814.018

Verordnung über die Lenkungsabgabe auf flüchtigen organischen Verbindungen

(VOCV)

vom 12. November 1997 (Stand am 1. März 2013)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf die Artikel 35a und 35c des Umweltschutzgesetzes vom 7. Oktober 19831 (USG),

verordnet:

1. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

 

Flüchtige organische Verbindungen (VOC) im Sinne dieser Verordnung sind organische Verbindungen mit einem Dampfdruck von mindestens 0,1 mbar bei 20° C oder mit einem Siedepunkt von höchstens 240° C bei 1013,25 mbar.


 

Der Abgabe unterliegen:

a.
die VOC der Stoff-Positivliste (Anhang 1);
b.
die VOC nach Buchstabe a in eingeführten Gemischen und Gegenständen der Produkte-Positivliste (Anhang 2).

 

Die Zollgesetzgebung findet sinngemäss Anwendung auf die Erhebung und Rückerstattung der Abgabe und auf das Verfahren, soweit die Ein- oder Ausfuhr betroffen ist.


2. Abschnitt: Vollzug

 

1 Die Oberzolldirektion vollzieht diese Verordnung, soweit nicht das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zuständig ist. Sie berücksichtigt dabei die Fachmeinung des BAFU.

2 Das BAFU:

a.
vollzieht die Bestimmungen über die Verteilung des Abgabeertrages (Art. 23-23b);
b.
unterstützt die Oberzolldirektion beim Vollzug der Bestimmungen über die Abgabebefreiung bei Massnahmen zur Verminderung der Emissionen (Art. 9-9h);
c.
untersucht die Wirkung der Abgabe und der Abgabebefreiung bei Massnahmen zur Verminderung der Emissionen auf die Luftqualität und veröffentlicht die Ergebnisse regelmässig.

3 Die Eidgenössische Zollverwaltung stellt dem BAFU die benötigten Unterlagen zur Verfügung.

4 Die Kantone unterstützen die Vollzugsbehörden, soweit nicht der Bund abgabepflichtig ist. Sie überprüfen insbesondere:

a.
die Massnahmenpläne nach Artikel 9d sowie ihre Anpassung (Art. 9f und 9g);
b.
die Nachweise nach Artikel 9h;
c.
die VOC-Bilanzen nach Artikel 10.

5 Die Vollzugsbehörden erhalten zusammen 1,5 Prozent der Gesamteinnahmen (Bruttoertrag) als Entschädigung für ihren Aufwand.

6 Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) erlässt im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Finanzdepartement (EFD) Vorschriften über die Abgeltung der Kantone für die Unterstützung des Vollzugs.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Der Bundesrat bestellt eine Fachkommission, in welcher der Bund, die Kantone und die interessierten Kreise vertreten sind, und bestimmt als Präsidenten oder Präsidentin jeweils einen Vertreter oder eine Vertreterin des BAFU2. Die Fachkommission besteht aus höchstens zwölf Mitgliedern.

2 Die Fachkommission berät den Bund und die Kantone in Fragen der Lenkungsabgabe auf VOC, insbesondere zu Änderungen der Anhänge und zum Vollzug der Abgabebefreiung bei Massnahmen zur Verminderung der Emissionen.3


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Mai 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 1951).
2 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785). Diese Änd. wurde im ganzen Text vorgenommen.
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Die Vollzugsbehörden können unangemeldet Kontrollen durchführen, insbesondere bei Abgabepflichtigen sowie bei Personen, die eine VOC-Bilanz erstellen müssen oder die einen Rückerstattungsantrag stellen.

2 Den Vollzugsbehörden sind auf Verlangen alle Auskünfte zu erteilen und Unterlagen vorzulegen, die für den Vollzug dieser Verordnung erforderlich sind.


3. Abschnitt: Abgabesatz

 

Der Abgabesatz beträgt 3 Franken je Kilogramm VOC.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 1765).


4. Abschnitt: Abgabebefreiung und VOC-Bilanz

 

1 VOC in folgenden Gemischen und Gegenständen sind von der Abgabe befreit:

a.
Gemische und Gegenstände, in denen der VOC-Anteil höchstens 3 Prozent (% Masse) beträgt;
b.
Im Inland hergestellte Gemische und Gegenstände, die nicht auf der Produkte-Positivliste aufgeführt sind.

2 Werden Gemische und Gegenstände nach Absatz 1 Buchstabe a eingeführt, so wird die Abgabe nicht erhoben.

3 Werden Gemische und Gegenstände nach Absatz 1 Buchstaben a und b im Inland hergestellt, so werden die darin enthaltenen VOC auf Antrag der Hersteller und Herstellerinnen von der Abgabe befreit.


 

VOC, die in einer stationären Anlage nach Artikel 2 Absatz 1 und Anhang 1 Ziffer 32 der Luftreinhalte-Verordnung vom 16. Dezember 19852 (LRV) verwendet werden, sind von der Abgabepflicht befreit, wenn:

a.
die Menge der jährlichen VOC-Emissionen dieser Anlage durch Massnahmen um mindestens 50 Prozent unter die Menge VOC gesenkt wurde, die bei Einhaltung der vorsorglichen Emissionsbegrenzung nach den Artikeln 3 und 4 LRV und bei gleicher Produktion jährlich maximal emittiert werden dürfte;
b.
die dafür eingesetzte Abluftreinigungsanlage (ALURA) in gutem technischen Zustand und während 95 Prozent der Betriebszeit verfügbar ist; und
c.
die VOC-Emissionen der stationären Anlage, die nicht über die ALURA geführt werden (diffuse VOC-Emissionen), nach Anhang 3 vermindert werden.

1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).
2 SR 814.318.142.1


 

1 Mehrere stationäre Anlagen können auf Gesuch zu einer Anlagengruppe zusammengefasst werden, wenn:

a.
sie von derselben Person betrieben werden; und
b.
jede Anlage den Anforderungen der LRV genügt.2

2 Eine Anlagengruppe wird im Hinblick auf die Erfüllung der Befreiungsvoraussetzungen nach Artikel 9 wie eine einzelne stationäre Anlage behandelt.

3 Die Zusammensetzung einer Anlagengruppe kann während der Laufzeit nach Artikel 9c Absatz 1 Buchstabe b nicht geändert werden. Ausgenommen sind:

a.
der Ausschluss stillgelegter stationärer Anlagen;
b.
der nachträgliche Einbezug neu in Betrieb genommener stationärer Anlagen;
c.
der nachträgliche Einbezug stationärer Anlagen, die bereits den Anforderungen nach Anhang 3 genügen.3

4 Werden Laboratorien, deren VOC-Emissionen nicht über eine ALURA geführt werden, in eine Anlagengruppe einbezogen, so müssen diese bereits zum Zeitpunkt ihres Einbezugs den Anforderungen nach Anhang 3 genügen.4


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 13. Febr. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 573).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 13. Febr. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 573).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 13. Febr. 2013, in Kraft seit 1. März 2013 (AS 2013 573).


 

1 Wurde die nach Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b verlangte Verfügbarkeit der ALURA während eines Geschäftsjahres wegen eines ausserordentlichen Ereignisses nicht erreicht, so sind die VOC, die ausserhalb der Dauer des dadurch verursachten Stillstands der ALURA emittiert wurden, von der Abgabe befreit, wenn:

a.
die Befreiungsvoraussetzungen nach Artikel 9 ausserhalb der Dauer des Stillstands erfüllt sind;
b.
die kantonale Behörde unverzüglich über das ausserordentliche Ereignis informiert wurde; und
c.
das ausserordentliche Ereignis nicht wegen mangelhafter Wartung oder unsachgemässem Betrieb der ALURA verursacht wurde.

2 Wurde die nach Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe b verlangte Verfügbarkeit der ALURA während eines Geschäftsjahres wegen Ersatzes der ALURA nicht erreicht, so sind die VOC, die ausserhalb der Dauer des ALURA-Ersatzes emittiert wurden, von der Abgabe befreit, wenn:

a.
die Befreiungsvoraussetzungen nach Artikel 9 ausserhalb der Dauer des ALURA-Ersatzes erfüllt sind;
b.
die kantonale Behörde vorgängig über den geplanten Stillstand der ALURA informiert wurde; und
c.
die Ersatzarbeiten während den Betriebsferien oder in Zeiten mit geringer Produktion durchgeführt wurden.

1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Artikel 9 Absatz 1 Buchstabe c ist erfüllt, wenn:

a.
die stationäre Anlage den Anforderungen nach Anhang 3 bereits genügt; oder
b.
die diffusen VOC-Emissionen nach Massgabe eines von der Oberzolldirektion genehmigten Massnahmenplans so vermindert werden, dass die stationäre Anlage spätestens am 31. Dezember 2017 (Laufzeit) den Anforderungen nach Anhang 3 genügt.

