Frauen im Bundesrat seit 1984

Von 1848 bis 1984 wurde der Schweizer Bundesstaat ausschliesslich von Männern regiert. 1984 wählte das Parlament die erste Frau in die Regierung. 2010 gab es zum ersten Mal eine Frauenmehrheit.

Mit der Wahl von Simonetta Sommaruga 2010 sind erstmals vier Frauen im Bundesrat vertreten. Von links: Bundespräsidentin Doris Leuthard, Micheline Calmy-Rey, Eveline Widmer-Schlumpf, Ueli Maurer, Didier Burkhalter, Sommaruga, Johann Schneider-Ammann und Bundeskanzlerin Corina Casanova. (KEYSTONE/Peter Schneider)

1984: Die erste Frau im Bundesrat

Mit der Wahl von Elisabeth Kopp in den Bundesrat im Jahr 1984 hatte das Warten auf die erste Frau im Bundesrat ein Ende. 1971 war in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt worden; trotzdem musste der weibliche Teil der Bevölkerung noch 13 Jahre warten, bis er auch in der Landesregierung vertreten war.

Erste Frau zur Bundesrätin gewählt: In Begleitung von zwei Weibeln hebt Elisabeth Kopp am 2.10.1984 bei ihrer Vereidigung im Nationalratssaal die Hand zum Schwur. (KEYSTONE/str)

Die Nachfolgerinnen

Heute haben drei Frauen Einsitz im Bundesrat: Simonetta Sommaruga (gewählt 2010), Viola Amherd (seit 2019), Karin Keller-Sutter (seit 2019).

Nebst den schon erwähnten Politikerinnen haben Ruth Dreifuss (1993-2002, erste Bundespräsidentin 1999), Ruth Metzler-Arnold (1999-2003), Micheline Calmy-Rey (2003-2011, Bundespräsidentin 2007 und 2011), Eveline Widmer-Schlumpf (2007-2015, Bundespräsidentin 2012) und Doris Leuthard (2006-2018, Bundespräsidentin 2010 und 2017) Einsitz im Bundesrat genommen. Neun Frauen haben somit das Amt der Bundesrätin ausgeübt oder üben es noch aus.

 

Letzte Änderung 01.01.2019

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