Die Bundesbehörden
der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Anhang 41

(Art. 3 - 10, 20, 24, 29, 35, 38, 39 und 42)

Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen
an das Saat- und Pflanzgut

Kapitel A:
Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Getreidesaatgut

1

Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art

Maximale Postengrösse (t)

Minimale Mustergrösse (g)

Minimale Mustergrösse für die Bestimmung der fremden Samen (g)

Hafer, Gerste, Weichweizen, Hartweizen, Dinkel, Roggen, Triticale

25

1000

500

Kanariengras

10

400

200

Reis

25

500

500

Sorghum spp.

10

1000

900

Mais, Basissaatgut von Inzuchtlinien

40

250

250

Mais, Basissaatgut (ausser Inzuchtlinien) und zertifiziertes Saatgut

40

1000

1000

Sorten- und Artenmischungen ausser Kanariengras und Sorghum spp.

25

1000

500

2

Anforderungen an das Saatgut

Art und Saatgutkategorie

Keim-fähigkeit in %

Reinheit1 in %

Feuchtigkeitsgehalt9 in %

Höchstbesatz an fremden Arten in 500 g3

insgesamt

Rote Körner von Oryza sativa

andere Getreidearten

andere Arten als Getreide

Avena fatua, A.sterilis, A. ludoviciana, Lolium temulentum6

Raphanus raphanistrum, Agrostemma githago, Galium aparine, Vicia spp.

Mutterkorn-sklerotien

Panicum spp.

Hafer8, Gerste, Weichweizen, Hartweizen, Dinkel

Basissaatgut

85

99

15

4

17

3

0

1

1

Zertifiziertes Saatgut 1. und 2. Vermehr.

85

98

15

10

7

7

0

3

3

Kanariengras

Basissaatgut

75

98

15

4

17

0

Zertifiziertes Saatgut

75

98

15

10

5

0

Reis

Basissaatgut

80

98

1

1

Zertifiziertes Saatgut 1. Vermehr.

80

98

3

3

Zertifiziertes Saatgut 2. Vermehr.

80

98

5

3

Roggen

Basissaatgut

85

98

15

4

17

3

0

1

1

Zertifiziertes Saatgut

85

98

15

10

7

7

0

3

34

Sorghum spp.

80

98

14

0

Triticale

Basissaatgut

80

98

15

4

17

3

0

1

1

Zertifiziertes Saatgut 1. und 2. Vermehr.

80

98

15

10

7

7

0

3

3

Mais

905

98

14

0

Bemerkungen:

1

Bei ungereinigten Mustern wird die Reinheit nicht untersucht.

2

... Aufgehoben

3

Bei ungereinigten Mustern werden insgesamt 30 Samen von Raphanus raphanistrum, Agrostemma githago, Gallium aparine, Vicia spp. toleriert.

Bei Kanariengras bezieht sich der Höchstbesatz an fremden Arten auf eine Mustergrösse von 200g.

4

Bei Hybridroggen werden maximal 4 Mutterkornsklerotien toleriert. Das Vorhandensein von 5 Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht wird als den Normen genügend befunden, wenn in einer zweiten Probe mit demselben Gewicht nicht mehr als 4 Sklerotien oder Bruchstücke von Sklerotien vorhanden sind.

5

Bei ungereinigten Mustern wird 95 % Keimfähigkeit gefordert.

6

Ein Korn von Avena fatua, A. sterilis, A. ludoviciana oder Lolium temulentum gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner dieser Arten enthält

7

Ein zweites Korn gilt nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht keine Körner anderer Getreidearten enthält.

8

Für Sorten der Art Avena sativa, die amtlich als vom Typ «Nackthafer» eingestuft sind, wird die Mindestkeimfähigkeit auf 75 % der reinen Körner herabgesetzt. Das amtliche Etikett trägt demzufolge den Hinweis «Mindestkeimfähigkeit 75 %».

9

Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

Kapitel B:
Anforderungen an die Kartoffel-Pflanzgutposten

1

Sortierungsnormen

1.1
Die Mindestgrössen der Knollen müssen so sein, dass sie nicht durch ein Sieb mit folgenden quadratischen Querschnitten gehen:
a.
25 mm Seitenlänge
b.
...
1.2
Bei Knollen, die zu gross sind, um durch ein Sieb mit quadratischem Querschnitt von 35 mm Seitenlänge zu gehen, werden die Ober- und Untergrenzen der Sortierung durch ein Vielfaches von 5 ausgedrückt.
1.3
Der Unterschied der Seitenlängen der quadratischen Querschnitte der zur Sortierung der Knollen eines Postens verwendeten Siebe darf 25 mm nicht übersteigen.
1.4
Eine Partie enthält nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die das Mindestmass unterschreiten, und nicht mehr als 3 Prozent des Gewichtes an Knollen, die das angegebene Höchstmass übersteigen.

