BAHN-2000-Angebot für den Arc Jurassien definiert

Bern, 17.10.2001 - Halbstundentakt mit beschleunigten Interregio-Neigezügen zwischen Zürich und Biel. Stundentakt mit Neigezügen zwischen Biel, Zürich und Konstanz. Attraktive Verbindungen im Stundentakt aus dem ganzen Kanton Jura nach Biel, Bern, Zürich und in die Westschweiz mit kurzen Umsteigezeiten. Halbstundentakt mit Intercityzügen zwischen Olten und Zürich. Dies sind die Kernelemente des vom Bundesamt für Verkehr (BAV) mit den Jura- und Jurafuss-Kantonen (Arc Jurassien) und der SBB definierten BAHN-2000-Angebots, das ab Dezember 2004 gültig sein wird. Zudem beschafft die SBB 10 zusätzliche Neigezug-Kompositionen. Und zwischen Solothurn und Biel wird die Anpassung der Bahnanlagen für Neigezuggeschwindigkeiten bis zu 200 km/h geprüft.

Im Zusammenhang mit der Realisierung der ersten Etappe des Konzepts BAHN 2000 waren im Jura und am Jurasüdfuss Fahrplanprobleme zu lösen. Das BAV hatte Ende 1999 die SBB be-auftragt, zusammen mit den interessierten Kantonen (GE, VD, NE, BE, JU, SO, BS, BL, AG und ZH) nach Lösungsansätzen zu suchen. Der Prozess ist nun abgeschlossen. Eine einvernehmliche Lösung ist gefunden. Diese wird in zwei Phasen umgesetzt. Ab Dezember 2004 wird ein Angebot realisiert, welches noch nicht ganz alle Wünsche befriedigen kann. Spätestens ab 2007, nach der Fertigstellung entsprechender Baumassnahmen, soll der noch fehlende Angebotsschritt der ersten Etappe von BAHN 2000 umgesetzt werden.

Angebot ab Dezember 2004

Folgendes Angebotskonzept ist vorgesehen: - Zwischen Zürich und Biel verkehren stündlich zwei Interregio-Neigezugkompositionen im Halbstundentakt, wobei der eine Zug abwechslungsweise die Achsen St. Gallen – Lausanne und St. Gallen - Genf, der andere Konstanz – Biel befährt. Aarau, Olten und Solothurn werden vom ersten, Olten, Oensingen, Solothurn und Grenchen vom zweiten Zuglauf bedient. Die Reisezeit Zürich – Biel wird auf 69 respektive 75 Minuten verkürzt. - Stündlich verkehrende Neigezugkompositionen befahren abwechslungsweise die Achsen Basel – Biel – Genf und Basel – Biel – Lausanne. Sie bedienen im Jura Laufen, Delsberg, Moutier und Grenchen. - Zwischen Zürich und Olten verkehren zwei Züge ohne Halt im Halbstundentakt. - Die Regionalexpresszüge Baden – Aarau werden nach Olten verlängert und gewährleisten dort Anschlüsse Richtung Bern, Luzern, Basel sowie in die Westschweiz, das Berner Oberland und ins Wallis. - Das Angebotskonzept für den Regionalverkehr im Jura und am Jurasüdfuss wird noch bearbeitet und optimiert.

Angebot ab spätestens 2007

Nach Fertigstellung der noch zu optimierenden Ausbauten für höhere Fahrgeschwindigkeit zwischen Solothurn und Biel würden die Interregio-Neigezüge Zürich – Aarau – Olten – Solothurn – Biel – Genf / Lausanne auch in Lenzburg halten. Damit könnte der heutige Interregio-Halbstundentakt zwischen Zürich und Lenzburg (samt Anschlüssen ins Seetal), der ab Dezember 2004 zu Gunsten von Anschlussverbindungen aus der Ostschweiz nach Deutschland vorübergehend entfallen wird, wieder hergestellt werden.

Aus heutiger Sicht wird erwartet, dass die erwähnten Ausbauten bis spätestens 2007 ausgeführt werden können. Es wird alles daran gesetzt, dass die Übergangsphase bis zur Realisierung des BAHN-2000-Angebots möglichst kurz sein wird. Das BAV wird die SBB beauftragen, die Ausbauten auf der Strecke Solothurn – Biel zu konkretisieren. Diese Ausbauten werden im Rahmen des Kredites für die erste Etappe BAHN 2000 finanziert. Die Dauer der Projektierungs- und Bauarbeiten soll so kurz wie möglich gehalten werden.


Herausgeber

Bundesamt für Verkehr
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Letzte Änderung 20.04.2018

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