2 Das UVEK passt Anhang 3 sowie die Laufzeit nach Absatz 1 Buchstabe b alle fünf Jahre nach Anhörung der betroffenen Wirtschaftszweige und der Kantone an. Es berücksichtigt dabei die technische Entwicklung.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Der Massnahmenplan nach Artikel 9c Absatz 1 Buchstabe b enthält:

a.
Angaben über den Stand der Erfüllung der Anforderungen nach Anhang 3 (Soll-Ist Analyse);
b.
die geplanten Massnahmen;
c.
den geplanten Zeitrahmen der Umsetzung der Massnahmen;
d.
das Emissionsreduktionspotenzial jeder Massnahme.

2 Er muss vorsehen, dass mindestens die Hälfte der geplanten Emissionsreduktion in den ersten drei Jahren seiner Dauer erbracht wird.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Das Gesuch um Genehmigung des Massnahmenplans ist der kantonalen Behörde spätestens am 30. April des Jahres vor Beginn der Abgabebefreiung einzureichen.

2 Das Gesuch enthält den Massnahmenplan. Betreiber von stationären Anlagen, die eine VOC-Bilanz nach Artikel 10 einzureichen haben, müssen diese dem Massnahmenplan beilegen.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Der genehmigte Massnahmenplan kann auf Gesuch angepasst werden, wenn eine oder mehrere Massnahmen durch andere Massnahmen mit mindestens gleicher Wirkung ersetzt werden können.

2 Das Gesuch um Anpassung ist der kantonalen Behörde spätestens sechs Monate vor Beginn des Geschäftsjahres einzureichen, in dem der angepasste Massnahmenplan umgesetzt werden soll.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Änderungen an der stationären Anlage, die Auswirkungen auf die diffusen VOC-Emissionen haben, sind der kantonalen Behörde unverzüglich zu melden.

2 Soweit notwendig wird der Massnahmenplan angepasst.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Wer eine Abgabebefreiung im Sinne von Artikel 35a Absatz 4 USG beansprucht, muss jährlich nachweisen, dass die Befreiungsvoraussetzungen nach Artikel 9 erfüllt sind. Insbesondere ist nachzuweisen, dass:

a.
die stationäre Anlage den Anforderungen nach Anhang 3 genügt; oder
b.
die im genehmigten Massnahmenplan vorgesehenen Massnahmen fristgerecht umgesetzt wurden und die stationäre Anlage den übrigen Anforderungen nach Anhang 3 genügt.

2 Der Nachweis ist gleichzeitig mit der VOC-Bilanz einzureichen.

3 Kann der Nachweis nicht erbracht werden, so entfällt die Abgabebefreiung für die in der stationären Anlage verwendeten VOC während dem betreffenden Geschäftsjahr.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Wer eine Abgabebefreiung im Sinne von Artikel 35a Absatz 3 Buchstabe c oder Absatz 4 USG oder eine Bewilligung zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC (Art. 21) beansprucht, muss eine VOC-Buchhaltung führen und eine VOC-Bilanz erstellen.1

2 Die VOC-Bilanz enthält:

a.
Eingänge, Lagerbestand, Ausgänge;
b.
in Gemischen oder Gegenständen verarbeitete Mengen;
c.
wiedergewonnene Mengen;
d.
im eigenen oder externen Betrieb eliminierte Mengen oder umgewandelte Mengen;
e.
Restemissionen.

3 Die Oberzolldirektion kann weitere Angaben verlangen.

4 Die VOC-Bilanz ist auf einem amtlichen Formular zu erstellen. Die Oberzolldirektion kann andere Formen zulassen.

5 Ist der Aufwand für die Erstellung der VOC-Bilanzen unverhältnismässig hoch, so kann die Oberzolldirektion Ausnahmen von den Absätzen 1 und 2 gewähren.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).


5. Abschnitt: Abgabeerhebung im Inland

 

Personen, die VOC herstellen, müssen sich bei der Oberzolldirektion melden. Diese führt ein Register.


 

Die Abgabeforderung entsteht:

a.
für VOC, die im Inland hergestellt werden, im Zeitpunkt, in dem sie den Herstellungsbetrieb verlassen oder im Herstellungsbetrieb verwendet werden;
b.
für VOC, für welche die Abgabe nach Artikel 22 Absatz 2 nachbezahlt werden muss, im Zeitpunkt, in dem die begünstigte Person die VOC selbst verwendet oder Dritten abgibt.

 

1 Hersteller und Herstellerinnen, die VOC in Verkehr bringen oder selbst verwenden, sowie Personen, die Grosshandel mit VOC betreiben und eine Bewilligung zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC haben (Art. 21 Abs. 2), müssen der Oberzolldirektion eine Abgabedeklaration bis zum 25. Tag des Monats einreichen, der auf die Entstehung der Abgabeforderung folgt.1

2 Personen, die nach Artikel 22 Absatz 2 verpflichtet sind, die Abgabe nachzubezahlen, müssen der kantonalen Behörde eine Abgabedeklaration innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres einreichen.

3 Die Deklaration enthält Angaben über Art und Menge der in Verkehr gebrachten oder verwendeten VOC. Sie erfolgt auf einem amtlichen Formular. Die Oberzolldirektion kann andere Formen zulassen.

4 Die Deklaration dient als Grundlage für die Festsetzung der Abgabe. Eine amtliche Prüfung bleibt vorbehalten.

5 Wer die Abgabedeklaration nicht vollständig oder fristgerecht einreicht, muss auf der geschuldeten Abgabe einen Verzugszins bezahlen.2


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).
2 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).


 

Massgebend für die Berechnung der Abgabe ist die Menge der VOC im Zeitpunkt der Entstehung der Abgabeforderung.


 

1 Die Oberzolldirektion setzt den Abgabebetrag mit Verfügung fest.

2 Die Zahlungsfrist beträgt 30 Tage.

3 Bei verspäteter Zahlung ist ein Verzugszins geschuldet.


 

Hat die Oberzolldirektion eine geschuldete Abgabe irrtümlich nicht oder zu niedrig oder einen rückerstatteten Abgabebetrag zu hoch festgesetzt, so fordert sie den Betrag innerhalb eines Jahres nach Eröffnung der Verfügung nach.


 

1 Die Abgabeforderung verjährt zehn Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden ist.

2 Die Verjährung wird unterbrochen:

a.
wenn die abgabepflichtige Person die Abgabeforderung anerkennt;
b.
durch jede Amtshandlung, mit der die Abgabeforderung bei der abgabepflichtigen Person geltend gemacht wird.

3 Mit jeder Unterbrechung beginnt die Verjährungsfrist neu zu laufen.

4 Die Abgabeforderung verjährt in jedem Fall 15 Jahre nach Ablauf des Kalenderjahres, in dem sie entstanden ist.


6. Abschnitt: Abgaberückerstattung

 

1 Abgaben werden nur zurückerstattet, wenn die Berechtigten nachweisen, dass die VOC so verwendet wurden, dass diese von der Abgabe befreit sind.1

2 Die Berechtigten müssen alle für die Begründung der Rückerstattung wesentlichen Unterlagen während fünf Jahren seit Einreichung des Rückerstattungsantrages aufbewahren.

3 Beträgt der Rückerstattungsanspruch weniger als 3000 Franken, so wird er nicht ausbezahlt. Ausgenommen sind Rückerstattungsbeträge von mindestens 300 Franken für die Ausfuhr von VOC.

3bis Mehrere Berechtigte können sich zu einer Gruppe zusammenschliessen und gemeinsam einen Rückerstattungsantrag stellen. Die Auszahlung des Rückerstattungsbetrags erfolgt an den von der Gruppe bezeichneten Vertreter.2

4 Die Berechtigten müssen nachweisen, dass die Abgabe entrichtet wurde.3

5 Rückerstattungsanträge können, soweit sie nicht die Ausfuhr betreffen, nur nach Abschluss des Geschäftsjahres gestellt werden.


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 1765).
2 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 2. April 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 1765).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 2. April 2008, in Kraft seit 1. Jan. 2009 (AS 2008 1765).


 

1 Rückerstattungsansprüche, soweit sie nicht die Ausfuhr betreffen, verwirken, wenn die entsprechenden Anträge nicht innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres gestellt werden.

2 Rückerstattungsansprüche erlöschen in jedem Fall zwei Jahre nach Eintritt des Rückerstattungsgrundes.


 

1 Für die Rückerstattung der Abgabe ist ein Antrag auf amtlichem Formular zu stellen und einzureichen bei:

a.
den kantonalen Behörden;
b.
der Oberzolldirektion für ausgeführte VOC.

2 Der Antrag für ausgeführte VOC muss enthalten:

a.
die auf den Ausfuhrdokumenten deklarierte Menge VOC, die während höchstens zwölf Monaten ausgeführt worden ist;
b.
Fabrikationsrapporte, Muster in Originalverpackungen oder andere Unterlagen, die für die Feststellung der ausgeführten Menge VOC nötig sind;
c.
weitere für die Berechnung der Rückerstattung erforderliche Angaben, welche die Oberzolldirektion verlangt.