2

Qualität der Posten von Pflanzkartoffeln

2.1

Es gelten folgende Toleranzen:

a.

Anhaftende Erde und Fremdstoffe

2 % des Gewichtes

b.

Nass- oder Trockenfäule, soweit diese nicht durch Synchytrium endobioticum, Corynebacterium sepedonicum oder Pseudomonas solanacearum verursacht werden

1 % des Gewichtes

c.

Äussere Fehler (z.B. missgestaltete oder beschädigte Knollen)

3 % des Gewichtes

d.

Kartoffelschorf: Knollen, die auf einer Oberfläche von mehr als 1/3 befallen sind

5 % des Gewichtes

e.

Gesamttoleranz für die Buchstaben b. bis d.

6 % des Gewichtes

f.

Posten von Vorstufen- und Basispflanzgut dürfen nicht mehr als 1 Prozent anhaftende Erde und Fremdstoffe sowie nicht mehr als 0,5 Prozent Knollengewicht mit Nass- oder Trockenfäule aufweisen.

2.2
Die Pflanzkartoffeln sind frei von Globodera rostochiensis, Synchytrium endobioticum, Clavibacter michiganensis spp. sepedonicus und Pseudomonas solanacearum.
2.3
Bei der Laborkontrolle des offiziellen Musters dürfen folgende Grenzwerte nicht überschritten werden:

Kategorie

Klasse

Befallene Knollen (in %)

Schwere Virose4

Leichte Virose4

Erwinia spp.

Ausgangsmaterial

F0

0

0

0

Vorstufe

F1

0

0

0

Vorstufe

F2

0

0

0

Vorstufe

F3

0

0

0

Vorstufe

F4

0,5

0,5

0

Basis

S

0,5

12

Basis

SE1

1

32

Basis

SE2

1

32

Basis

SE3

1

32

Basis

E

21, 3

42, 3

Zertifiziert

A

10

1

davon höchstens 1 % VirusY (PVY)

2

Tests nur je Bedarf

3

Die maximale Toleranz für schwere und leichte Virosen beträgt zusammen 4 %

4

Für Pflanzgut der Klassen F0, F1, F2, F3 und F4 beziehen sich die Kontrollen auf folgende Virosen:

Blattrollvirus (PLRV)
Kartoffelvirus A (PVA)
Kartoffelvirus M (PVM)
Kartoffelvirus S (PVS)
Kartoffelvirus X (PVX)
Kartoffelvirus Y (PVY)

Kapitel C:
Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an das Futterpflanzensaatgut

1

Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen.

Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art

Höchstgewicht eines Postens (in Tonnen)

Mindestgewicht einer aus einem Posten zu ziehen- den Probe (in Gramm)

Minimale Mustergrösse für die Bestimmung der fremden Samen (in Gramm)

1

2

3

4

Gramineae

Agrostis canina

10

50

5

Agrostis gigantea

10

50

5

Agrostis stolonifera

10

50

5

Agrostis capillaris

10

50

5

Alopecurus pratensis

10

100

30

Arrhenatherum elatius

10

200

80

Bromus catharticus

10

200

200

Bromus sitchensis

10

200

200

Cynodon dactylon

10

50

5

Dactylis glomerata

10

100

30

Festuca arundinacea

10

100

50

Festuca ovinia

10

100

30

Festuca pratensis

10

100

50

Festuca rubra

10

100

30

x Festulolium

10

200

60

Lolium multiflorum

10

200

60

Lolium perenne

10

200

60

Lolium x boucheanum

10

200

60

Phalaris aquatica

10

100

50

Phleum bertolonii

10

50

10

Phleum pratense

10

50

10

Poa annua

10

50

10

Poa nemoralis

10

50

5

Poa palustris

10

50

5

Poa pratensis

10

50

5

Poa trivialis

10

50

5

Trisetum flavescens

10

50

5

Leguminosae

Hedysarum coronarium -Frucht

10

1000

300

Hedysarum coronarium -Samen

10

400

120

Lotus corniculatus

10

200

30

Lupinus albus

25

1000

1000

Lupinus angustifolius

25

1000

1000

Lupinus luteus

25

1000

1000

Medicago lupulina

10

300

50

Medicago sativa

10

300

50

Medicago x varia

10

300

50

Onobrychis viciifolia -Frucht

10

600

600

Onobrychis viciifolia -Samen

10

400

400

Pisum sativum

25

1000

1000

Trifolium alexandrinum

10

400

60

Trifolium hybridum

10

200

20

Trifolium incarnatum

10

500

80

Trifolium pratense

10

300

50

Trifolium repens

10

200

20

Trifolium resupinatum

10

200

20

Trigonella foenum-graecum

10

500

450

Vicia faba

25

1000

1000

Vicia pannonica

20

1000

1000

Vicia sativa

25

1000

1000

Vicia villosa

20

1000

1000

Andere Arten

Brassica napus var.napobrassica

10

200

100

Brassica oleracea convar. acephala

10

200

100

Phacelia tanacetifolia

10

300

40

Raphanus sativus var. oleiformis

10

300

300

2

Lieferungstermine der offiziellen Muster für Vermehrungssaatgut

Muster von Vermehrungssaatgut müssen dem zuständigen Dienst bis zum 15. September abgeliefert werden.

