Erfolgreiche Versuchsfahrt mit langem Güterzug zwischen Muttenz und Thun

Bern, 12.01.2004 - Am Wochenende vom 10./11. Januar 2004 ist ein 1,5 Kilometer langer Güterzug erfolgreich für eine Versuchsfahrt von Muttenz nach Thun und zurück gerollt. In der Schweiz sind Güterzüge bisher höchstens 750 Meter lang. Die Versuche mit langen Güterzügen finden im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) im Hinblick auf die Eröffnung der NEAT statt.

Bereits im vergangenen Jahr hatten zwischen Laufenburg und Koblenz Versuchsfahrten mit einem 1,5 Kilometer langen Güterzug stattgefunden. Aufgrund der damals gewonnenen bremstechnischen Erkenntnisse wurde nun mit geeignetem Rollmaterial ein Zug zusammengestellt, der in der Nacht auf Sonntag unter echten Bedingungen zwischen Muttenz und Thun verkehrte. Die Versuchsfahrt mit modernen, lärmarmen Wagen wurde von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) durchgeführt.

Der Zug hat ein Gewicht von rund 4000 Tonnen. Er besteht aus 53 Panzertransportwagen – von denen 38 mit Panzern beladen sind - und 36 leeren Getreidewagen sowie einem Messwagen. Befördert wird er von drei Lokomotiven Re 460 (Lokomotive 2000), eine an der Zugspitze, eine in der Mitte und eine am Schluss. Die Lokomotiven in der Zugmitte und am Schluss werden über Funk ferngesteuert.

Bahnübergänge Koblenz–Laufenburg teilweise länger geschlossen

Der Zug wird in der Woche vom 12. bis 16. Januar 2004 weitere Versuchsfahrten zwischen Laufenburg und Koblenz unternehmen. Ermittelt werden dabei die Bremskräfte, wenn Bremsungen aus niederen Geschwindigkeiten vorgenommen werden. Die auftretenden Kräfte sind dann am grössten.

Während der Versuchsfahrten vom Montag, 12. Januar, bis längstens Freitag, 16. Januar 2004, sind die Bahnübergänge zwischen Koblenz und Laufenburg teilweise länger geschlossen. Das BAV bittet die Bevölkerung und die Verkehrsteilnehmer für die kurzzeitigen Unannehmlichkeiten um Verständnis.

Das Projekt „Lange Güterzüge“ hat zum Ziel, die Kapazität der Transitachsen durch die Schweiz nach Eröffnung der Neuen Alpentransversalen (NEAT) zu erhöhen. Durch das gemeinsame Führen von zwei Güterzügen wird nur eine statt zwei Trassen benötigt.



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Bundesamt für Verkehr
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Letzte Änderung 20.04.2018

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