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Dosierungsmassnahmen am Gotthard: Grenzbewirtschaftung ab nächstem Montag möglich

MEDIENMITTEILUNG

Dosierungsmassnahmen am Gotthard: Grenzbewirtschaftung ab nächstem Montag
möglich

Die Vorbereitungen für die Grenzbewirtschaftung als flankierende Massnahme
zur LKW-Dosierung am Gotthard sind praktisch abgeschlossen. Voraussichtlich
ab nächstem Montag wird es als "ultima ratio" möglich sein, mit einer
Zwangslenkung den in die Schweiz einfahrenden Schwerverkehr teilweise von
der Gotthard- und der San Bernardino-Achse fernzuhalten.

Die aktuelle Dosierung des Schwerverkehrs am Gotthard ist auf eine
Tagesmenge von rund 3500 LKW ausgerichtet. Erfahrungsgemäss dürfte jedoch
das Schwerverkehrsaufkommen demnächst jahreszeitbedingt derart zunehmen,
dass die Kapazitäten nicht mehr ausreichen und namentlich die Stauräume am
Abend nicht mehr geleert werden können. Um dies zu verhindern, wird dem in
die Schweiz einfahrenden Schwerverkehr bei Bedarf empfohlen, auf andere
Achsen als Gotthard und San Bernardino auszuweichen. Falls diese Verteilung
des Schwerverkehrs mit empfehlenden Massnahmen nicht greifen sollte, steht
ab nächstem Montag als flankierende Massnahme die Zwangslenkung ab der
Grenze unter Strafandrohung zur Verfügung. Die diesbezüglichen
Vorbereitungsmassnahmen sind weitgehend abgeschlossen.

Im Anwendungsfall weist die Kantonspolizei Uri bei allzu grossen
Fahrzeugmengen die Zollbehörden an der Nordgrenze an, im Namen der Polizei
den Chauffeuren eine Weisung auszuhändigen. Im Süden erteilt die
Kantonspolizei Tessin den Zollbehörden der Südgrenze diese Anweisung. Die
Nord-Süd-Weisung enthält ein Verbot, am selben und am folgenden Tag die
Schweiz vom Gebiet des Kantons Tessin aus zu verlassen und verweist damit
indirekt diese Fahrzeuge auf die Walliser Uebergänge oder den Bahnverlad.
Die Weisung der Süd-Nord-Richtung sieht inhaltlich ein befristetes
Fahrverbot für die A2/A13 vor. Auf der Rückseite der Weisung erhalten die
betroffenen Chauffeure eine Angabe der Alternativstrecken.

Verstösse gegen diese Weisungen führen zu einer Verzeigung beim
Strafrichter. Die Sanktion ist Haft oder Busse bis 5000 Franken.
Rechtsgrundlage bilden die Artikel 27 und 90 des Strassenverkehrsgesetzes.

Bern, 27. Februar 2002

UVEK Eidgenössisches Departement für
Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation
Presse- und Informationsdienst