7. Abschnitt: Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC (Verpflichtungsverfahren)2

 

1 Die Oberzolldirektion kann Personen eine Bewilligung zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC erteilen, wenn sie sich verpflichten, insgesamt jährlich mindestens 50 t VOC:

a.
so zu verwenden oder so zu behandeln, dass sie nicht in die Umwelt gelangen können; oder
b.
zu exportieren.2

1a …3

1bis Sie kann diese Bewilligung auch Personen erteilen, die einen Stoff nach Anhang 1 dieser Verordnung verwenden, wenn sie nachweisen, dass:

a.
der Anteil dieses Stoffes an ihrem Gesamtverbrauch von VOC mindestens 55 Prozent beträgt;
b.
sie jährlich mindestens 1 Tonne dieses Stoffes verwenden; und
c.
durch verfahrensbedingte chemische Umwandlung bei Verwendung dieses Stoffes im Durchschnitt höchstens 2 Prozent in die Umwelt gelangen können.4
2 Die Bewilligung kann auch Personen erteilt werden, die Grosshandel mit VOC betreiben und einen durchschnittlichen Lagerbestand von mindestens 50 t VOC nachweisen.5

3 Die Verpflichtung oder der Nachweis ist bei der Oberzolldirektion zu hinterlegen.

4 Die Oberzolldirektion führt ein öffentliches Register der Personen, die eine Bewilligung zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC haben.6


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 26. Juni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3117).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 4. Dez. 2000 (AS 2000 3049). Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, mit Wirkung seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).
4 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 26. Juni 2002, in Kraft seit 1. Dez. 2002 (AS 2002 3117).
6 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).


 

1 Wer eine Bewilligung nach Artikel 21 hat, muss die VOC-Bilanz spätestens sechs Monate nach Abschluss des Geschäftsjahres der kantonalen Behörde einreichen.

2 Für VOC, die so verwendet werden, dass sie nicht von der Abgabe befreit sind, muss die Abgabe nachbezahlt werden.

3 …1

4 Die Unterlagen des Verfahrens zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC sind während fünf Jahren seit Einreichung der VOC-Bilanz aufzubewahren.2


1 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 2. April 2008, mit Wirkung seit 1. Juni 2008 (AS 2008 1765).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).


 

Die anmeldepflichtige Person, die eine neue Zollveranlagung nach Artikel 34 Absatz 3 des Zollgesetzes vom 18. März 20052 beantragt, muss nachweisen, dass zum Zeitpunkt der ursprünglichen Zollanmeldung eine Bewilligung zum Bezug von vorläufig abgabebefreiten VOC vorhanden war.


1 Eingefügt durch Anhang 4 Ziff. 43 der Zollverordnung vom 1. Nov. 2006, in Kraft seit 1. Mai 2007 (AS 2007 1469).
2 SR 631.0


 

1 Wird die VOC-Bilanz nicht vollständig oder nicht fristgerecht eingereicht, so wird die Bewilligung nach Artikel 21 ab Beginn des kommenden Geschäftsjahres für drei Jahre sistiert.

2 Die Oberzolldirektion setzt eine Nachfrist an zur Nachreichung einer vollständigen VOC-Bilanz.

3 Für die Abgaben, die nach Artikel 22 Absatz 2 aufgrund der nachgereichten Bilanz nachzubezahlen sind, ist ein Verzugszins geschuldet. Dieser ist ab dem Ablauf der Einreichungsfrist nach Artikel 22 Absatz 1 geschuldet.

4 Verstreicht die Nachfrist nach Absatz 2 unbenützt, so setzt die Oberzolldirektion die nachzubezahlende Abgabe nach pflichtgemässem Ermessen und unter Berücksichtigung der belasteten Ausgänge der Vorjahre fest.


1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 2. April 2008, in Kraft seit 1. Juni 2008 (AS 2008 1765)


8. Abschnitt: Verteilung des Abgabeertrages

 

1 Die Versicherer verteilen im Auftrag und unter Aufsicht des BAFU den Abgabeertrag an die Bevölkerung.

2 Die Verteilung erfolgt jeweils im übernächsten Jahr (Verteilungsjahr) gestützt auf den Jahresertrag des Erhebungsjahrs.

3 Der Jahresertrag entspricht den Einnahmen per 31. Dezember einschliesslich Zinsen.

4 Als Versicherer gelten:

a.
die Versicherer der obligatorischen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz vom 18. März 19942 über die Krankenversicherung (KVG);
b.
die Militärversicherung nach dem Bundesgesetz vom 19. Juni 19923 über die Militärversicherung (MVG).

5 Die Versicherer verteilen den Jahresertrag in gleichmässigen Beträgen auf alle Personen, die im Verteilungsjahr:

a.
der Versicherungspflicht nach KVG oder nach Artikel 2 Absatz 1 oder 2 MVG unterstehen; und
b.
ihren Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Schweiz haben.

6 An Personen, die während dem Verteilungsjahr nur zeitweise bei einem Versicherer versichert sind, werden die Beträge entsprechend dieser Zeitdauer verteilt.4

7 Die Versicherer verrechnen die Beträge mit den im Verteilungsjahr fälligen Prämienrechnungen.5


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 11. Mai 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012, mit Ausnahme von Abs. 7 erster Satz, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2011 1951).
2 SR 832.10
3 SR 833.1
4 Fassung gemäss Art. 137 der CO2-Verordnung vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 7005).
5 Fassung gemäss Art. 137 der CO2-Verordnung vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 7005).


 

1 Der Jahresertrag wird den Versicherern jeweils bis zum 30. Juni des Verteilungsjahres anteilsmässig ausgerichtet.

2 Massgebend für die Berechnung des Anteils jedes Versicherers ist die Anzahl der bei ihm versicherten Personen, die per 1. Januar des Verteilungsjahres die Voraussetzungen nach Artikel 23 Absatz 5 erfüllen.

3 Die Differenz zwischen dem ausgerichteten Anteil und der Summe der tatsächlich verteilten Beträge wird jeweils im nächsten Jahr ausgeglichen.


1 Eingefügt durch Art. 137 der CO2-Verordnung vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 7005).


 

1 Jeder Versicherer meldet dem Bundesamt für Gesundheit bis zum 20. März des Verteilungsjahres:

a.
die Anzahl der bei ihm versicherten Personen, die per 1. Januar des Verteilungsjahres die Voraussetzungen nach Artikel 23 Absatz 5 erfüllen;
b.
die Summe der im Vorjahr tatsächlich verteilten Beträge.

2 Die Versicherer informieren die versicherten Personen anlässlich der Mitteilung der neuen Prämie für das Verteilungsjahr über die Höhe des zu verteilenden Betrags.


1 Ursprünglich Art. 23a. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 11. Mai 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 1951).


 

Für die Entschädigung der Versicherer gilt Artikel 123 der CO2-Verordnung vom 30. November 20122.


1 Ursprünglich Art. 23b. Eingefügt durch Ziff. I der V vom 11. Mai 2011, in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 1951).Fassung gemäss Art. 137 der CO2-Verordnung vom 30. Nov. 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 7005).
2 SR 641.711


9. Abschnitt: Schlussbestimmungen

 

Personen, die VOC herstellen, müssen sich innerhalb von drei Monaten seit Inkrafttreten dieser Verordnung bei der Oberzolldirektion melden.


 

1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1998 in Kraft.

2 Die Lenkungsabgabe wird erstmals am 1. Januar 2000 erhoben.1


1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).


Übergangsbestimmung der Änderung vom 27. Juni 20123

Das Gesuch um Genehmigung des Massnahmenplans im Hinblick auf eine Abgabebefreiung im Jahr 2013 ist spätestens am 30. April 2013 einzureichen.


Anhang 11

(Art. 2 Bst. a)

Stoff-Positivliste (der Abgabe unterstellte flüchtige
organische Verbindungen, VOC)

Zolltarif-Nr.2

Stoff(e)/Stoffgruppe(n)

CAS-Nummer

2914.1100

Aceton

67-64-1

2707.5090

Aromatische KW-Gemische (u.a. Solvent Naphtha)*3

diverse

2707.1090 + 2902.2090

Benzol

71-43-2

ex

2915.3980

Benzylacetat

140-11-4

ex

2909.1999

Bis(2-ethoxyethyl)ether (Diethylenglykoldiethylether, Diethyldiglykol)

112-36-7

ex

2909.1999

Bis(2-methoxyethyl)ether (Diethylenglykoldimethylether, Dimethyldiglykol)

111-96-6

2711.1390 + ex 2901.1019

n-Butan

106-97-8

2905.1300

Butan-1-ol (n-Butylalkohol)

71-36-3

ex

2905.1490

Butan-2-ol (sec-Butylalkohol)

78-92-2

ex

2909.4390

2-n-Butoxyethanol (Ethylenglykolmonobutylether, Butylglykol)

111-76-2

ex

2909.4390

2-(2-n-Butoxyethoxy)ethanol (Diethylenglykolmonobutylether, Butyldiglykol)

112-34-5

ex

2915. 3980

2-n-Butoxyethylacetat (Ethylenglykolmono-butyletheracetat, Butylglykolacetat)

112-07-2

ex

2909.4999

Butoxypropanole (Isomerengemische)

diverse

ex

2909.4999

1-n-Butoxypropan-2-ol

5131-66-8

ex

2909.4999

1-tert-Butoxypropan-2-ol

57018-52-7

2915.3300

n-Butylacetat

123-86-4

ex

2932.2000

4-Butyrolacton (Tetrahydro-2-furanon)

96-48-0

2902.7090

Cumol (Isopropylbenzol)

98-82-8

2902.1190

Cyclohexan

110-82-7

ex

2914.2200

Cyclohexanon

108-94-1

ex

2902.9099 + ex 3805.9000

p-Cymol

99-87-6

2903.1200

Dichlormethan (Methylenchlorid)

75-09-2

Zolltarif-Nr.

