831.232.21

Verordnung über Geburtsgebrechen

(GgV)

vom 9. Dezember 1985 (Stand am 1. März 2012)

Der Schweizerische Bundesrat,

gestützt auf Artikel 13 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 19591 über die Invalidenversicherung (IVG),

verordnet:

 

1 Als Geburtsgebrechen im Sinne von Artikel 13 IVG gelten Gebrechen, die bei vollendeter Geburt bestehen. Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich.

2 Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen.1


1 Fassung des zweiten Satzes gemäss Ziff. I der V vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4811).


 

1 Der Anspruch beginnt mit der Einleitung von medizinischen Massnahmen, frühestens jedoch nach vollendeter Geburt.

2 Wird die Behandlung eines Geburtsgebrechens nur übernommen, weil eine im Anhang festgelegte Therapie notwendig ist, so beginnt der Anspruch mit der Einleitung dieser Massnahme; er umfasst alle medizinischen Massnahmen, die in der Folge zur Behandlung des Geburtsgebrechens notwendig sind.

3 Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vorkehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft angezeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben.


 

Der Anspruch auf Behandlung eines Geburtsgebrechens erlischt am Ende des Monats, in dem der Versicherte das 20. Altersjahr zurückgelegt hat, selbst wenn eine vor diesem Zeitpunkt begonnene Massnahme fortgeführt wird.


 

1 Die Verordnung vom 20. Oktober 19711 über Geburtsgebrechen wird aufgehoben.

2 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1986 in Kraft.


1 [AS 1971 1583, 1976 2650 Ziff. II 1]



Anhang1

(Art. 1 Abs. 2)

Liste der Geburtsgebrechen

I. Haut

101.

Cicatrices cutaneae congenitae, sofern Operation notwendig ist (siehe auch Ziff. 112)

102.

Pterygien und kutane Syndaktylien

103.

Angeborene Dermoidzysten der Orbita, der Nasenwurzel, des Halses, des Mediastinums und des Sacrums

104.

Dysplasia ectodermalis

105.

Angeborene blasenbildende Hautkrankheiten (Epidermolysis bullosa hereditaria, Acrodermatitis enteropathica und Pemphigus benignus familiaris chronicus)

107.

Angeborene ichthyosiforme Krankheiten und angeborene palmoplantare Keratosen

109.

Naevus congenitus, sofern eine Behandlung wegen maligner Entartung notwendig ist oder wegen der Grösse oder Lokalisation eine einfache Excision nicht genügt.

110.

Angeborene Hautmastocytosen (Urticaria pigmentosa und diffuse Hautmastocytose)

111.

Xeroderma pigmentosum

112.

Angeborene Hautaplasien, sofern Operation oder Spitalbehandlung notwendig ist

113.

Amastia congenita und Athelia congenita

II. Skelett

A. Systemerkrankungen des Skeletts

121.

Chondrodystrophie (wie Achondroplasie, Hypochondroplasie, Dysplasia epiphysaria multiplex)

122.

Enchondromatose

123.

Angeborene Dysostosen

124.

Kartilaginäre Exostosen, sofern Operation notwendig ist

125.

Angeborene Hemihypertrophien und andere Körperasymmetrien, sofern Operation notwendig ist

126.

Osteogenesis imperfecta

127.

Osteopetrosis

128.

Fibröse Dysplasie

B. Regionale Skelettmissbildungen

a. Kopf

141.

Angeborene Schädeldefekte

142.

Kraniosynostosen, sofern Operation notwendig ist

143.

Platybasie (basale Impression)

b. Wirbelsäule

151.

152.

Angeborene Wirbelmissbildungen (hochgradige Keilwirbel, Blockwirbel wie Klippel-Feil, aplastische Wirbel und hochgradig dysplastische Wirbel)

c. Rippen, Thorax, Schulterblätter

161.

Costae cervicales, sofern Operation notwendig ist

162.

Fissura sterni congenita

163.

Trichterbrust, sofern Operation notwendig ist

164.

Hühnerbrust, sofern Operation oder Orthese notwendig sind

165.

Scapula alata congenita und Sprengelsche Deformität

166.

Angeborene Torsion des Sternums, sofern Operation notwendig ist

167.

Angeborene seitliche Thoraxwanddeformitäten, sofern Operation notwendig ist

d. Extremitäten

170.

Coxa vara congenita, sofern Operation notwendig ist

171.

