Betriebssicherheit der Basler Bahngeleise erhärtet

Bern, 10.03.2000 - Ultraschalluntersuchungen am Geleisabschnitt zwischen Basel und Basel St. Johann haben die Resultate der ersten visuellen Überprüfung bestätigt. Mit den vom Bundesamt für Ver-kehr BAV bereits verfügten Massnahmen ist somit die Betriebssicherheit auf dieser Strecke gewährleistet. Zusätzliche Schritte drängen sich nicht auf. In der Folge hat Bundesrat Moritz Leuenberger die als Sofortmassnahme verfügte Sistierung der Nukleartransporte aufgehoben.

Auf Intervention des Kantons Basel-Stadt führte das BAV am vergangenen Dienstag auf der Bahn-strecke Basel-Basel St. Johann eine Inspektion durch. Dabei beurteilte es den Geleisezustand und die Betriebssicherheit. Die visuelle Kontrolle ergab, dass sich die Strecke weitgehend in einem guten Zustand befindet. Auf einigen Abschnitten hatten die geprüften Geleise ihre Lebensdauer jedoch erreicht.

Um die Sicherheit des Bahnbetriebes zu gewährleisten, traf das BAV gleichentags verschiedene Massnahmen:

Die beschädigten Schienen müssen innert 14 Tagen bzw. zwei Mo-naten durch neue ersetzt werden. Bis dahin muss die Geschwindigkeit der Züge von 75 km/h auf 40 km/h reduziert werden.

Schliesslich wurde eine Ultraschallmessung angeordnet, die von der SNCF in Auftrag des BAV durchgeführt wurde. Deren Resultate liegen auftragsgemäss seit heute vor und haben die Ergebnisse der ersten visuellen Untersuchung vom vergangenen Dienstag bestätigt. Zusätzliche Massnahmen drängen sich nicht auf; die Betriebsicherheit ist einwandfrei und gemäss internationalen Standards gewährleistet.

Bundesrat Moritz Leuenberger hatte am Dienstag als Vorsichtsmassnahme die sofortige Sistierung der Nukleartransporte über den Geleiseabschnitt in Basel verfügt. Der rasche Entscheid war nötig geworden, weil ein Atomtransport unmittelbar bevorstand und das UVEK die Ergebnisse der vom BAV angeordneten Zusatzuntersuchung abwarten wollte. Ausschlaggebend für diesen Entscheid war die Tatsache, dass der grosse organisatorische und logistische Aufwand eines solchen Transportes es unmöglich macht, rasch umzudisponieren. Dies wäre jedoch nötig gewesen, wenn das BAV aufgrund der Ultraschalluntersuchungen weitergehende Massnahmen hätte anordnen müssen.

Die heute vorgelegten Ultraschalluntersuchungen zeigen, dass die Geleise, neben dem bereits bei der visuellen Kontrolle festgestellten Abnutzung, keine weiteren Schäden aufweisen. Damit steht abschliessend fest, dass unter den vom BAV getroffenen Präventivmassnahmen die Sicherheit des Bahnbetriebes auf der Strecke Basel - St. Louis vollumfänglich gewährleistet ist. Die vom BAV angeordneten Präventivmassnahmen gelten solange, bis die beanstandeten Schienenteile ersetzt sind. Die SNCF hat heute bestätigt, dass diese Arbeiten ca. in 2 Wochen abgeschlossen sein werden. Die Bahnstrecke Basel - St. Louis liegt auf Schweizer Boden und steht im Eigentum der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Sie ist jedoch an die SNCF verpachtet, die deshalb für den Streckenunterhalt verantwortlich ist.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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