Stoff(e)/Stoffgruppe(n)

CAS-Nummer

ex

2909.1999

1,2-Diethoxyethan (Ethylenglykoldiethylether, Diethylglykol)

629-14-1

2909.1100

Diethylether

60-29-7

ex

2909.1999

Diisopropylether (2-Isopropoxypropan)

108-20-3

ex

2909.1999

1,2-Dimethoxyethan (Ethylenglykoldimethylether, Dimethylglykol)

110-71-4

ex

2909.1999

Dimethylether

115-10-6

ex

2932.9980

1,4-Dioxan (Diethylendioxid)

123-91-1

ex

2909.4999

Dipropylenglykol(mono)methylether (DPM) (Isomerengemische)

diverse

ex

2909.1999

Di-n-propylether (Propylether)

111-43-3

2915.2100

Essigsäure

64-19-7

2915.2400

Essigsäureanhydrid

108-24-7

Ethanol, soweit es sich um gebrannte Wasser handelt, die nicht zu Trink- und Genusszwecken dienen können (Art. 31 Alkoholgesetz)

64-17-5

ex

2909. 4480

2-Ethoxyethanol (Ethylenglykolmonoethylether, Ethylglykol)

110-80-5

ex

2909.4999

1-Ethoxypropan-2-ol (Propylenglykolmonoethylether)

1569-02-4

2915.3100

Ethylacetat

141-78-6

2902.6090

Ethylbenzol

100-41-4

ex

2915.1300

Ethylformiat

109-94-4

2912.1100

Formaldehyd (Methanal)

50-00-0

ex

2901.1099

Heptan

142-82-5

ex

2901.1099

Hexan

110-54-3

ex

2905.1980

Hexan-1-ol

111-27-3

ex

2914.4090

4-Hydroxy-4-methylpentan-2-on (Diacetonalkohol)

123-42-2

2915.3980

Isobutylacetat

110-19-0

ex

2915.3980

Isopropylacetat

108-21-4

2710.1299

Leichtöle und Zubereitungen*4

diverse

ex

2902.1999

D-Limonen ((R)-p-Mentha-1,8-dien)

5989-27-5

ex

2902.1999

DL-Limonen ((RS)-p-Mentha-1,8-dien)

138-86-3

ex

2902.1999

L-Limonen ((S)-p-Mentha-1,8-dien)

D-, DL- und L-Limonen aus terpenhaltigen Ölen (z.B. Orangenterpen, Dipenten)

5989-54-8

2905.1190

Methanol

67-56-1

ex

2915.3980

1-Methoxy-2-propylacetat (Propylenglykolmonomethyletheracetat)

108-65-6

ex

2909. 4480

2-Methoxyethanol (Ethylenglykolmonomethylether, Methylglykol)

109-86-4

ex

2915. 3980

2-Methoxyethylacetat (Methylglykolacetat)

110-49-6

ex

2909.4999

1-Methoxypropan-2-ol (Propylenglykolmonomethylether)

107-98-2

ex

2909.4999

2-(3-Methoxypropoxy)propan-1-ol

34590-94-8

ex

2915.3980

Methylacetat

79-20-9

ex

2901.1099

2-Methylbutan (i-Pentan)

78-78-4

ex

2902.1999

Methylcyclohexan

108-87-2

2914.1200

Methylethylketon (2-Butanon, MEK)

78-93-3

ex

2915.1300

Methylformiat

107-31-3

ex

2901.1099

2-Methylpentan (i-Hexan)

107-83-5

2914.1300

4-Methylpentan-2-on (Methylisobutylketon, MIBK)

108-10-1

2711.1390 + ex 2901.1019

2-Methylpropan (Isobutan)

75-28-5

ex

2905.1490

2-Methylpropan-1-ol (Isobutanol)

78-83-1

ex

2933.7900

N-Methyl-2-pyrrolidon (1-Methyl-2-pyrrolidinon)

872-50-4

ex

2901.1099

n-Pentan

109-66-0

ex

2905.1980

Pentan-1-ol (n-Amylalkohol)

71-41-0

ex

2905.1980

Pentan-2-ol (sek. Amylalkohol)

6032-29-7

ex

2905.1980

Pentanole (Isomerengemische)

diverse

2710.1291

Petrolether+Benzine (hauptsächlich nichtaromatische KW-Gemische)

diverse

2710.1991

Petroleum (hauptsächlich nichtaromatische KW-Gemische)*5

diverse

2711.1290 + ex 2711.2990

Propan

74-98-6

ex

2905.1290

Propan-1-ol

71-23-8

ex

2905.1290

Propan-2-ol (Isopropylalkohol, Isopropanol)

67-63-0

ex

2909.4480

2-Propoxyethanol (Ethylenglykolmonopropylether, Propylglykol)

2807-30-9

ex

2915.3980

n-Propylacetat

109-60-4

2903.2300

Tetrachlorethen (Perchlorethylen, PER)

127-18-4

2932.1100

Tetrahydrofuran (Oxolan)

109-99-9

2707.2090 + 2902.3090

Toluol

108-88-3

2903.2200

Trichlorethen

79-01-6

ex

2902.9099

Trimethylbenzole (1,2,3-, 1,2,4- und 1,3,5-Trimethylbenzol)

526-73-8 95-63-6 108-67-8

2710.1292

White Spirits (hauptsächlich nichtaromatische KW-Gemische)*

diverse

2902.4190

o-Xylol

95-47-6

2902.4290

m-Xylol

108-38-3

2902.4390

p-Xylol

106-42-3

2707.3090 + 2902.4490

Xylole (Isomerengemische)

diverse


1 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 2. April 2008 (AS 2008 1765 3433). Bereinigt gemäss Anhang 3 Ziff. 16 der V vom 22. Juni 2011 über die Änderung des Zolltarifs (AS 2011 3331) und gemäss Ziff. II Abs. 1 der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013(AS 2012 3785).
2 SR 632.10 Anhang
3* Fraktionen bis 240 °C.
4* Fraktionen bis 240 °C
5* Fraktionen bis 240 °C.


Anhang 21

(Art. 2 Bst. b)

Produkte-Positivliste (der Abgabe unterstellte flüchtige
organische Verbindungen, VOC)

Zolltarif-Nr.2

Produkt(e)/Produktegruppe(n)

ex

2207.

Ethylalkohol, nicht denaturiert, mit einem Alkoholgehalt von 80 % Vol oder mehr; Ethylalkohol und Branntwein, denaturiert, mit beliebigem Alkoholgehalt; zu anderen als zu Trink- oder Genusszwecken

1000

-  Ethylalkohol, nicht denaturiert, mit einem Alkoholgehalt von 80 % Vol     oder mehr

2000

-  Ethylalkohol und Branntwein, denaturiert, mit beliebigem Alkohol-    gehalt

ex

2208.

Ethylalkohol, nicht denaturiert, mit einem Alkoholgehalt von weniger als 80 % Vol; Branntwein, Likör und andere Spirituosen; zu anderen als zu Trink- oder Genusszwecken

-  andere:

9010

-  -  Ethylalkohol, nicht denaturiert, mit einem Alkoholgehalt von         weniger als 80 % Vol

ex

2209.

0000

Speiseessig und Speiseessigersatz aus Essigsäure, nicht zu Speisezwecken

2710.

Erdöle oder Öle aus bituminösen Mineralien (andere als rohe Öle) und anderweit weder genannte noch inbegriffene Zubereitungen mit einem Gewichtsanteil an Erdölen oder Ölen aus bituminösen Mineralien von 70 % oder mehr, in denen diese Öle den wesentlichen Bestandteil bilden, andere als solche die Biodiesel enthalten und andere als Ölabfälle:

-  zu anderen Zwecken:

1994

-  -  Mineralöldestillate, bei denen weniger als 20 % Vol vor 300 °C         übergehen, vermischt

1999

-  -  andere Destillate und Produkte

Erdöle oder Öle aus bituminösen Mineralien (andere als rohe Öle) und anderweit weder genannte noch inbegriffene Zubereitungen mit einem Gewichtsanteil an Erdölen oder Ölen aus bituminösen Mineralien von 70 % oder mehr, in denen diese Öle den wesentlichen Bestandteil bilden, Biodiesel enthaltend, andere als Ölabfälle:

2090

-  zu anderen Zwecken

2711

Erdgas und andere gasförmige Kohlenwasserstoffe:

-  verflüssigt:

-  -  andere

1990

-  -  -  andere

2715.