Die Muster der importierten Vermehrungsposten sind mit der entsprechenden offiziellen Etikette oder den Anerkennungsgutachten der ursprünglichen Anerkennungsstelle versehen einzusenden.

3

Anforderungen an das Saatgut

Das Saatgut muss folgende Normen und sonstige Voraussetzungen erfüllen:

3.1

Zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung

Art

Keimfähig-keit in %

Maximaler Anteil harter Samen in %

Techni- sche Min-destrein- heit in %

Feuchtig-keits- gehalt in %

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*)

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 (Gesamtzahl je Spalte)

Bemerkungen *) *) = Erklärender Text unter Bemerkungen zum zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

1*)

2*)

insgesamt

eine einzelne Art

Agropyron repens

Alopecurus myosuroides

Melilotus spp.

Raphanus raphanis-trum

Sinapis arvensis

Avena fatua 4*)

Cuscuta spp.

Rumex spp. 5*)

Gramineae

Agrostis canina

75

90

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

12

Agrostis gigantea

80

90

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

12

Agrostis stolonifera

75

90

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

12

Agrostis capillaris

75

90

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

12

Alopecurus pratensis

70

75

13

2.5

1.0

0.3

0.3

0

0

5

9,12

Arrhenatherum elatius

75

90

13

3.0

1.0

0.5

0.3

0

0

5

9,10,12

Bromus catharticus

75

97

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

10

10,12

Bromus sitchensis

75

97

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

10

10,12

Cynodon dactylon

70

90

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

12

Dactylis glomerata

80

90

13

1.5

1.0

0.3

0.3

0

0

5

12

Festuca arundinacea

80

95

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Festuca ovina

75

85

13

2.0

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Festuca pratensis

80

95

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Festuca rubra

75

90

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

x Festulolium

75

96

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Lolium multiflorum

75

96

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Lolium perenne

80

96

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Lolium x boucheanum

75

96

13

1.5

1.0

0.5

0.3

0

0

5

12

Phalaris aquatica

75

96

13

1.5

1.0

0.3

0.3

0

0

5

12

Phleum bertolonii

80

96

13

1.5

1.0

0.3

0.3

0

0

5

12

Phleum pratense

80

96

13

1.5

1.0

0.3

0.3

0

0

5

12

Poa annua

75

85

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

5

6,12

Poa nemoralis

75

85

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

6,12

Poa palustris

75

85

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

6,12

Poa pratensis

75

85

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

6,12

Poa trivialis

75

85

13

2.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

6,12

Trisetum flavescens

70

75

13

3.0

1.0

0.3

0.3

0

0

2

9,11,12

Leguminosae

Hedysarum coronarium

75

30

95

11

2.5

1.0

0.3

0

0

5

12

Lotus corniculatus

75

40

95

11

1.8

1.0

0.3

0

0

10

7,13,14

Lupinus albus

80

20

98

11

0.5

0.3

0.3

0

0

5

8,15,16

Lupinus angustifolius

75

20

98

11

0.5

0.3

0.3

0

0

5

8,15,16

Lupinus luteus

80

20

98

11

0.5

0.3

0.3

0

0

5

8,15,16

Medicago lupulina

80

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Medicago sativa

80

40

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Medicago x varia

80

40

