterbe

Bern, 22.10.2008 - «Stadtlandschaft Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds/Le Locle» ist die nächste Schweizer Bewerbung für die Welterbeliste der UNESCO, über die das Welterbekomitee im Juni 2009 entscheiden wird. Mit der Unterstützung des Bundesamtes für Kultur organisieren die beiden Städte am Samstag, 8. November den zweiten Denkmaltag der Uhrenindustrie, um ihre städtebauliche Entwicklung und ihre vielfältigen Qualitäten im Bereich des kulturellen und industriellen Erbes aufzuzeigen.

Die Bewerbung Stadtlandschaft Uhrenindustrie La Chaux-de-Fonds/Le Locle steht auf der Liste Indicative für UNESCO-Welterbestätten, die der Bundesrat 2004 gutgeheissen hat. Seither wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Kultur, dem Kanton Neuenburg und den Städten La Chaux-de-Fonds und Le Locle Vorbereitungsarbeiten eingeleitet. Das Bewerbungsdossier konnte am 21. Dezember 2007 offiziell bei der UNESCO in Paris eingereicht werden. Derzeit unterzieht eine Expertenkommission das Dossier einer genauen Prüfung. Die Experten werden bald ihr Gutachten dazu bekannt geben. Der Aufnahmeentscheid erfolgt frühestens an der Sitzung des Welterbekomitees im Juni 2009.
 
Die Städte La Chaux-de-Fonds und Le Locle sind durch und für die Uhrenmacherei zu dem geworden, was sie heute sind. Im 19. Jahrhundert erlebten sie durch die aufstrebende Uhrenindustrie eine ausserordentliche Entwicklung. Dank dieser Symbiose zwischen Uhrmacherei und Städtebau, zwischen Technologie und Architektur sind die beiden Städte heute bemerkenswerte Zeugen der Industrialisierung im Uhrensektor. Dies erklärt das Interesse an einer Aufnahme in das UNESCO-Welterbe.

Die Bilanz des ersten Denkmaltags vor einem Jahr ist sehr gut: Über 3000 Besucherinnen und Besucher profitierten vom Angebot. Der zweite Denkmaltag am 8. November soll an den Erfolg des ersten anknüpfen und den Zugang zum Kulturerbe der Uhrenindustrie weiter vergrössern. Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt diese Initiative und lädt die Öffentlichkeit ein, ein aussergewöhnliches Kulturgut zu entdecken.

In den beiden Städten haben sich über 25 Uhrenfirmen, die renommierte Marken vertreten, bereit erklärt, an diesem Tag mitzuwirken und der Öffentlichkeit Einblick in ihre Werkstätten oder ihre Fabrik zu gewähren. Der Tag bietet eine einmalige Gelegenheit, diese faszinierenden und oft kaum bekannten Orte kennen zu lernen. Die Besichtigungen sind kostenlos, bei einigen ist jedoch eine Reservation erforderlich.

Zudem besteht die Möglichkeit, die mit der Uhrenindustrie verbundenen Baudenkmäler zu entdecken oder wieder zu entdecken: Um 12, 14 und 16 Uhr starten beim Musée international d’horlogerie in La Chaux-de-Fonds und beim Rathaus in Le Locle geführte Stadtrundgänge.

Weitere Attraktionen dieses Tages sind Museumsbesuche in den beiden Städten, die Vorführung von Archivfilmen über die Uhrenindustrie und die Uhrmacher im Kanton Neuenburg, ein Tag der offenen Tür in der Uhrmacherwerkstatt der Technikerschule (CIFOM Le Locle) und ein Vortrag der Haute Ecole Arc Ingénierie zur Gestaltung der Schweizer Uhren. Kinder können an einem Wettbewerb zur Uhrmacherei teilnehmen.


Adresse für Rückfragen

BAK: Oliver Martin, Tel. 031 322 44 48; 079 274 03 47
Stadtlandschaft Uhrenindustrie: Jean-Daniel Jeanneret, Tel. 032 967 64 62
Praktische Informationen zum Ersten Denkmaltag der Uhrenindustrie:
Tourisme neuchâtelois-Montagnes, Tel. 032 889 68 95, info.cdf@ne.ch
Stadtlandschaft Uhrenindustrie, Tel. 032 967 62 35, urbanismehorloger@ne.ch
Pressemappe: www.urbanismehorloger.ch



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