Coxa antetorta aut retrotorta congenita, sofern Operation notwendig ist

172.

Angeborene Pseudarthrosen der Extremitäten

174.

176.

Amelien, Dysmelien und Phokomelien

177.

Übrige angeborene Defekte und Missbildungen der Extremitäten, sofern Operation, Apparateversorgung oder Gipsverband notwendig sind

178.

Angeborene Tibia-Innen- und Aussentorsion, ab vollendetem vierten Lebensjahr, sofern Operation notwendig ist

III. Gelenke, Muskeln und Sehnen

180.

Pes adductus aut metatarsus varus congenitus, sofern Operation notwendig ist

181.

Arthromyodysplasia congenita (Arthrogryposis)

182.

Pes equinovarus congenitus

183.

Luxatio coxae congenita und Dysplasia coxae congenita

184.

Dystrophia musculorum progressiva und andere congenitale Myopathien

185.

Myasthenia gravis congenita

188.

Torticollis congenita, sofern Operation notwendig ist

189.

Myositis ossificans progressiva congenita

190.

Aplasie und hochgradige Hypoplasie von Skelettmuskeln

191.

Tendovaginosis stenosans congenita

192.

Adynamia episodica hereditaria

193.

Angeborener Plattfuss, sofern Operation oder Gipsverband notwendig sind

194.

Angeborene Luxation des Kniegelenks, sofern Operation, Apparateversorgung oder Gipsverband notwendig sind

195

Angeborene Patellaluxation, sofern Operation notwendig ist

IV. Gesicht

Hängt die Anerkennung eines Geburtsgebrechens von der kephalometrischen Beurteilung ab (Ziff. 208, 209 und 210), so beginnt die Leistungspflicht der IV von dem Moment an, wo die entsprechenden Winkelwerte kephalometrisch ausgewiesen sind.

201.

Cheilo-gnatho-palatoschisis (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalte)

202.

Mediane, schräge und quere Gesichtsspalten

203.

Angeborene Nasen- und Lippenfistel

204.

Proboscis lateralis

205.

Angeborene Dysplasie der Zähne, sofern mindestens 12 Zähne der zweiten Dentition nach Durchbruch hochgradig befallen sind; bei der Odontodysplasie (ghost teeth) genügt der Befall von zwei Zähnen in einem Quadranten

206.

Anodontia totalis congenita oder Anodontia partialis congenita bei Nichtanlage von mindestens zwei nebeneinander liegenden bleibenden Zähnen oder vier bleibenden Zähnen pro Kiefer, exklusive Weisheitszähne

207.

Hyperodontia congenita, sofern der oder die überzähligen Zähne eine intramaxilläre oder intramandibuläre Deviation verursachen, welche eine apparative Behandlung verlangt

208.

Micrognathia inferior congenita mit im ersten Lebensjahr auftretenden behandlungsbedürftigen Schluck- und Atemstörungen, oder wenn die kephalometrische Beurteilung nach Durchbruch der bleibenden Incisiven eine Diskrepanz der sagittalen Kieferbasenrelation mit einem Winkel ANB von mindestens 9 Grad (beziehungsweise von mindestens 7 Grad bei Kombination mit einem Kieferbasenwinkel von mindestens 37 Grad) ergibt oder wenn bei den bleibenden Zähnen, exclusive Weisheitszähne, eine buccale Nonokklusion von mindestens drei Antagonistenpaaren im Seitenzahnbereich pro Kieferhälfte vorliegt

209.

Mordex apertus congenitus, sofern ein vertikal offener Biss nach Durchbruch der bleibenden Incisiven besteht und die kephalometrische Beurteilung einen Kieferbasenwinkel von 40 Grad und mehr (bzw. von mindestens 37 Grad bei Kombination mit einem Winkel ANB von mindestens 7 Grad) ergibt. Mordex clausus congenitus, sofern ein Tiefbiss nach Durchbruch der bleibenden Incisiven besteht und die kephalometrische Beurteilung einen Kieferbasenwinkel von 12 Grad und weniger (bzw. von 15 Grad und weniger bei Kombination mit einem Winkel ANB von mindestens 7 Grad) ergibt

210.