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Onobrychis viciifolia

75

20

95

11

2.5

1.0

0.3

0

0

5

Pisum sativum

80

98

15

0.5

0.3

0.3

0

0

5

Trifolium alexandrinum

80

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trifolium hybridum

80

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trifolium incarnatum

75

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trifolium pratense

80

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trifolium repens

80

40

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trifolium resupinatum

80

20

97

11

1.5

1.0

0.3

0

0

10

13,14

Trigonella foenum-graecum

80

95

11

1.0

0.5

0.3

0

0

5

Vicia faba

80

5

98

15

0.5

0.3

0.3

0

0

5

Vicia pannonica

85

20

98

15

1.0

0.5

0.3

0

0

5

8

Vicia sativa

85

20

98

15

1.0

0.5

0.3

0

0

5

8

Vicia villosa

85

20

98

15

1.0

0.5

0.3

0

0

5

8

Andere Arten

Brassica napus var.napobrassica

80

98

11

1.0

0.5

0.3

0.3

0

0

5

12

Brassica oleracea convar. acephala

75

98

11

1.0

0.5

0.3

0.3

0

0

10

12

Phacelia tanacetifolia

80

96

11

1.0

0.5

0

0

12

Raphanus sativus var. oleiformis

80

97

11

1.0

0.5

0.3

0.3

0

0

5

Bemerkungen zum zertifizierten Saatgut der ersten Vermehrung

1
Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge.
2
Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge.
3
Das Vorhandensein von Schadorganismen, die den Saatwert beeinträchtigen (z. B. Sklerotien von Claviceps spp.), ist auf ein Mindestmass beschränkt.
4
Auch Avena ludoviciana und Avena sterilis sind zu berücksichtigen.
5
Alle Rumex spp. ausser Rumex acetosella und Rumex maritimus sind zu berücksichtigen.
6
Ein Höchstanteil von 0,8 Prozent des Gewichtes an Körnern anderer Poa-Arten insgesamt gilt nicht als Unreinheit.
7
Ein Höchstanteil von 1 Prozent des Gewichtes an Körnern von Trifolium pratense gilt nicht als Unreinheit.
8
Ein Höchstanteil von 0,5 Prozent des Gewichtes an Körnern von Lupinus albus, Lupinus angustifolius, Lupinus luteus, Pisum sativum, Vicia faba, Vicia pannonica, Vicia sativa oder Vicia villosa insgesamt – ausser der jeweils betroffenen Art – gilt nicht als Unreinheit.
9
Der vorgeschriebene gewichtsmässige Höchstanteil an Körnern einer einzelnen Art gilt nicht für Körner von Poa spp.
10
Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewichtfrei von Körnern dieser Arten ist.
11
Ein Korn von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten vorgeschriebenen Gewicht frei von Körner dieser Arten ist.
12
Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Cuscuta spp. ist.
13
Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster wie normal vorgeschrieben.
14
Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Cuscuta spp. ist.
15
Der zahlenmässige Anteil an Körnern von Lupinen anderer Farbe überschreitet nicht:
a.
2 Prozent bei Bitterlupinen;
b.
1 Prozent bei anderen Lupinen als Bitterlupinen.
16
Der zahlenmässige Anteil an Körnern von Bitterlupinen überschreitet in bitterstoffarmen Lupinensorten nicht 2,5 Prozent.
17
Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

3.2

Prebasis- und Basissaatgut

Art

Keimfähigkeit in Prozent

Maxima- ler Anteil harter Samen in Prozent

Technische Mindestreinheit in Prozent

Feuchtigkeits- gehalt in Prozent

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 3*) (Gesamtzahl je Spalte)

Bemerkungen*) *) = Erklärender Text unter Bemerkungen zum Prebasis- und Basissaatgut

1*)

2*)

eine einzelne Art

Rumex spp. 5*)

Agropyron repens

Alopecurus myosuroides

Melilotus spp.

Avena fatua 4 *)

Cuscuta spp.

