Schutz bei Hitzewellen

Bern, 13.07.2007 - Die nächsten Tage bringen hohe Temperaturen bei Tag und Nacht. Betagte und Pflegebedürftige leiden besonders darunter und benötigen nun spezielle Aufmerksamkeit und Betreuung. Denn hohe Temperaturen fordern Todesopfer – im Hitzesommer 2003 starben fast 1000 Personen mehr als in einem durchschnittlichen Sommer. Deshalb informieren das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sowie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) über gesundheitliche Risiken und mögliche Schutzmassnahmen und liefern praktische Tipps zur Vorsorge.

Hitzewellen gefährden die Gesundheit von betagten, pflegebedürftigen und chronisch kranken Menschen und von Kleinkindern. Mit der Kommunikationsinitiative «Schutz bei Hitzewellen» des BAG und des BAFU werden Angehörige, Pflegepersonal, Ärzteschaft und gefährdete Personen auf die gesundheitlichen Risiken der Hitze aufmerksam gemacht. Seit 2005 werden Flugblätter, Poster und Faktenblätter zu den Gefahren grosser Hitze und möglichen Schutzmassnahmen verteilt. 2006 wurden mit der Unterstützung von über 20 Partnerorganisationen und mehreren Kantonen rund 190'000 Exemplare der Unterlagen abgegeben.

So schützt man sich vor zu viel Hitze

Im Vordergrund stehen dabei praxisbezogene Hinweise zu den möglichen Folgen für die Gesundheit und zur entsprechenden Vorsorge. Die wichtigsten Tipps:

  • Körperliche Anstrengungen vermeiden,
  • Wohnung und Körper möglichst kühl halten,
  • viel trinken (mindestens 1.5 Liter),
  • erfrischende, kalte Speisen zu sich nehmen und auf ausreichende Versorgung mit Salz achten.

Partnerschaften

Mehrere Kantone und über 20 Partnerorganisationen unterstützen die Kommunikationsinitiative des BAG und des BAFU. So verfügen die Kantone Genf, Waadt und Tessin über ein spezielles Alarmdispositiv, um bei grosser Hitze eine intensivierte Betreuung gefährdeter Personen sicher zu stellen, und Pflegeorganisationen wie die Spitex bereiten Betreuende, Pflegepersonal und betagte Menschen auf die grosse Hitze vor. Die Schweizerische Herzstiftung und die Lungenliga informieren gezielt jüngere und ältere Personen mit chronischen Herz-Kreislauf-Krankheiten und Lungenkrankheiten.

Weitere Informationen:

www.hitzewelle.ch


Adresse für Rückfragen

Bundesamt für Gesundheit, Ursula Ulrich, Leiterin a.i. Direktionsbereich Gesundheitspolitik, Tel. 031 322 95 05


Herausgeber

Bundesamt für Gesundheit
http://www.bag.admin.ch

Bundesamt für Umwelt BAFU
http://www.bafu.admin.ch

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-13665.html