0000

Bituminöse Mischungen auf der Grundlage von Naturasphalt oder Naturbitumen, Bitumen aus Erdöl, Mineralteer oder Mineralteerpech (z.B. Asphaltmix, Verschnittbitumen)

Zolltarif-Nr.

Produkt(e)/Produktegruppe(n)

3201.

Gerbstoffauszüge pflanzlichen Ursprungs; Tannine und ihre Salze, Ether, Ester und andere Derivate:

1000

-  Quebrachoauszug

2000

-  Mimosaauszug

9000

-  andere

3202.

Synthetische organische Gerbstoffe; anorganische Gerbstoffe; Gerbstoffzubereitungen, auch natürliche Gerbstoffe enthaltend; Enzymzubereitungen zum Vorgerben:

1000

-  synthetische organische Gerbstoffe

9000

-  andere

3203.

Farbstoffe pflanzlichen oder tierischen Ursprungs (einschliesslich Farbstoffauszüge, ausgenommen tierische Schwärzen), auch chemisch einheitlich; in Anmerkung 3 zu diesem Kapitel genannte Zubereitungen auf der Grundlage pflanzlicher oder tierischer Farbstoffe:

0010

-  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

0090

-  andere

3204.

Synthetische organische Farbstoffe, auch chemisch einheitlich; in Anmerkung 3 zu diesem Kapitel genannte Zubereitungen auf der Grundlage synthetischer organischer Farbstoffe; synthetische organische Erzeugnisse der als fluoreszierende Aufheller oder als Luminophore verwendeten Art, auch chemisch einheitlich:

-  synthetische organische Farbstoffe und in Anmerkung 3 zu diesem     Kapitel genannte Zubereitungen auf der Grundlage dieser Farbstoffe:

.

1100

-  -  Dispersionsfarbstoffe und Zubereitungen auf der Grundlage dieser         Farbstoffe

-  -  Säurefarbstoffe, auch metallisiert, und Zubereitungen auf der         Grundlage dieser Farbstoffe; Beizenfarbstoffe und Zubereitungen         auf der Grundlage dieser Farbstoffe:

1210

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1290

-  -  -  andere

-  -  basische Farbstoffe und Zubereitungen auf der Grundlage dieser         Farbstoffe:

1310

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1390

-  -  -  andere

1400

-  -  Direktfarbstoffe und Zubereitungen auf der Grundlage dieser         Farbstoffe

1500

-  -  Küpenfarbstoffe (einschliesslich der in diesem Zustand als         Pigmentfarben verwendbaren) und Zubereitungen auf der Grundlage         dieser Farbstoffe

1600

-  -  Reaktivfarbstoffe und Zubereitungen auf der Grundlage dieser         Farbstoffe

1700

-  -  Pigmentfarbstoffe und Zubereitungen auf der Grundlage dieser         Farbstoffe

-  -  andere, einschliesslich der Mischungen von mindestens zwei Farb-        stoffen der Nrn. 3204.11 bis 3204.19:

1910

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1990

-  -  -  andere

2000

-  synthetische organische Erzeugnisse der als fluoreszierende Aufheller     verwendeten Art

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3205.

0000

Farblacke; in Anmerkung 3 zu diesem Kapitel genannte Zubereitungen auf der Grundlage dieser Farblacke

3206.

Andere Farbstoffe; in Anmerkung 3 zu diesem Kapitel genannte Zubereitungen, ausgenommen solche der Nrn. 3203, 3204 oder 3205; anorganische Erzeugnisse der als Luminophore verwendeten Art, auch chemisch einheitlich:

-  Pigmente und Zubereitungen auf der Grundlage von Titandioxid:

1100

-  -  80 % oder mehr Titandioxid enthaltend, auf die Trockensubstanz         berechnet

1900

-  -  andere

2000

-  Pigmente und Zubereitungen auf der Grundlage von     Chromverbindungen

-  andere Farbstoffe und andere Zubereitungen:

4100

-  -  Ultramarin und seine Zubereitungen

4200

-  -  Lithopone, andere Pigmente und Zubereitungen auf der Grundlage         von Zinksulfid

4900

-  -  andere

5000

-  anorganische Erzeugnisse der als Luminophore verwendeten Art

3207.

Zubereitete Pigmente, zubereitete Trübungsmittel und zubereitete Farben, Schmelzglasuren und andere verglasbare Massen, Engoben, flüssige Glanzmittel und ähnliche Zubereitungen, der in der Keramik-, Emaillier- oder Glasindustrie verwendeten Art; Glasfritte und anderes Glas in Form von Pulver, Körnern, Schuppen oder Flocken:

1000

-  Zubereitete Pigmente, zubereitete Trübungsmittel und zubereitete     Farben und ähnliche Zubereitungen

2000

-  Schmelzglasuren und andere verglasbare Massen, Engoben und     ähnliche Zubereitungen

3000

-  flüssige Glanzmittel und ähnliche Zubereitungen

4000

-  Glasfritte und anderes Glas, in Form von Pulver, Körnern, Schuppen     oder Flocken

3208.

Anstrichfarben und Lacke auf der Grundlage von synthetischen Polymeren oder modifizierten natürlichen Polymeren, in einem nicht wässerigen Medium dispergiert oder gelöst; Lösungen im Sinne der Anmerkung 4 zu diesem Kapitel:

1000

-  auf der Grundlage von Polyestern

2000

-  auf der Grundlage von Acryl - oder Vinylpolymeren

9000

-  andere

3209.

Anstrichfarben und Lacke auf der Grundlage von synthetischen Polymeren oder modifizierten natürlichen Polymeren, in einem wässerigen Medium dispergiert oder gelöst:

1000

-  auf der Grundlage von Acryl - oder Vinylpolymeren

9000

-  andere

3210.

0000

Andere Anstrichfarben und Lacke; zubereitete Wasserpigmentfarben der zur Lederzurichtung verwendeten Art

3211.

0000

Zubereitete Sikkative

3212.

Pigmente (einschliesslich Metallpulver und -flitter), in nichtwässerigen Medien dispergiert, flüssig oder pastenförmig, der zur Herstellung von Anstrichfarben verwendeten Art; Prägefolien; Färbemittel und andere Farbstoffe in Formen oder Verpackungen für den Einzelverkauf:

1000

-  Prägefolien

9000

-  andere

3213.

Farben für Kunstmaler, für den Unterricht, für die Plakatmalerei, für Farbtönungen, zur Unterhaltung und ähnliche Farben, in Täfelchen, Tuben, Töpfchen, Fläschchen, Näpfchen oder ähnlichen Aufmachungen:

1000

-  Farben in Zusammenstellungen

9000

-  andere

3214.

Glaserkitt, Harzzement und andere Kitte; Spachtelmassen für Malerarbeiten; nicht feuerfeste Verputzmassen in der für Maurerarbeiten verwendeten Art:

1000

-  Glaserkitte, Harzzemente und andere Kitte; Spachtelmassen für     Malerarbeiten

9000

-  andere

3215.

Druckfarben, Tinten und Tuschen zum Schreiben oder Zeichnen sowie andere Tinten und Tuschen, auch konzentriert oder in fester Form:

-  Druckfarben:

1100

-  -  schwarze

1900

-  -  andere

9000

-  andere

3301.

Etherische Öle (auch terpenfrei gemacht), einschliesslich fester (konkreter) oder absoluter; Resinoide; Extraktions-Oleoresine; Konzentrate etherischer Öle in Fetten, nichtflüchtigen Ölen, Wachsen oder ähnlichen Stoffen, durch Enfleurage oder Mazeration gewonnen; terpenhaltige Nebenerzeugnisse aus der Herstellung terpenfreier etherischer Öle; destillierte aromatische Wässer und wässerige Lösungen etherischer Öle:

-  etherische Öle von Zitrusfrüchten:

1200

-  -  Orangenöl

1300

-  -  Zitronenöl

1900

-  -  andere

-  etherische Öle, ausgenommen von Zitrusfrüchten:

2400

-  -  Pfefferminzöl (Mentha piperita)

2500

-  -  andere Minzenöle

-  -  andere:

2910

-  -  -  Eucalyptus- und Sandelholzöle

2930

-  -  -  Anis-, Bay-, Campher-, Cananga-, Carvi-, Fichtennadel-,             Geranium-, Guajakholz-, Gurjunbalsam-, Kabriuvaholz-, Lavendel-             und Lavandin-, Lemongrass-, Litsea Cubeba-, Nelken-,             Palmarosa-, Petitgrain-, Patchouli-, Rauten-, Rosenholz-             (einschliesslich mexikanisches Linaloeöl), Rosmarin-, Sassafras-,             Shiu-(Ho-), Spick-, Sternanis-, Thymian-, Vetiver-, Wacholder-,             Wermut-, Zedernholz-, Zimt-, Zitronellaöle

2980

-  -  -  andere

-  -  andere:

9090

-  -  -  andere

3302.