Gramineae

Agrostis canina

75

90

13

0.3

20

1

1

1

0

0

Agrostis gigantea

80

90

13

0.3

20

1

1

1

0

0

Agrostis stolonifera

75

90

13

0.3

20

1

1

1

0

0

Agrostis capillaris

75

90

13

0.3

20

1

1

1

0

0

Alopecurus pratensis

70

75

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Arrhenatherum elatius

75

90

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6,10

Bromus catharticus

75

97

13

0.4

20

5

5

5

0

0

10

Bromus sitchensis

75

97

13

0.4

20

5

5

5

0

0

10

Cynodon dactylon

70

90

13

0.3

20

1

1

1

0

0

6

Dactylis glomerata

80

90

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Festuca arundinacea

80

95

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Festuca ovina

75

85

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Festuca pratensis

80

95

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Festuca rubra

75

90

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

x Festulolium

75

96

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Lolium multiflorum

75

96

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Lolium perenne

80

96

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Lolium x boucheanum

75

96

13

0.3

20

2

5

5

0

0

6

Phalaris aquatica

75

96

13

0.3

20

2

5

5

0

0

Phleum bertolonii

80

96

13

0.3

20

2

1

1

0

0

Phleum pratense

80

96

13

0.3

20

2

1

1

0

0

Poa annua

75

85

13

0.3

20

1

1

1

0

0

7

Poa nemoralis

75

85

13

0.3

20

1

1

1

0

0

7

Poa palustris

75

85

13

0.3

20

1

1

1

0

0

7

Poa pratensis

75

85

13

0.3

20

1

1

1

0

0

7

Poa trivialis

75

85

13

0.3

20

1

1

1

0

0

7

Trisetum flavescens

70

75

13

0.3

20

1

1

1

0

0

8,11

Leguminosae

Hedysarum coronarium

75

30

95

11

0.3

20

2

0

0

0

9

Lotus corniculatus

75

40

95

11

0.3

20

3

0

0

0

9

Lupinus albus

80

20

98

11

0.3

20

2

0

0

0

13

Lupinus angustifolius

75

20

98

11

0.3

20

2

0

0

0

13

Lupinus luteus

80

20

98

11

0.3

20

2

0

0

0

13

Medicago lupulina

80

20

97

11

0.3

20

5

0

0

0

9

Medicago sativa

80

40

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Medicago x varia

80

40

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Onobrychis viciifolia

75

20

95

11

0.3

20

2

0

0

0

Pisum sativum

80

98

15

0.3

20

2

0

0

0

Trifolium alexandrinum

80

20

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Trifolium hybridum

80

20

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Trifolium incarnatum

75

20

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Trifolium pratense

80

20

97

11

0.3

20

5

0

0

0

9,12

Trifolium repens

80

40

97

11

0.3

20

5

0

0

0

9,12

Trifolium resupinatum

80

20

97

11

0.3

20

3

0

0

0

9,12

Trigonella foenum-graecum

80

95

11

0.3

20

2

0

0

0

Vicia faba

80

5

98

15

0.3

20

2

0

0

0

Vicia pannonica

85

20

98

15

0.3

20

2

0

0

0

Vicia sativa

85

20

98

15

0.3

20

2

0

0

0

Vicia villosa

85

20

98

15

0.3

20

2

0

0

0

Andere Arten

Brassica napus var. napobrassica

80

98

11

0.3

20

2

0

0

Brassica oleracea convar. acephala

75

98

11

0.3

20

3

0

0

Phacelia tanacetifolia

80

96

11

0.3

20

0

0

Raphanus sativus var. oleiformis

80

97

11

0.3

20

2

0

0

Bemerkungen zum Prebasis- und Basis-Saatgut

1
Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge.
2
Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge.
3
Das Vorhandensein von Schadorganismen, die den Saatwert beeinträchtigen (z. B. Sklerotien von Claviceps spp.), ist auf ein Mindestmass beschränkt.
4
Auch Avena ludoviciana und Avena sterilis sind zu berücksichtigen.
5
Alle Rumex spp. ausser Rumex acetosella und Rumex maritimus sind zu berücksichtigen.
6
Ein Höchstanteil von 80 Körnern von Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit.
7
Bei Poa spp. maximal ein Korn einer anderen Poa spp. in einer Probe von 500 Samen.
8
Ein Höchstanteil von 20 Körnern von Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit.
9
Ein Korn von Melilot us spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem Doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Melilotus spp. ist.
10
Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewichtfrei von Körnern dieser Arten ist.
11
Ein Korn von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem doppelten vorgeschriebenen Gewicht frei von Körnern dieser Arten ist.
12
Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster wie normal vorgeschrieben.
13
Bei bitterstoffarmen Lupinensorten überschreitet der zahlenmässige Anteil an bitteren Körnern nicht 1 Prozent.
14
Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

3.3

Handelssaatgut

Art

Keimfähigkeit in Prozent

Maxima- ler Anteil harter Samen in Prozent

Technische Mindestreinheit in Prozent

Feuchtigkeits- gehalt in Prozent

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in Gewichtsprozent 3*)

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 (Gesamtzahl je Spalte)

Bemerkungen*) *) = Erklärender Text unter Bemerkungen zum Handelssaatgut

1*)

2*)

insge- samt

eine einzelne Art

Agropyron repens

Alopecurus myosuroides

Melilotus spp.

Raphanus raphanistrum

Sinapis arvensis

Avena fatua 4*)

Cuscuta spp.

Rumex spp. 5*)

