Das VBS verstärkt sein Umweltengagement mit vier weiteren Aktionsplänen

Bern, 27.06.2024 - Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) intensiviert sein Engagement für die Umwelt: Mit den Aktionsplänen Umweltausbildung, Luftreinhaltung, Wasser sowie Boden und Altlasten verabschiedet Bundespräsidentin Viola Amherd vier weitere Aktionspläne des VBS. Mit insgesamt 54 Massnahmen zeigt das VBS auf, wie es sorgsam mit den Ressourcen Luft, Wasser und Boden umgehen und das nötige Umweltwissen vermitteln will.

Das VBS verstärkt seine Umweltbestrebungen mit vier weiteren Aktionsplänen: Umweltausbildung, Luftreinhaltung, Wasser sowie Boden und Altlasten. Diese legen die Vision, die Ziele und die erforderlichen Massnahmen für die nächsten Jahre fest. Sie ergänzen die Aktionspläne Energie und Klima (2021) und Biodiversität (2023). Weitere Aktionspläne werden folgen.

Umweltausbildung: Bewusstsein von Mitarbeitenden und Armeeangehörigen stärken

Im Aktionsplan für die Umweltausbildung im VBS sind 3 Ziele mit 5 Massnahmen festgelegt. Umweltwissen wird in verschiedenen Ausbildungsformaten, durch Sensibilisierungskampagnen oder am jährlichen Umwelttag vermittelt. Dadurch stärkt das VBS das Umweltbewusstsein seiner Mitarbeitenden und Armeeangehörigen und fördert umweltgerechtes Handeln. Die Umweltausbildung umfasst alle relevanten Umweltbereiche.

Luftreinhaltung: Vorzeitiger Ersatz fossiler Heizsysteme

Das VBS engagiert sich beim Bau und Betrieb seiner Immobilien sowie bei der Beschaffung von Fahrzeugen und Treibstoffen für die Luftreinhaltung. Seine Ambitionen konkretisiert es mit 4 Zielen und 10 Massnahmen bis 2030: Durch den vorzeitigen Ersatz fossiler Heizsysteme durch schadstoffärmere, den Einsatz natürlicher Kältemittel statt synthetischer und von Alkylatbenzin bei Kleingeräten kann das VBS einen Beitrag zur Reduktion von Luftschadstoffen leisten. Auch der Einsatz von Simulatoren für das Training auf Flug- und Fahrzeugen reduziert den Ausstoss von Luftschadstoffen erheblich.

Wasser: Tätigkeiten der Truppe in Schutzzonen einschränken

Das VBS betreibt eigene Wasserversorgungs- und Abwasserreinigungsanlagen. Mit 6 Zielen und 17 Massnahmen verfolgt es einen sorgsamen Umgang mit der Ressource Wasser; es erstellt generelle Entwässerungspläne (GEP), schränkt die Tätigkeiten der Truppe in Gewässerschutzzonen soweit nötig ein, führt regelmässige Zustandskontrollen seiner Anlagen durch und stellt die Ausbildung von qualifiziertem Personal sicher.

Boden und Altlasten: Voruntersuchungen der belasteten Standorte

Im Aktionsplan Boden und Altlasten konkretisiert das VBS mit 9 Zielen und 22 Massnahmen seine Anstrengungen im Bodenschutz und bei der Altlastenbearbeitung. Dazu gehören die Begrenzung des Flächenverbrauchs oder die Schonung von Fruchtfolgeflächen. Das VBS forciert die Bearbeitung der im Kataster eingetragenen belasteten Standorte. Bis 2032 soll für die bisher nur grob beurteilten rund 1 000 Standorte eine Voruntersuchung durchgeführt sein. 118 Standorte wurden bereits saniert.

Der Bericht des Bundesrates zum Postulat «Belastete Standorte des VBS – Stand, Vorgehen und Planung der Altlastenbearbeitung im VBS» (21.3636) zeigt den aktuellen Stand der Altlastenbearbeitung und die Herausforderungen auf.  Er zeigt auch auf, wie die anstehenden Untersuchungen und Sanierungen priorisiert und bis wann diese durchgeführt werden.

Untersuchungen in Schweizer Seen

Im Rahmen seines Aktionsplans Boden und Altlasten legt das VBS in den kommenden Monaten einen Schwerpunkt auf die Untersuchung von Munitionsrückständen der Armee in Schweizer Seen. Diese werden vorangetrieben, um bestehende Wissenslücken zu schliessen und mögliche Umweltauswirkungen zu prüfen:

•    Im Herbst 2024 wird das Seewassermonitoring für versenkte Munition im Thuner-, Brienzer- und Teilen des Vierwaldstättersees zum vierten Mal gemeinsam mit den Anrainerkantonen durchgeführt. Die bisherigen Untersuchungen deuten auf keine Freisetzung von Stoffen aus der Munition ins Seewasser hin.
•    In einigen Wochen wird unter Beteiligung von Industrie und Hochschulen ein Ideenwettbewerb über «Umweltfreundliche und sichere Bergungsmethoden von Munition aus Schweizer Seen» gestartet. Damit will das VBS seine bisherigen Erkenntnisse dazu aktualisieren, ob eine umweltverträgliche und sichere Bergung der tiefen Seemunition dereinst möglich sein könnte, wenn dies wider Erwarten in Betracht gezogen werden müsste.
•    Beim Fliegerschiessplatz Forel im Neuenburgersee werden ab diesem Herbst ergänzende Untersuchungen zur genauen Lage und zur möglichen Freisetzung von Stoffen aus den Munitionsrückständen ins Seewasser durchgeführt. Bisherige Untersuchungen haben keine Hinweise auf eine erhöhte Schadstofffreisetzung ergeben. Bis zur Klärung der Belastungssituation bleibt der Schiessbetrieb eingestellt.
•    Das VBS hat vom Kanton Luzern die altlastenrechtliche Zuständigkeit für das Explosionsereignis von 1916 am Rotsee übernommen und beginnt die Untersuchungen zu Munitionsrückständen im See und allfälligen Umweltbelastungen im Herbst 2024.
•    Bis Ende Jahr werden die altlastenrechtlichen Beurteilungen von 24 ehemaligen Zielgebieten in Seen gemäss der Vollzugshilfe des Bundesamtes für Umwelt «Belastete Standorte und Oberflächengewässer» von 2020 durch ein externes Fachbüro überprüft und bei Bedarf weitere Untersuchungen geplant.


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