Mischungen von Riechstoffen und Mischungen (einschliesslich alkoholischer Lösungen) auf der Grundlage eines oder mehrerer dieser Stoffe, der als Industrierohstoffe verwendeten Art; andere Zubereitungen auf der Grundlage von Riechstoffen, der zum Herstellen von Getränken verwendeten Art:

9000

-  andere

3303.

0000

Parfüm und Toilettenwasser

3304.

Schönheitsmittel, Schminken und Hautpflegemittel, zubereitet, ausgenommen Arzneiwaren, einschliesslich Sonnenschutz- oder Bräunungsmittel; Zubereitungen für die Hand- oder Fusspflege:

1000

-  Schminken für die Lippen

2000

-  Schminken für die Augen

3000

-  Zubereitungen für die Hand- oder Fusspflege

-  andere:

9100

-  -  Puder, einschliesslich feste Puder

9900

-  -  andere

3305.

Zubereitungen für die Haarpflege:

1000

-  Haarwaschmittel

2000

-  Zubereitungen für die permanente Haarverformung

3000

-  Haarlacke

9000

-  andere

3306.

Zubereitungen für die Mund- oder Zahnhygiene, einschliesslich Haftpuder und -cremen für künstliche Gebisse; Garne zur Reinigung der Zahnzwischenräume (Zahnseide), für den Einzelverkauf aufgemacht:

1000

-  Zahnpflegemittel

2000

-  Garne zur Reinigung der Zahnzwischenräume (Zahnseide)

-  andere:

9010

-  -  Haftmittel für Zahnprothesen

9090

-  -  andere

3307.

Zubereitungen zur Verwendung vor, beim oder nach dem Rasieren, Körperdesodorierungsmittel, zubereitete Badezusätze, Enthaarungsmittel, andere zubereitete Riechstoffe oder Körperpflegemittel und andere kosmetische Zubereitungen, anderweit weder genannt noch inbegriffen; zubereitete Raumdesodorierungsmittel, auch nicht parfümiert, auch mit desinfizierenden Eigenschaften:

1000

-  Zubereitungen zur Verwendung vor, beim oder nach dem Rasieren

2000

-  Körperdesodorierungsmittel und Antitranspirationsmittel

3000

-  parfümierte Salze und andere zubereitete Badezusätze

-  Zubereitungen zum Parfümieren oder Desodorieren von Räumen,     einschliesslich der Riechstoffe für religiöse Zeremonien:

4100

-  -  «Agarbatti» (Räucherstäbchen) und andere Riechstoffe zum         Abbrennen

4900

-  -  andere

-  andere:

9010

-  -  Lösungen für Kontaktlinsen oder künstliche Augen

9090

-  -  andere

ex

3401.

Seifen; als Seife verwendbare organische grenzflächenaktive Erzeugnisse und Zubereitungen, in Stangen, Blöcken, geformten Stücken oder Figuren, auch Seife enthaltend; organisch grenzflächenaktive Erzeugnisse und Zubereitungen zum Waschen der Haut, in flüssiger oder dickflüssiger Form, in Aufmachung für den Einzelverkauf, auch Seife enthaltend; Papier, Watte, Filze und Vliesstoffe, mit Seife oder Reinigungsmitteln imprägniert, bestrichen oder überzogen:

-  Seifen, organische grenzflächenaktive Erzeugnisse und Zubereitungen     in Stangen, Blöcken, geformten Stücken oder Figuren; Papier, Watte,     Filze und Vliesstoffe, mit Seife oder Reinigungsmitteln imprägniert,     bestrichen oder überzogen:

1100

-  -  zur Körperpflege (einschliesslich derjenigen zu medizinischen         Zwecken)

-  -  andere:

1990

-  -  -  andere (als gewöhnliche Seifen)

3000

-  organisch grenzflächenaktive Erzeugnisse und Zubereitungen zum     Waschen der Haut, in flüssiger oder dickflüssiger Form,     in Aufmachung für den Einzelverkauf, auch Seife enthaltend

ex

3402.

Organische grenzflächenaktive Stoffe (ausgenommen Seifen); grenzflächenaktive Zubereitungen, zubereitete Waschmittel (einschliesslich Waschhilfsmittel) und zubereitete Reinigungsmittel, auch Seife enthaltend, ausgenommen solche der Nr. 3401; ausgenommen gebrauchsfertiger Textilwaschmittel der Tarifnummer 3402.2000/9000.

-  organische grenzflächenaktive Stoffe, auch in Aufmachungen für den     Einzelverkauf:

-  -  anionaktiv:

1110

-  -  -  Ölsulfonate

1190

-  -  -  andere

-  -  kationaktiv:

1210

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1290

-  -  -  andere

-  -  nicht ionogen:

1310

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1390

-  -  -  andere

1900

-  -  andere

2000

-  Zubereitungen in Aufmachungen für den Einzelverkauf

9000

-  andere

3403.

Zubereitete Schmiermittel (einschliesslich Schneidöle, Zubereitungen zum Lösen von Schrauben, zubereitete Rostschutz- oder Korrosionsschutzmittel und Formentrennmittel, auf der Grundlage von Schmierstoffen) und Zubereitungen der als Schmälzmittel für Spinnstoffe, Mittel zum Ölen oder Fetten von Leder, Pelzen oder anderen Stoffen verwendeten Art, ausgenommen solche, die als wesentlichen Bestandteil 70 Gewichtsprozent oder mehr Erdöl oder Öl aus bituminösen Mineralien enthalten:

-  Erdöl oder Öl aus bituminösen Mineralien enthaltend:

1100

-  -  Zubereitungen zum Behandeln von Spinnstoffen, Leder, Pelzen         oder anderen Stoffen

1900

-  -  andere

-  andere:

9100

-  -  Zubereitungen zum Behandeln von Spinnstoffen, Leder, Pelzen         oder anderen Stoffen

9900

-  -  andere

3405.

Schuhwichsen und Schuhcremen, Möbel- oder Fussbodenwachse, Poliermittel für Karosserien, Glas oder Metalle, Scheuerpasten und -pulver und ähnliche Zubereitungen (auch in Form von Papier, Watte, Filz, Vliesstoff, Zellkunststoff oder Zellkautschuk, mit diesen Zubereitungen imprägniert, bestrichen oder überzogen), ausgenommen Wachse der Nr. 3404:

1000

-  Wichsen, Cremen und ähnliche Zubereitungen für Schuhe oder Leder

2000

-  Wachse und ähnliche Zubereitungen für Holzmöbel, Parkette und     andere Holzwaren

3000

-  Poliermittel und ähnliche Zubereitungen für Karosserien, andere als     Poliermittel für Metalle

4000

-  Scheuerpasten, Scheuerpulver und andere zubereitete Scheuermittel

9000

-  andere

3506.

Zubereitete Klebstoffe, anderweit weder genannt noch inbegriffen; Erzeugnisse aller Art zur Verwendung als Klebstoff, in Einzelverkaufspackungen mit einem Nettogewicht von nicht mehr als 1 kg, als Klebstoff aufgemacht:

1000

-  Erzeugnisse aller Art zur Verwendung als Klebstoff, in     Einzelverkaufspackungen mit einem Nettogewicht von nicht mehr als     1 kg, als Klebstoff aufgemacht

-  andere:

-  -  Klebstoffe auf der Grundlage von Kautschuk oder Kunststoffen         (einschliesslich Kunstharzen):

9110

-  -  -  in organischen Lösungsmitteln

9120

-  -  -  in Wasser

9190

-  -  -  andere

-  -  andere:

9910

-  -  -  zu Futterzwecken

9990

-  -  -  andere

3707.

Chemische Zubereitungen für photographische Zwecke, ausgenommen Lacke, Klebstoffe und ähnliche Zubereitungen; unvermischte Erzeugnisse, entweder für photographische Zwecke dosiert oder gebrauchsfertig in Aufmachungen für den Einzelverkauf:

1000

-  Emulsionen zur Erzeugung lichtempfindlicher Oberflächen

9000

-  andere

3805.

Balsamterpentinöl, Kienöl, Wurzelterpentinöl oder Sulfatterpentinöl und andere terpenhaltige Öle aus der Destillation oder einer anderen Behandlung der Nadelhölzer; Dipenten, roh; Sulfitterpentinöl und anderes P-Cymol, roh; Pine-Öl, als Hauptbestandteil alpha-Terpineol enthaltend:

1000

-  Balsamterpentinöl, Kienöl, Wurzelterpentinöl oder Sulfatterpentinöl

9000

-  andere

3808.