Gramineae

Cynodon dactylon

70

90

13

3.0

2.0

0.3

0.3

0

0

2

8

Phalaris aquatica

75

96

13

2.5

2.0

0.3

0.3

0

0

5

8

Poa annua

75

85

13

3.0

2.0

0.3

0.3

0

0

5

6, 8

Leguminosae

Hedysarum coronarium

75

30

95

11

3.5

2.0

1.0

0

0

5

8

Onobrychis viciifolia

75

20

95

11

3.5

2.0

0.3

0

0

5

Trigonella foenum-graecum

80

95

11

2.0

1.5

0.3

0

0

5

Vicia faba

80

5

98

15

1.5

1.3

0.3

0

0

5

11

Vicia pannonica

85

20

97

15

2.0

1.5

0.3

0

0

5

11

Bemerkungen zum Handels-Saatgut

1
Alle frischen und gesunden, nach Vorbehandlung nicht gekeimten Körner gelten als normale Keimlinge.
2
Hartschalige Körner gelten bis zum genannten Höchstanteil als normale Keimlinge.
3
Das Vorhandensein von Schadorganismen, die den Saatwert beeinträchtigen (z. B. Sklerotien von Claviceps spp.), ist auf ein Mindestmass beschränkt.
4
Auch Avena ludoviciana und Avena sterilis sind zu berücksichtigen.
5
Alle Rumex spp. ausser Rumex acetosella und Rumex maritimus sind zu berücksichtigen.
6
Ein Höchstanteil von 3 Prozent des Gewichtes an Körnern anderer Poa spp. insgesamt gilt nicht als Unreinheit. Bei Poa annua gelten 10 Prozent des Gewichtes von Körnern anderer Poa spp. insgesamt nicht als Unreinheit.
7
Ein Höchstanteil von zwei Körnern von Avena fatua, Avena ludoviciana oder Avena sterilis insgesamt gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewichtfrei von Körnern dieser Arten ist.
8
Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Cuscuta spp. ist.
9
Die Bestimmung der Anzahl Cuscuta spp. erfolgt in einem doppelt so schweren Muster, wie normal vorgeschrieben.
10
Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit dem Doppelten des vorgeschriebenen Gewichtes frei von Cuscuta spp. ist.
11
Bei Vicia spp. gilt ein Höchstanteil von 6 Prozent des Gewichtes an Körnern von Vicia pannonica, Vicia villosa oder verwandter Kulturarten insgesamt – ausser der jeweils betroffenen Art – nicht als Unreinheit.

Kapitel D:
Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Öl- und
Faserpflanzensaatgut

1

Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art

Höchstgewicht eines Postens (in Tonnen)

Minimale Mustergrösse (in Gramm)

Minimale Mustergrösse für die zahlenmässige Bestimmung der fremden Samen (in Gramm)

1

2

3

4

Brassica rapa

10

  200

    70

Brassica juncea

10

  100

    40

Brassica napus

10

200

100

Brassica nigra

10

100

40

Cannabis sativa

10

600

600

Carthamus tinctorius

25

900

900

Carum carvi

10

200

80

Helianthus annuus

25

1000

1000

Linum usitatissimum

10

300

150

Papaver somniferum

10

50

10

Sinapis alba

10

400

200

Glycine max.

25

1000

1000

2

Anforderungen an das Saatgut

Sortenreinheit

Art

Minimale Sortenreinheit (%)

Prebasis- und Basis-Saatgut

Zertifiziertes Saatgut der ersten Vermehrung

Zertifiziertes Saatgut der zweiten Vermehrung und Handelssaatgut

Brassica napus1, 2, Brassica rapa2

99,9

99,7

Brassica napus1, 3, Brassica rapa3, Helianthus annuus4, Sinapis alba

99,7

99

98

Linum usitatissimum

99,7

98

97,5

Papaver somniferum

99

98

Gycine max

99,5

99

1

ausser Hybriden

2

ausser den Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

3

Sorten ausschliesslich zu Futterzwecken

4

ausser den Hybridsorten; einschliesslich ihrer Bestandteile

Die minimale Sortenreinheit wird in der Regel bei Feldbesichtigungen nach den in Anhang 3 festgelegten Anforderungen geprüft.

Im Falle von Hybriden von Brassica napus, die unter Nutzung der männlichen Sterilität erzeugt werden, muss das Saatgut folgenden Anforderungen und Normen genügen:

a.
Das Saatgut ist hinsichtlich der Sortenmerkmale seiner Komponenten, einschliesslich der männlichen Sterilität oder der Restauration der Fruchtbarkeit, ausreichend sortenecht und sortenrein.
b.
Die Sortenreinheit des Saatguts beträgt zumindest:
bei Basissaatgut, weibliche Komponente 99,0 Prozent,
bei Basissaatgut, männliche Komponente 99,9 Prozent,
bei zertifiziertem Saatgut 90,0 Prozent.
c.
Saatgut darf nicht als zertifiziertes Saatgut zertifiziert werden, es sei denn, die Ergebnisse amtlicher Nachprüfungen von Basissaatgutproben, die während der Wachstumsperiode des für die Zertifizierung als zertifiziertes Saatgut angegebenen Saatguts amtlich entnommen und untersucht wurden, um festzustellen, ob das Basissaatgut die Anforderungen an die Saatgutidentität hinsichtlich der Merkmale der Komponenten, einschliesslich der männlichen Sterilität und der Normen für das Basissaatgut die Anforderungen hinsichtlich der Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b erfüllt, wurden ordnungsgemäss berücksichtigt.
Im Falle von Basissaatgut von Hybriden kann die Sortenreinheit nach geeigneten biochemischen Methoden bewertet werden;
d.
Die Normen für die Mindestsortenreinheit gemäss Buchstabe b von zertifiziertem Saatgut von Hybriden muss durch amtliche Nachprüfungen einer angemessenen Menge amtlich entnommener Proben überwacht werden. Dabei können geeignete biochemische Methoden angewandt werden.

