Bund schafft Voraussetzungen für Fusion von Brünigbahn und LSE

Bern, 30.06.2004 - Der Bundesrat hat die Konzession der Luzern – Stans – Engelberg-Bahn (LSE) auf die Brüniglinie der SBB ausgedehnt. Gleichzeitig ermächtigte er die SBB, die Infrastruktur der Brünigbahn von Luzern bis Interlaken an die LSE zu verkaufen. Damit sind auf Seiten des Bundes die Voraussetzungen für die Fusion von Brünigbahn und LSE geschaffen.

Die LSE besitzt eine Konzession für die meterspurige Strecke Hergiswil - Stans - Engelberg. Die SBB ist Eigentümerin der ebenfalls meterspurigen Brünigbahn Luzern - Hergiswil - Meiringen - Interlaken Ost. Im Hinblick auf eine effizientere Abwicklung des Verkehrs, haben die beiden Unternehmen eine Zusammenlegung der beiden technisch weitgehend identischen Betriebe vereinbart. Diese Fusion wird von den Haupteignern der LSE (Kantone Nid- und Obwalden, Gemeinde Engelberg und Bund) auf der einen Seite und dem Bund als Eigner der SBB auf der anderen Seite unterstützt.

Die SBB AG löst ihren Bereich Brünigbahn aus der Unternehmung heraus und verkauft diesen an die LSE. Das Aktienkapital der LSE wird entsprechend erhöht, und die SBB wird im Verhältnis zum Verkaufspreis der Brünigbahn Mehrheitsaktionärin der neuen LSE.

Die LSE und die Brünigbahn führen seit Sommer 2003 intensive Kooperationsgespräche. Seit dem 1. April 2004 stehen die beiden Bahnen bereits unter einer einzigen Geschäftsführung. Die Fusion ist auf Ende 2004 geplant. Zuvor müssen noch die zuständigen politischen Gremien in Ob- und Nidwalden zustimmen.

Die Fusion wird ohne Einsatz von zusätzlichen Mitteln der öffentlichen Hand durchgeführt. Mit dem  Zusammengehen sind Kostenreduktionen möglich. Damit sollen Mehrkosten aufgefangen werden, die sich aus der Eröffnung des neuen Tunnels nach Engelberg ergeben.

Die Fusion von LSE und Brünigbahn ist ein erster Schritt in Richtung der angestrebten Bahngruppe, welche die Schmalspurbahnen vom Vierwaldstättersee über das Berner Oberland bis an den Genfersee in sich vereinigen soll. Dies entspricht der Strategie des Bundes zur Konsolidierung der Bahnlandschaft.


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Letzte Änderung 20.04.2018

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