LSVA-Erhöhung auf 2008: Einjähriger Aufschub des Klassenwechsels für EURO 3-Lastwagen

Bern, 10.08.2007 - Die Schweiz hat gegenüber der Europäischen Union (EU) bestätigt, dass sie die höheren Abgabesätze der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) auf den 1. Januar 2008 einführen wird. Gleichzeitig teilte sie der EU in einer Erklärung mit, dass die Fahrzeuge der Emissionsklasse EURO 3 für ein Jahr weiterhin den günstigsten Abgabebetrag bezahlen werden. Dies gilt gleichermassen für die in- wie ausländischen Lastwagen.

Wie im bilateralen Landverkehrsabkommen vorgesehen, wird der gewichtete Mittelwert der LSVA (für einen 40-Tonnen-Lastwagen auf einer Referenzstrecke von 300 Kilometern) um 11 % auf 325 Franken angehoben. Gegenwärtig liegt er bei 292.50 Franken.

Anlässlich der Sitzung des Gemischten Ausschusses Schweiz-EU vom 22. Juni in Brüssel hatten sich die Schweiz und die EU auf die Aufteilung der Fahrzeugklassen (je nach Schadstoffausstoss von EURO 0 bis EURO 6) auf die drei Abgabekategorien geeinigt. Die Aufteilung wurde wie folgt beschlossen:

• Abgabekategorie 1: 3,07 Rappen pro Tonne und Kilometer für EURO 0, 1 und 2
• Abgabekategorie 2: 2,66 Rappen pro Tonne und Kilometer für EURO 3
• Abgabekategorie 3: 2,26 Rappen pro Tonne und Kilometer für EURO 4, 5 und 6

Damit wechseln im Vergleich zur heutigen Regelung die Fahrzeuge der Kategorie EURO 2 in die teuerste Abgabeklasse, während diejenigen der Kategorie EURO 3 von der günstigsten in die mittlere gelangen. Dies gilt für die in- und ausländischen Lastwagen gleichermassen.

Wie die Schweiz der EU nun mitteilte, wird gemäss einer Übergangsregelung der Klassenwechsel für die Fahrzeuge EURO 3 ein Jahr später auf den 1. Januar 2009 erfolgen. Diese Lastwagen verbleiben also im Jahr 2008 noch in der billigsten Kategorie. Max Friedli, Direktor des Bundesamtes für Verkehr (BAV), teilte dies dem Leiter der EU-Delegation im Comité mixte, Enrico Grillo Pasquarelli, in einem Brief mit. Die Abschreibezeiten für Lastwagen der Kategorie EURO 3 verlängern sich so. Der Bund kommt damit einem Anliegen von Wirtschaftsverbänden und Transportgewerbe entgegen. Die Massnahme führt zu einer Entlastung der Branche bzw. zu einer Verminderung der Einnahmen bei Bund und Kantonen von mindestens 100 Millionen Franken im Jahre 2008.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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