Das Saatgut muss folgende Normen und Voraussetzungen erfüllen:

Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut

Art und Kategorie

Mindest-keim-fähigkeit (in % der reinen Körner)

Feuchtig- keitsgehalt (in %)

Technische Reinheit (in % des Gewichtes)

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 (Gesamtzahl je Spalte)

Technische Mindest-reinheit

Höchstanteil an Körnern anderer Pflanzen- arten

Insgesamt (a)

Avena fatua, Avena ludovi- ciana, Avena sterilis

Cuscuta spp.

Raphanus raphanis- trum

Rumex spp. ausser Rumex acetosella

Alopecurus myo- suroides

Lolium remotum

Anforderungen hinsichtlich des Anteils an Körnern von Orobanche

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Brassica spp:

Basissaatgut

85

11

98

0,3

0

0 (c) (d)

10

5

Zertifiziertes Saatgut

85

11

98

0,3

0

0 (c) (d)

10

5

Cannabis sativa

75

10

98

30 (b)

0

0 (c)

(e)

Carthamus tinctorius

75

98

5

0

0 (c)

(e)

Carum carvi

70

97

25 (b)

0

0 (c) (d)

10

3

Helianthus annuus

85

10

98

5

0

0 (c)

Linum usitatissimum

Faserlein

92

11

99

15

0

0 (c) (d)

4

2

Öllein

85

11

99

15

0

0 (c) (d)

4

2

Papaver somniferum

80

98

25 (b)

0

0 (c) (d)

Art und Kategorie

Mindest-keim-fähigkeit (in % der reinen Körner)

Feuchtig- keitsgehalt (in %)

Technische Reinheit (in % des Gewichtes)

Höchstanteil an Körnern fremder Arten in einem Muster nach Ziffer 1, Spalte 4 (Gesamtzahl je Spalte)

Technische Mindest-reinheit

Höchstanteil an Körnern anderer Pflanzen- arten

Insgesamt (a)

Avena fatua, Avena ludovi- ciana, Avena sterilis

Cuscuta spp.

Raphanus raphanis- trum

Rumex spp. ausser Rumex acetosella

Alopecurus myo- suroides

Lolium remotum

Anforderungen hinsichtlich des Anteils an Körnern von Orobanche

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

Sinapis alba:

Basissaatgut

85

11

98

0,3

0

0 (c) (d)

10

2

Zertifiziertes Saatgut

85

11

98

0,3

0

0 (c) (d)

10

5

Glycine max.

80

14

98

5

0

0 (c)

Diese Normen gelten auch für Handelssaatgut.

Bemerkungen zu den Normen für Basissaatgut und zertifiziertes Saatgut

a.
Der in Spalte 5 ausgewiesene Höchstanteil an Körnern bezieht sich auch auf die in den Spalten 6–11 angegebenen Arten.
b.
Die zahlenmässige Bestimmung des Gesamtanteils an Körnern anderer Pflanzenarten ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte 5 erfüllt sind.
c.
Die zahlenmässige Bestimmung der Körner von Cuscuta spp. ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte 7 erfüllt sind.
d.
Ein Korn von Cuscuta spp. gilt in einer Probe mit dem vorgeschriebenen Gewicht nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe mit demselben Gewicht frei von Cuscuta spp. ist.
e.
Das Saatgut ist frei von Orobanche spp.; ein Korn von Orobanche spp. gilt in einer Probe von 100 g jedoch nicht als Unreinheit, wenn eine zweite Probe von 200 g frei von Orobanche spp. ist.
f.
Der Gehalt an Feuchtigkeit wird nur geprüft, wenn sich bei der Probenahme oder bei der Beschaffenheitsprüfung der Verdacht ergibt, dass der Höchstwert überschritten ist.

3

Das Vorhandensein von Schadorganismen, die die Verwendungseignung beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass zu beschränken. Insbesondere genügt das Saatgut folgenden Normen oder Voraussetzungen:

Schadorganismen

Höchstanteil an befallenen Körnern (in %)

Art

Botrytis spp.

Alternaria spp., Ascochyta linicola (syn. Phoma linicola), Colletotrichum lini, Fusarium spp.