Insekticide, Rodenticide, Fungicide, Herbicide, Keimhemmungsmittel und Pflanzenwuchsregulatoren, Desinfektionsmittel und ähnliche Erzeugnisse, in Formen oder Aufmachungen für den Einzelverkauf oder in Form von Zubereitungen oder Waren, wie Schwefelbänder, Schwefelfäden, Schwefelkerzen und Fliegenfänger:

-  in Unternummern-Anmerkung 1 zu diesem Kapitel genannte Waren:

5010

-  -  auf der Grundlage von Schwefel oder Kupferverbindungen

5090

-  -  andere

-  andere:

-  -  Insektizide:

9110

-  -  -  auf der Grundlage von Schwefel oder Kupferverbindungen

9190

-  -  -  andere

-  -  Fungizide:

9210

-  -  -  auf der Grundlage von Schwefel oder Kupferverbindungen

9290

-  -  -  andere

-  -  Herbizide, Keimhemmungsmittel und Pflanzenwuchsregulatoren:

9310

-  -  -  auf der Grundlage von Schwefel oder Kupferverbindungen

9390

-  -  -  andere

-  -  Desinfektionsmittel:

9410

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1 b

9490

-  -  -  andere

9900

-  -  andere

3809.

Appretur- oder Ausrüstungsmittel, Beschleuniger zum Färben oder Fixieren von Farbstoffen und andere Erzeugnisse und Zubereitungen (z. B. zubereitete Schlichtemittel und zubereitete Beizmittel), der in der Textilindustrie, Papierindustrie, Lederindustrie oder in ähnlichen Industrien verwendeten Art, anderweit weder genannt noch inbegriffen:

-  auf der Grundlage von Stärke oder Stärkederivaten:

1010

-  -  zu Futterzwecken

1090

-  -  andere

-  andere:

9100

-  -  der in der Textilindustrie oder in ähnlichen Industrien verwendeten         Art

9200

-  -  der in der Papierindustrie oder in ähnlichen Industrien verwendeten         Art

9300

-  -  der in der Lederindustrie oder in ähnlichen Industrien verwendeten         Art

3810.

Zubereitungen zum Abbeizen von Metallen; Flussmittel und andere Hilfsmittel zum Schweissen oder Löten von Metallen; Pasten und Pulver zum Schweissen oder Löten, aus Metall und anderen Stoffen bestehend; Zubereitungen der als Überzugs- oder Füllmasse für Schweisselektroden oder Schweissstäbe verwendeten Art:

1000

-  Zubereitungen zum Abbeizen von Metallen; Pasten und Pulver zum     Schweissen und Löten, aus Metall und anderen Stoffen bestehend

9000

-  andere

3814.

Zusammengesetzte organische Lösungs- und Verdünnungsmittel, anderweit weder genannt noch inbegriffen; Zubereitungen zum Entfernen von Farben oder Lacken:

0090

-  andere

3815.

Reaktionsauslöser, Reaktionsbeschleuniger und zubereitete Katalysatoren, anderweit weder genannt noch inbegriffen

- auf Trägern fixierte Katalysatoren:

1100

-  -  mit Nickel oder einer Nickelverbindung als Aktivsubstanz

1200

-  -  mit Edelmetall oder einer Edelmetallverbindung als Aktivsubstanz

1900

-  -  andere

9000

-  andere

3817.

Alkylbenzol-Gemische und Alkylnaphthalin-Gemische, ausgenommen solche der Nrn. 2707 oder 2902:

0090

-  andere

3820.

0000

Zubereitete Gefrierschutzmittel und zubereitete Flüssigkeiten zum Enteisen

3824.

Zubereitete Bindemittel für Giessereiformen oder -kerne; chemische Erzeugnisse und Zubereitungen der chemischen Industrie oder verwandter Industrien (einschliesslich Mischungen von Naturprodukten) anderweit weder genannt noch inbegriffen: -  zubereitete Bindemittel für Giessereiformen oder -kerne:

1010

-  -  zu Futterzwecken

1090

-  -  andere

3000

-  nicht gesinterte Metallcarbide, untereinander oder mit metallischen     Bindemitteln gemischt

4000

-  zubereitete Additive für Zement, Mörtel oder Beton

5000

-  Mörtel und Beton, nicht feuerfest

6000

-  Sorbit, ausgenommen solches der Nr. 2905.44

-  Mischungen, die Methan-, Ethan- oder Propan-Halogenderivate     enthalten:

7100

-  -  Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) enthaltend, auch teilhalo-        genierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW), perfluorierte         Kohlenwasserstoffe (PFKW) oder teilfluorierte Kohlenwasser-         stoffe (HFKW) enthaltend

7200

-  -  Bromchlordifluormethan, Bromtrifluormethan oder Dibromtetra-        fluorethan enthaltend

7300

-  -  teilhalogenierte Brom-Fluor-Kohlenwasserstoffe (HBFKW)         enthaltend

7400

-  -  teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW)         enthaltend, auch perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFKW) oder teil-         fluorierte (KFKW) Kohlenwasserstoffe enthaltend, aber keine Fluor-         chlorkohlenwasserstoffe (FCKW) enthaltend

7500

-  -  Tetrachlorkohlenstoff enthaltend

7600

-  -  1,1,1-Trichlorethan (Methylchloroform) enthaltend

7700

-  -  Brommethan (Methylbromid) oder Bromchlormethan enthaltend

7800

-  -  perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFKW) oder teilfluorierte         Kohlenwasserstoffe (HFKW) enthaltend, aber keine Fluorchlor-

        kohlenwasserstoffe (FCKW) oder teilhalogenierte Fluorkohlen-

        wasserstoffe (HFCKW) enthaltend

7900

-  -  andere

-  Mischungen und Zubereitungen, die Oxiran (Ethylenoxid),     polybromierte Biphenyle (PBB), polychlorierte Biphenyle (PCB),     polychlorierte Terphenyle (PCT) oder Tris(2,3-dibrompropyl)phosphat

    enthalten:

8100

-  -  Oxiran (Ethylenoxid) enthaltend

8200

-  -  polychlorierte Biphenyle (PCB), polychlorierte Terphenyle (PCT)         oder polybromierte Biphenyle (PBB) enthaltend

8300

-  -  Tris(2,3-dibrompropyl)phosphat enthaltend

-  andere:

-  -  Zubereitungen für pharmazeutischen Gebrauch, Zubereitungen für         Lebensmittel:

9011

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9019

-  -  -  andere

-  -  andere:

9091

-  -  -  zu Futterzwecken

9098

-  -  -  andere

3825.

Rückstände der chemischen Industrie oder verwandter Industrien, anderweit weder genannt noch inbegriffen; Siedlungsmüll; Klärschlamm; andere in Anmerkung 6 zu diesem Kapitel erwähnten Abfälle (ausgenommen VOC-haltige Sonderabfälle [mit Begleitschein für Sonderabfälle]):

1000

-  Siedlungsmüll

2000

-  Klärschlamm

3000

-  klinische Abfälle

-  Abfälle von organischen Lösungsmitteln:

4100

-  -  halogeniert

4900

-  -  andere

5000

-  Abfälle von flüssigen Abbeizmitteln für Metalle, hydraulischen     Flüssigkeiten, Bremsflüssigkeiten und Gefrierschutzflüssigkeiten

-  andere Abfälle der chemischen Industrie oder verwandter Industrien:

6100

-  -  vorwiegend organische Bestandteile enthaltend

6900

-  -  andere

-  andere:

9010

-  -  zu Futterzwecken

9090

-  -  andere

3826.

Biodiesel und seine Mischungen, keine Erdöle oder Öle aus bituminösen Mineralien enthaltend oder mit einem Gewichtsanteil an Erdölen oder Ölen aus bituminösen Mineralien von weniger als 70 %:

0090

-  andere

3901.

Polymere des Ethylens, in Primärformen:

1000

-  Polyethylen mit einer Dichte von weniger als 0,94

2000

-  Polyethylen mit einer Dichte von 0,94 oder mehr

3000

-  Ethylen -Vinylacetat-Copolymere

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3902.

Polymere des Propylens oder anderer Olefine, in Primärformen:

1000

-  Polypropylen

2000

-  Polyisobutylen

3000

-  Propylen-Copolymere

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3903.

Polymere des Styrols, in Primärformen:

-  Polystyrol:

1100

-  -  expandierbar

1900

-  -  anderes

2000

-  Styrol-Acrylnitril-Copolymere (SAN)

3000

-  Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymere (ABS)

9000

-  andere

3904.

Polymere des Vinylchlorids oder anderer halogenierter Olefine, in Primärformen:

1000

-  Poly(vinylchlorid), nicht mit anderen Stoffen gemischt

-  anderes Poly(vinylchlorid):

2100

-  -  nicht weich gemacht

2200

-  -  weich gemacht

3000

-  Vinylchlorid-Vinylacetat-Copolymere

4000

-  andere Copolymere des Vinylchlorids

5000

-  Polymere des Vinylidenchlorids

-  fluorierte Polymere:

6100

-  -  Polytetrafluorethylen

6900

-  -  andere

9000

-  andere

3905.

