Parteien im Bundesrat seit 1848

Die Freisinnigen waren die klaren Sieger der ersten Parlamentswahlen von 1848. Entsprechend fiel auch die erste Wahl des Bundesrates aus. Sieben freisinnige Vertreter wurden gewählt.  Erst nach und nach hat die Bundesversammlung andere Parteien in die Regierung eingebunden.

1943 wurde mit Ernst Nobs der erste SP-Bundesrat gewählt. Erstmals waren alle wählerstärksten Parteien im Bundesrat präsent. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/str)

Langjährige Dominanz des Freisinns

Die Schweiz hatte nicht immer eine Mehrparteienregierung wie heute. Nach der Gründung des Bundesstaates 1848 regierten die Freisinnigen 43 Jahre lang allein.

1943 erstmals alle grossen Parteien vertreten

1891 kam ein erstes Mitglied der Katholisch-Konservativen (heute CVP) in die Regierung, 1919 ein zweites. 1929 wählte die Bundesversammlung erstmals ein Mitglied der Bauern-, Gewerbe und Bürgerpartei (heute SVP) in den Bundesrat. Während des Zweiten Weltkriegs, 1943, wurden auch die Sozialdemokraten zum ersten Mal in die Regierung eingebunden.

Zauberformel und ihr Ende

1959 einigten sich die vier wählerstärksten Parteien (FDP, CVP, SP und SVP) auf die Bildung einer Regierung mit zwei Freisinnigen, zwei Christdemokraten, zwei Sozialdemokraten und einem Vertreter der Schweizerischen Volkspartei (so genannte «Zauberformel» 2:2:2:1). Dieses Verhältnis blieb 44 Jahre lang unverändert. 2003 gewann die SVP bei den Bundesratswahlen einen Sitz auf Kosten der CVP. Ihre beiden Vertreter - Samuel Schmid und die 2007 gewählte Eveline Widmer-Schlumpf - wechselten jedoch 2008 zur neugegründeten Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP). Seit den Rücktritten von Samuel Schmid und Eveline Widmer-Schlumpf stellt die SVP mit Ueli Maurer seit 2009 und Guy Parmelin seit 2016 wieder zwei Bundesräte. Seither lautet die Formel 2:2:2:1 (2 SP, 2 FDP, 2 SVP, 1 CVP).

Letzte Änderung 15.09.2017

Zum Seitenanfang

https://www.admin.ch/content/gov/de/start/bundesrat/geschichte-des-bundesrats/bundesraete-und-ihre-parteien.html