Prognathia inferior congenita, sofern die kephalometrische Beurteilung nach Durchbruch der bleibenden Incisiven eine Diskrepanz der sagittalen Kieferbasenrelation mit einem Winkel ANB von mindestens -1 Grad ergibt und sich mindestens zwei Antagonistenpaare der zweiten Dentition in frontaler Kopf- oder Kreuzbissrelation befinden oder sofern eine Diskrepanz von +1 Grad und weniger bei Kombination mit einem Kieferbasenwinkel von mindestens 37 Grad und mehr, respektive von 15 Grad und weniger vorliegt

211.

Epulis des Neugeborenen

212.

Choanalatresie (ein- oder beidseitig)

213.

Glossoschisis

214.

Macro- und Microglossia congenita, sofern Operation der Zunge notwendig ist

215.

Angeborene Zungenzysten und -tumoren

216

Angeborene Speicheldrüsen- und Speichelgangaffektionen (Fisteln, Stenosen, Zysten, Tumoren, Ektasien und Hypo- oder Aplasien sämtlicher grosser Speicheldrüsen).

218

Kongenitale Retention oder Ankylose von Zähnen, sofern mehrere Molaren oder mindestens zwei nebeneinanderliegende Zähne im Bereich der Prämolaren und Molaren (exkl. Weisheitszähne) der zweiten Dentition betroffen sind, fehlende Anlagen (exkl. Weisheitszähne) sind retinierten und ankylosierten Zähnen gleichgestellt.

V. Hals

231.

Struma congenita

232.

Angeborene Halszysten, -fisteln, -spalten und -tumoren (Reichertscher Knorpel)

VI. Lungen

241.

Angeborene Bronchiektasien

242.

Angeborenes lobäres Emphysem

243.

Partielle Agenesie und Hypoplasie der Lungen

244.

Angeborene Lungenzysten und -tumoren

245.

Angeborene Lungensequestrierung

247.

Syndrom der hyalinen Membranen

248.

Mikity-Wilson-Syndrom

249.

Primäre ciliäre Dyskinesie (sofern die elektronenmikroskopische Untersuchung in einem infektfreien Intervall durchgeführt wurde)

VII. Luftwege

251.

Angeborene Missbildungen des Kehlkopfes und der Luftröhre

VIII. Mediastinum

261.

Angeborene Mediastinaltumoren und -zysten

IX. Speiseröhre, Magen und Darm

271.

Atresia et stenosis oesophagi congenita et fistula oesophagotrachealis

272.

Megaoesophagus congenitus

273.

Hypertrophische Pylorusstenose

274.

Atresia et stenosis ventriculi, intestini, recti et ani congenita

275.

Angeborene Zysten, Tumoren, Duplikaturen und Divertikel

276.

Darmlageanomalien exclusive Coecum mobile

277.

Neugeborenenileus

278.

Aganglionose und Ganglienzell-Anomalien des Dick- oder Dünndarms

279.

Coeliakie infolge kongenitaler Gliadinintoleranz

280.

Kongenitaler gastrooesophagealer Reflux, sofern Operation notwendig ist

281.

Angeborene Zwerchfellmissbildungen

282

Nekrotisierende Enterocolitis bei Frühgeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 2000 g oder bei Neugeborenen, sofern sie innerhalb von vier Wochen nach der Geburt manifest wird.

X. Leber, Gallenwege und Pankreas

291.

Angeborene Atresie und Hypoplasie der Gallenwege

292.

Angeborene Choledochuszyste

293.

Angeborene Leberzysten

294.

Angeborene Leberfibrose

295.

Angeborene Lebertumoren

296.

Angeborene Pankreasmissbildungen und -zysten

XI. Bauchwand

302.

Omphalozele und Laparoschisis

303

Hernia inguinalis lateralis

XII. Herz, Gefäss- und Lymphsystem

311.

Haemangioma cavernosum aut tuberosum

312.

Lymphangioma congenitum, Lymphangiectasia congenita

313.

Angeborene Herz- und Gefässmissbildungen

314.

Angeborene intestinale Lymphangiektasie

XIII. Milz, Blut und reticuloendotheliales System

321.

Anämien, Leukopenien und Thrombozytopenien des Neugeborenen

322.

Angeborene hypo- und aregeneratorische Anämien, Leuko- und Thrombozytopenien

323.

Angeborene hämolytische Anämien (Erythrozyto-, Enzymo- und Hämoglobinopathien)

324.

Angeborene Koagulopathien und Thrombozytopathien (Hämophilien und andere Defekte von Gerinnungsfaktoren)

325.

Hyperbilirubinaemia neonati verschiedener Ursache, sofern Blutaustauschtransfusion vorgenommen werden musste

326.

