UVEK befremdet über Kostenprognosen der NEAT-Ersteller

Bern, 05.02.2004 - Das UVEK nimmt mit Befremden Kenntnis von den in den letzten Tagen durch die Ersteller angemeldeten, voraussichtlichen Mehrkosten bei der NEAT. Diese Forderungen sind sowohl inhaltlich als auch vom Vorgehen her überraschend. Es ist umgehend und lückenlos zu untersuchen, wie es dazu kam, weshalb über die geltend gemachten Kostenüberschreitungen nicht vorher informiert wurde und wie deren Inhalt zu beurteilen ist. Verantwortlich für die kosten- und termingerechte Realisierung der Neat sind die Erstellerfirmen, die AlpTransit Gotthard AG und die BLS AlpTransit AG.

Es ist zu klären, warum die Ersteller ihre bisherigen Prognosen so überraschend nach oben korrigiert haben, nachdem der Bundesrat im letzten Herbst einen Zusatzkredit für die zu erwartenden Mehrkosten der NEAT vorgelegt hatte, dem der Ständerat in der Wintersession zustimmte. Ebenso muss geprüft werden,  weshalb die Verwaltungsräte der Ersteller-Gesellschaften die offenbar zu erwartenden Mehrkosten dem für die Aufsicht zuständigen Bundesamt für Verkehr (BAV) nicht bereits bei der Vorbereitung des Zusatzkredites gemeldet haben. Das UVEK erwartet , dass die Gründe für die geltend gemachten Mehrkosten im Detail geklärt werden. Ebenso ist umgehend zu überprüfen, ob das Controlling, das eine frühzeitige Erkennung der finanziellen Entwicklung bei der NEAT ermöglichen sollte, funktioniert hat.
Das UVEK will raschestmöglich Transparenz über die Vorgänge schaffen. Das BAV hat bereits die ersten Schritte zur Klärung eingeleitet. Das UVEK wird über die Ergebnisse dieser Abklärungen auf dem laufenden gehalten und behält sich weitergehende Massnahmen vor.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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