Schweizer Technologie-Anbieter gesucht: Grossbritannien setzt auf erneuerbare Energien

Bern, 04.12.2003 - Die britische Botschaft und das Bundesamt für Energie haben am Donnerstag in Zürich über Investitionsmöglichkeiten im Sektor Erneuerbare Energien in Grossbritannien und über die Entwicklung neuer Energietechnologien in den beiden Ländern orientiert.

Die Informationstagung stand unter der Schirmherrschaft des britischen Ministers für Wissenschaft und Innovation, Lord Sainsbury, und von Bundesrat Moritz Leuenberger, die beide eine Schlussansprache hielten. Weiter ergriffen je sechs Fachleute aus Grossbritannien und der Schweiz das Wort. Als Zuhörer hatten sich 60 Teilnehmer v.a. aus der Energiebranche angemeldet.

Die britische Regierung hat sich Ende 2002 mit der Veröffentlichung eines Weissbuches für eine fundamental neue Energiepolitik entschieden, deren langfristiges Ziel (2050) die Reduktion der Treibhausgasemissionen um 60 Prozent ist. Schritte zum Erreichen dieses Ziels sind bereits eingeleitet worden, darunter eine gezielte Förderung von erneuerbaren Energien. Bis 2010 sollen zehn Prozent der britischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen stammen. Grossbritannien hat vielversprechende neue Energieressourcen, besonders die Wind- und Energienutzung aus dem Gezeitenzyklus.

In der Schweiz trägt die Wasserkraft als wichtigste erneuerbare Energiequelle bereits 60 % zur Stromerzeugung bei. Der Bundesrat verfolgt mit der langfristigen Vision der 2000-Watt-Gesellschaft ein ähnlich ambitiöses Ziel wie Grossbritannien. Als erster Schritt soll das Programm EnergieSchweiz bis 2010 durch die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien die schweizerischen Energie- und Klimaziele erreichen und eine nachhaltige Energieversorgung einleiten. Die Schweizer Fachleute informierten über die im Rahmen von EnergieSchweiz entwickelten neuen Technologien.

Die britisch-schweizerische Zusammenarbeit war prominent auf der Tagesordnung während Lord Sainsburys dreitägigem Besuch. Der britische Minister unterstrich die Wichtigkeit von Zusammenarbeit im Hightech-Sektor zwischen gleichgesinnten Ländern zur Förderung von Innovation, Fortschritt und Wachstum in Europa.

Bundesrat Moritz Leuenberger erinnerte daran, wie schwer sich die Schweiz zurzeit mit der Förderung der erneuerbaren Energien tut. Er bewundere England, das heute sehr aktiv handle, um den CO2-Ausstoss zu verringern.

Erneuerbare Energien haben gesamthaft und längerfristig das Potenzial, einen Grossteil der in der Schweiz und Grossbritannien benötigten Energie zu produzieren. Zudem werden die hochgesteckten Ziele der beiden Regierungen in diesem Sektor neue und innovative Geschäfts- und Investitionsmöglichkeiten für schweizerische und britische Firmen schaffen. Deshalb organisiert die britische Regierung in verschiedenen Ländern Informationsanlässe, um Technologieanbieter auf Investitionschancen in Grossbritannien aufmerksam zu machen.


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Bundesamt für Energie
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Letzte Änderung 24.01.2018

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