Angeborenes Immun-Defekt-Syndrom (IDS)

327

Hereditäres Angioödem

329.

Leukämie des Neugeborenen

330.

Histiozytosen (eosinophiles Granulom, Hand-Schüller-Christian und Letterer-Siwesche Krankheit)

331.

Angeborene Polyglobulie, sofern eine therapeutische Blutentnahme (Aderlass) mit Plasmaersatz erfolgen musste

333.

Angeborene Missbildungen und Ektopien der Milz

XIV. Urogenitalsystem

341.

Kongenitale Glomerulo- und Tubulopathien

342.

Missbildungen, Doppelbildungen und Defekte der Nieren, inklusive Hypoplasien, Agenesien und Dystopien

343.

Angeborene Nierentumoren und -zysten

344.

Hydronephrosis congenita

345.

Uretermissbildungen (Stenosen, Atresien, Ureterocele, Lageanomalien und Megaureter)

346.

Kongenitaler vesico-ureteraler Reflux

348.

Angeborene Missbildungen der Blase (wie Diverticulum vesicae, Megacystis congenita)

349.

Angeborene Blasentumoren

350.

Extrophia vesicae

351.

Atresia et stenosis urethrae congenita, Urethraldivertikel

352.

Hypospadie und Epispadie

353.

Fistula vesico-umbilicalis et cystis congenita urachi

354.

Fistulae recto-urogenitales congenitae

355.

Kryptorchismus (unilateral oder bilateral), sofern Operation notwendig ist

356.

Hydrocele testis et funiculi congenita und Zysten des Ligamentum teres, sofern Operation notwendig ist

357.

Palmure und angeborene Verkrümmung des Penis

358.

Angeborene Atresie von Hymen, Vagina, Zervix oder Uterus und angeborene Stenose der Vagina

359.

Hermaphroditismus verus und Pseudohermaphroditismus

361.

Doppelbildungen des weiblichen Genitale (Uterus bicornis unicollis seu bicollis, Uterus unicollis und Uterus duplex mit oder ohne Vagina duplex)

XV. Zentrales, peripheres und autonomes Nervensystem

381.

Missbildungen des Zentralnervensystems und seiner Häute (Encephalocele, Arachnoidalzyste, Myelomeningocele, Hydromyelie, Meningocele, Diastematomyelie und Tethered Cord)

382.

Zentrale Hypoventilationsstörung des Neugeborenen

383.

Heredo-degenerative Erkrankungen des Nervensystems (wie Friedreichsche Ataxie, Leukodystrophien und progrediente Erkrankungen der grauen Substanz, spinale und neurale Muskelatrophien, familiäre Dysautonomie, Analgesia congenita, Rett-Krankheit)

384.

Medulloblastome, Ependymome, Gliome, Plexuspapillome und Chordome

385.

Angeborene Tumoren und Missbildungen der Hypophyse (wie Kraniopharyngeom, Rathkesche Zyste und persistierende Rathkesche Tasche)

386.

Hydrocephalus congenitus

387.

Angeborene Epilepsie (ausgenommen Formen, bei denen eine antikonvulsive Therapie nicht oder nur während eines Anfalls notwendig ist)

390.

Angeborene cerebrale Lähmungen (spastisch, dyskinetisch [dyston, choreo-athetoid], ataktisch)

395.

Leichte cerebrale Bewegungsstörungen (Behandlung bis Ende des 2. Lebensjahres)

396.

Sympathogoniom (Neuroblastoma sympathicum), Sympathicoblastom, Ganglioneuroblastom und Ganglioneurom

397.

Kongenitale Paralysen und Paresen

XVI. Psychische Erkrankungen und schwere Entwicklungsrückstände

401.

402.

403.

Kongenitale Oligophrenie (nur Behandlung erethischen und apathischen Verhaltens)

404.

Störungen des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antriebes, des Erfassens, der perzeptiven Funktionen, der Wahrnehmung, der Konzentrationsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit, sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersjahres auch behandelt worden sind; kongenitale Oligophrenie ist ausschliesslich als Ziffer 403 zu behandeln.

405.

Autismus-Spektrum-Störungen, sofern diese bis zum vollendeten 5. Lebensjahr erkennbar werden

406.