Polymere des Vinylacetats oder anderer Vinylester, in Primärformen; andere Polymere des Vinyls, in Primärformen:

-  Poly(vinylacetat):

1200

-  -  in wässeriger Dispersion

1900

-  -  andere

-  Copolymere des Vinylacetats:

2100

-  -  in wässeriger Dispersion

2900

-  -  andere

3000

-  Poly(vinylalkohol), auch nicht hydrolisierte Acetatgruppen     enthaltend

-  andere:

9100

-  -  Copolymere

-  -  andere:

9910

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9990

-  -  -  andere

3906.

Acrylpolymere in Primärformen:

1000

-  Poly(methyl-metacrylat)

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3907.

Polyacetale, andere Polyether und Epoxyharze, in Primärformen; Polycarbonate, Alkydharze, Allylpolyester und andere Polyester, in Primärformen:

-  Polyacetale:

1010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1090

-  -  andere

-  andere Polyether:

2010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

2090

-  -  andere

-  Epoxidharze:

3010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

3090

-  -  andere

4000

-  Polycarbonate

5000

-  Alkydharze

6000

-  Poly(ethylenterephthalat)

7000

-  Poly(milchsäure)

-  andere Polyester:

9100

-  -  ungesättigt

-  -  andere:

9910

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9980

-  -  -  andere

3908.

Polyamide in Primärformen

1000

-  Polyamid -6, -11, -12, -6,6, -6,9, -6,10 oder -6,12

9000

-  andere

3909.

Aminoharze, Phenolharze und Polyurethane, in Primärformen:

-  Harnstoffharze; Thioharnstoffharze:

1010

-  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

1090

-  -  andere

2000

-  Melaminharze

3000

-  andere Aminoharze

-  Phenolharze:

4010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

4090

-  -  andere

5000

-  Polyurethane

3910.

0000

Silicone, in Primärformen

3911.

Petroleumharze, Cumaron-Inden-Harze, Polyterpene, Polysulfide, Polysulfone und andere in Anmerkung 3 zu diesem Kapitel genannte Erzeugnisse, anderweit weder genannt noch inbegriffen, in Primärformen:

-  Petroleumharze, Cumaronharze, Indenharze, Cumaron-Inden-Harze     und Polyterpene:

1010

-  -  in nicht wässerigen Medien dispergiert oder gelöst

1090

-  -  andere

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3912.

Cellulose und ihre chemischen Derivate, anderweit weder genannt noch inbegriffen, in Primärformen:

-  Celluloseacetate:

1100

-  -  nicht weich gemacht

1200

-  -  weich gemacht

2000

-  Cellulosenitrate (einschliesslich Collodium)

-  Celluloseether:

-  -  Carboxymethylcellulose und ihre Salze:

3110

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

3190

-  -  -  andere

-  -  andere:

3910

-  -  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

3990

-  -  andere

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1 b

9090

-  -  andere

3913.

Natürliche Polymere (z.B. Alginsäure) und modifizierte natürliche Polymere (z. B gehärtete Eiweissstoffe, chemische Derivate von Naturkautschuk), anderweit weder genannt noch inbegriffen, in Primärformen:

1000

-  Alginsäure, ihre Salze und Ester

-  andere:

9010

-  -  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

9090

-  -  andere

3914.

Ionenaustauscher auf der Grundlage von Polymeren der Nrn. 3901 bis 3913, in Primärformen:

0010

-  Erzeugnisse gemäss Listen im Teil 1b

0090

-  andere


1 Fassung gemäss Ziff. II der V vom 2. April 2008 (AS 2008 1765). Bereinigt gemäss Anhang 3 Ziff. 16 der V vom 22. Juni 2011 über die Änderung des Zolltarifs (AS 2011 3331) und gemäss Ziff. II Abs. 2 der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013(AS 2012 3785).
2 SR 632.10 Anhang


Anhang 31

(Art. 9 Bst. c)

Verminderung der diffusen VOC-Emissionen

1 Anforderungen an den Betrieb von stationären Anlagen

11 Allgemeine Anforderungen

111 Grundsatz

Alle VOC-relevanten Prozesse sind im Hinblick auf die Verminderung der diffusen VOC-Emissionen zu optimieren.

112 Ablufterfassung und -reinigung

1 Prozesse sind in geschlossenen Systemen zu führen, soweit dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist.

2 Die Abluft aus geschlossenen Systemen ist über die ALURA zu führen.

3 Bei Prozessen in nicht-geschlossenen Systemen ist die Abluft mittels Absaughauben oder formangepassten Quellabsaugungen mit angemessener Absaugleistung direkt oder mittels Aufkonzentrierung über die ALURA zu führen.

4 Raumabluft ist direkt oder mittels Aufkonzentrierung über die ALURA zu führen.

5 Die Abluft nach den Absätzen 2-4 ist auch nach Produktionsende über die ALURA zu führen (Nachlaufzeit der ALURA).

6 Die Absätze 3-5 finden keine Anwendung, wenn feststeht, dass sich die Abluft wegen ihrer geringen VOC-Konzentration nicht dazu eignet, über die ALURA geführt zu werden.

7 Für das Abluftsystem muss ein aktuelles Wartungskonzept vorhanden sein, das insbesondere festlegt, wie gewährleistet wird, dass:

a.
das Abluftsystem dicht ist;
b.
systemkritische Komponenten schnell ersetzt werden.

113 Gebindeabdeckungen

Gebinde, die VOC enthalten, sind mit einer passenden Abdeckung auszurüsten.

114 Arbeitsorganisation

1 Es müssen aktuelle Arbeitsvorschriften vorhanden sein, die den emissionsarmen Umgang mit Lösungsmitteln regeln. Dabei sind auch Regeln zum Umgang mit auslaufenden Lösungsmitteln vorzusehen.

2 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind regelmässig in der Anwendung der Arbeitsvorschriften zu schulen.

3 Die Einhaltung der Arbeitsvorschriften ist regelmässig zu überprüfen.

115 Dokumentation

1 Es muss eine aktuelle Bestandsaufnahme der Quellen diffuser VOC-Emissionen sowie der Zu- und Abluftströme vorhanden sein. Diese beinhaltet insbesondere:

a.
einen Lüftungsplan;
b.
eine quantitative Abschätzung der Emissionen je Quelle.

2 Diffuse VOC-Emissionen sind zu begründen.

12 Prozessspezifische Anforderungen

Zusätzlich zu den allgemeinen Anforderungen nach Ziffer 11 müssen die folgenden prozessspezifischen Anforderungen eingehalten werden:

Prozesse

Anforderungen

-
Ein- und Umfüllprozesse
-
Soweit technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar: Gaspendelsystem
-
Anderenfalls: Abluft mittels Absaughauben oder formangepassten Quellabsaugungen mit angemessener Absaugleistung über ALURA
-
Stoffmischungen
-
Bei geschlossenen Mischanlagen: Lösungsmittelzufuhr durch geschlossenes System
-
Bei anderen Mischprozessen: Gebinde mit randdichter Abdeckung ausrüsten; Abluft aus Durchdringungen mittels Absaughauben oder formangepassten Quellabsaugungen mit angemessener Absaugleistung über ALURA
-
Trocknen und Einbrennen beim Bedrucken, Kaschieren und Beschichten
-
Im geschlossenen System
-
Reinigung von Produkten und Teilena
-
Bei geschlossenen Reinigungsanlagen: Umluft- oder Vakuumtrocknung
-
Bei manuellen Reinigungsanlagen: Zwangsschliessung der Abdeckung
-
Reinigung von Gebinden sowie allgemeine Reinigung
-
Offene Reinigung und Trocknung nur in geschlossenen Räumen; mit Lösungsmittel kontaminierte Putzutensilien in geschlossenen Gebinden lagern
-
Lagerung
-
In geschlossenen Gebinden oder im geschlossenen System; Druckausgleich mit Abluft über ALURA oder Gegendruckventil
-
Entsorgung
-
Rohrleitung zum Entsorgungszentrum oder mittels geschlossenen Gebinden
a
Beim Einsatz von halogenierten VOC ist Anhang 2 Ziffer 87 LRV zu beachten.

13 Gleichwertige Anforderungen

Anforderungen nach diesem Anhang können auf Gesuch durch andere Anforderungen ersetzt werden, wenn die diffusen VOC-Emissionen dadurch mindestens gleich stark vermindert werden.

2 Branchenspezifische Richtlinien

1 Das BAFU erlässt zur Konkretisierung der Anforderungen nach diesem Anhang branchenspezifische Richtlinien. Diese können branchenspezifisch zusätzliche Anforderungen vorsehen.

2 Es passt die Richtlinien alle fünf Jahre an.

3 Beim Erlass und bei der Anpassung der Richtlinien hört es die betroffenen Wirtschaftszweige und die Kantone an und berücksichtigt die technische Entwicklung.


1 Eingefügt gemäss Ziff. II Abs. 3 der V vom 27. Juni 2012, in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3785).



1 SR 814.01
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 604).
3AS 2012 3785

Für Anregungen und Mitteilungen: Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen
Zum SeitenanfangLetzte Aktualisierung: 11.09.2014