Frühkindliche primäre Psychosen, sofern diese bis zum vollendeten 5. Lebensjahr erkennbar werden

XVII. Sinnesorgane

a. Auge

Wird die Anerkennung als Geburtsgebrechen von einem bestimmten Grad der Visusverminderung abhängig gemacht, so ist der entsprechende Wert nach erfolgter optischer Korrektur massgebend. Ist der Visus nicht messbar und kann das betreffende Auge nicht zentral fixieren, so gilt ein Visus von 0,2 oder weniger (Ziff. 416, 417, 418, 419, 423, 425, 427).

411.

Lider: Kolobom und Ankyloblepharon

412.

Ptosis palpebrae congenita

413.

Aplasie der Tränenwege

415.

Anophthalmus, Buphthalmus und Glaucoma congenitum

416.

Cornea: angeborene Trübungen mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)

417.

Angeborener Nystagmus, sofern eine Operation notwendig ist

418.

Angeborene Anomalien der Iris und der Uvea, mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)

419.

Angeborene Linsen- oder Glaskörpertrübung und Lageanomalien der Linse mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)

420.

Frühgeborenen-Retinopathie und Pseudoglioma congenitum (inkl. Morbus Coats)

421.

Retinoblastom

422.

Angeborene tapetoretinale Degenerationen

423.

Missbildungen und angeborene Erkrankungen des Nervus opticus mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)

424.

Angeborene Tumoren der Augenhöhle

425.

Angeborene Refraktionsanomalien, mit Visusverminderung auf 0,2 oder weniger an einem Auge (mit Korrektur) oder Visusverminderung an beiden Augen auf 0,4 oder weniger (mit Korrektur)

426.

...

427.

Strabismus und Mikrostrabismus concomitans monolateralis, wenn eine Amblyopie von 0,2 oder weniger (mit Korrektur) vorliegt

428.

Kongenitale Paresen der Augenmuskeln (sofern Prismen, Operation oder orthoptische Behandlung notwendig sind)

b. Ohr

441.

Atresia auris congenita inklusive Anotie und Mikrotie

442.

...

443.

Angeborene Spalte im Ohrbereich, Mittelohrfisteln und Trommelfelldefekte

444.

Angeborene Mittelohrmissbildung mit ein- oder doppelseitiger Schwerhörigkeit bei einem Hörverlust von mindestens 30 Dezibel im Reintonschwellenaudiogramm bei zwei Messwerten der Frequenzen von 500, 1000, 2000 und 4000 Hertz

445.

Angeborene Taubheit

446.

Angeborene Schallempfindungsschwerhörigkeit bei einem Hörverlust im Reintonschwellenaudiogramm von mindestens 30 Dezibel bei zwei Messwerten der Frequenzen von 500, 1000, 2000 und 4000 Hertz

447

Angeborenes Cholesteatom

XVIII. Stoffwechsel und endokrine Organe

451.

Angeborene Störungen des Kohlehydrat-Stoffwechsels (Glykogenose, Galaktosämie, Fruktose-Intoleranz, Hypoglykämie MacQuarrie, Hypoglykämie Zetterstroem, Leucin-sensible Hypoglykämie, primäre Hyperoxalurie, angeborene Störungen des Pyruvat-Stoffwechsels, Laktose-Malabsorption, Saccharose-Malabsorption und Diabetes mellitus, sofern dieser innert den ersten vier Lebenswochen festgestellt wird oder unzweifelhaft manifest war)

452.

Angeborene Störungen des Aminosäuren- und Eiweissstoffwechsels (wie Phenylketonurie, Zystinose, Zystinurie, Oxalose, oculo-cerebrorenales Syndrom Lowe, angeborene Störungen des Harnstoff-Zyklus und andere angeborene Hyperammoniämien)

453.

Angeborene Störungen des Fett- und Lipoprotein-Stoffwechsels (wie Amaurotische Idiotie, Morbus Niemann-Pick, Morbus Gaucher, hereditäre Hypercholesterinämie, hereditäre Hyperlipämie, Leukodystrophien)

454.

Angeborene Störungen des Mucopolysaccharid- und Glykoprotein-Stoffwechsels (wie Morbus Pfaundler-Hurler, Morbus Morquio)

455.

Angeborene Störungen des Purin- und Pyrimidin-Stoffwechsels (Xanthinurie)

456.

Angeborene Störungen des Metall-Stoffwechsels (Wilsonsche Krankheit, Hämochromatose und Menkes-Syndrom)

457.

Angeborene Störungen des Myoglobin-, Hämoglobin- und Bilirubin-Stoffwechsels (Porphyrie und Myoglobinurie)

458.

Angeborene Störungen der Leberfunktion (hereditäre, nichthämolytische Ikterus-Formen)

459.

Angeborene Störungen der Pankreasfunktion (Mucoviscidosis und primäre Pankreasinsuffizienz)

461.

Angeborene Störungen des Knochen-Stoffwechsels (wie Hypophosphatasie, progressive diaphysäre Dysplasie Camurati-Engelmann, Osteodystrophia Jaffé-Lichtenstein, Vitamin D-resistente Rachitisformen)

462.

Angeborene Störungen der hypothalamohypophysären Funktion (hypophysärer Kleinwuchs, Diabetes insipidus, Prader-Willi-Syndrom und Kallmann-Syndrom)

463.

Angeborene Störungen der Thyreoidea-Funktion (Athyreose und Hypothyreose)

464.

Angeborene Störungen der Parathyreoidea-Funktion (Hypoparathyreoidismus und Pseudohypoparathyreoidismus)

465.

Angeborene Störungen der Nebennierenfunktion (adrenogenitales Syndrom und Nebenniereninsuffizienz)

466.

Angeborene Störungen der Gonaden-Funktion (bei Missbildungen der Gonaden, Anorchie, Klinefelter-Syndrom und Androgenresistenz, siehe auch Ziff. 488)

467.

Angeborene Enzymdefekte des intermediären Stoffwechsels, die in den ersten fünf Lebensjahren manifest werden

468.

Phaeochromozytom und Phaeochromoblastom

XIX. Missbildungen, bei denen mehrere Organsysteme betroffen sind

481.

Neurofibromatose

482.

Angiomatosis cerebri et retinae (von Hippel-Lindau)

483.

Angiomatosis encephalo-trigeminalis (Sturge-Weber-Krabbe)

484.

Ataxia teleangiectatica (Louis Bar)

485.

Kongenitale Dystrophien des Bindegewebes (wie Marfan-Syndrom, Ehlers-Danlos-Syndrom, Cutis laxa congenita, Pseudoxanthoma elasticum)

486.

Teratome und andere Keimzelltumoren (wie Dysgerminom, embryonales Karzinom, gemischter Keimzelltumor, Dottersacktumor, Choriokarzinom, Gonadoblastom)

487.

Tuberöse Hirnsklerose (Bourneville)

488.

Turner-Syndrom (nur Störungen der Gonadenfunktion und des Wachstums)

XX. Weitere Gebrechen

490.

Angeborene HIV-Infektion

491.

Tumoren des Neugeborenen

492.

Doppelmissbildungen (wie Siamesische Zwillinge, Epignathus)

493.

Folgen von Embryo- und Foetopathien (für kongenitale Oligophrenien gilt Ziff. 403) sowie angeborene Infektionskrankheiten (wie Lues congenita, Toxoplasmose, Tuberkulose, Listeriose, Zytomegalie)

494.

Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2000 g bis zur Erreichung eines Gewichtes von 3000 g

495.

Schwere neonatale Infekte, sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss

496

Neonatale Suchtmittelabhängigkeit, sofern eine Intensivbehandlung begonnen werden muss

497.

Schwere respiratorische Adaptationsstörungen (wie Asphyxie, Atemnotsyndrom, Apnoen), sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden manifest werden und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss

498.

Schwere neonatale metabolische Störungen (Hypoglykämie, Hypocalcämie, Hypomagnesiämie), sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden auftreten und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss

499.

Schwere geburtsbedingte Verletzungen, die einer Intensivbehandlung bedürfen


1 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EDI vom 30. Okt. 1989 (AS 1989 2367), 28. Sept. 1993 (AS 1993 2835), 21. Sept. 1994 (AS 1994 2253), 25. Sept. 1995 (AS 1995 5244), 9. Sept. 1997 (AS 1997 2226), 4. Sept. 1998 (AS 1998 2731), 25. Juni 1999 (AS 1999 2402), 10. Juli 2000 (AS 2000 2754), 11. Sept. 2002 (AS 2002 4232), 1. Dez. 2004 (AS 2004 4977), vom 24. Nov. 2009 (AS 2009 6553) und vom 3. Febr. 2012, in Kraft seit 1. März 2012 (AS 2012 801).



 AS 1986 46


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Zum SeitenanfangLetzte Aktualisierung: 26.11.2014