Sclerotinia sclerotiorum (Höchst- anteil an Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien in einer Probe mit dem in Ziffer 1, Spalte 4 angegebenen Gewicht)

1

2

3

4

Brassica napus

10 (b)

Brassica rapa

  5 (b)

Cannabis sativa

5

Helianthus annuus

5

10 (b)

Linum usitatissimum

5

5 (a)

Sinapis alba

  5 (b)

Bemerkungen zu den Normen für Schadorganismen

a.
Bei Faserlein darf der Höchstanteil an Körnern, die mit Ascochyta linicola (syn. Phoma linicola) befallen sind, 1 Prozent nicht überschreiten.
b.
Die zahlenmässige Bestimmung von Sklerotien oder Bruchstücken von Sklerotien von Sclerotinia sclerotiorum ist nur erforderlich, wenn Zweifel bestehen, ob die Anforderungen nach Spalte 4 erfüllt sind.

Besondere Normen oder sonstige Anforderungen für Glycine max.

1.
Ein Befall mit Pseudomonas syringae pv. glycinea darf im Rahmen einer in fünf Unterstichproben unterteilten Stichprobe von mindestens 5000 Körnern je Partie nur bei höchstens vier Unterstichproben festgestellt werden. Werden in allen fünf Unterstichproben verdächtige Kolonien festgestellt, so können geeignete biochemische Tests der auf einem besonderen Kulturmedium isolierten verdächtigen Kolonien einer jeden Unterstichprobe durchgeführt werden, um die Einhaltung vorstehender Normen oder Voraussetzungen zu kontrollieren.
2.
Der Höchstanteil an Körnern, der mit Diaporthe phaseolorum befallen ist, überschreitet nicht 15 Prozent.
3.
Der gewichtsmässige Anteil an unschädlichen Verunreinigungen, der nach international üblichen Testmethoden bestimmt wird, überschreitet nicht 0,3 Prozent.

Kapitel E:
Bemusterung, Postengrösse und Anforderungen an Betarübensaatgut

1

Posten- und Mustergrössen

Es gelten die folgenden Posten- und Mustergrössen. Die maximalen Postengrössen dürfen die angegebenen Zahlen höchstens um 5 Prozent überschreiten.

Art

Höchstgewicht eines Postens (in Tonnen)

Minimale Mustergrösse

(in Gramm)

Beta vulgaris

20

500

2

Anforderungen an das Saatgut

Das Saatgut ist ausreichend sortenecht und -rein.

Das Vorhandensein von Krankheiten, die den Saatwert beeinträchtigen, ist auf ein Mindestmass beschränkt.

Das Saatgut erfüllt folgende weitere Voraussetzungen:

Art

Mindestkeim- fähigkeit (% der reinen Knäuel oder Samen)

Technische Mindestreinheit (% des Gewichts)

Höchstfeuchtig- keitsgehalt (% des Gewichts)1

Zuckerrüben

Monogermsaatgut

80

97

15

Präzisionssaatgut

75

97

15

mehrkeimiges Saatgut von Sorten, bei denen der Anteil an Diploiden 85 % übersteigt

73

97

15

übriges Saatgut

68

97

15

Futterrüben

mehrkeimiges Saatgut von Sorten, in denen der Anteil an Diploiden 85 % übersteigt, Monogermsaatgut, Präzisionssaatgut

73

97

15

übriges Saatgut

68

97

15

1

Ausschliesslich etwa verwendeter granulierter Schädlingsbekämpfungsmittel, Hüllmasse oder sonstiger fester Zusätze.

Der gewichtsmässige Anteil an Samen anderer Pflanzen überschreitet nicht 0,3 Prozent.

3

Zusätzliche Anforderungen für Monogermsaatgut und
Präzisionssaatgut

a.
Monogermsaatgut:
1.
Aus mindestens 90 Prozent der gekeimten Knäuel entwickelt sich nur ein einziger Keimling.
2.
Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.
b.
Präzisionssaatgut von Zuckerrüben: Aus mindestens 70 Prozent der gekeimten Knäuel entwickelt sich nur ein einziger Keimling. Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.
c.
Präzisionssaatgut von Futterrüben: Bei Sorten, bei denen der Anteil an Diploiden 85 Prozent übersteigt, entwickelt sich aus mindestens 58 Prozent und bei allem übrigen Saatgut aus mindestens 63 Prozent der gekeimten Knäuel nur ein einziger Keimling. Der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen überschreitet nicht 5 Prozent der gekeimten Knäuel.
d.
Bei Saatgut der Kategorie «Basissaatgut» überschreitet der gewichtsmässige Anteil an unschädlichen Verunreinigungen nicht 1,0 Prozent. Bei Saatgut der Kategorie «zertifiziertes Saatgut» überschreitet dieser Anteil nicht 0,5 Prozent. Bei umhülltem Saatgut dieser beiden Kategorien wird die Einhaltung dieser Bedingung anhand von Stichproben geprüft, die aus verarbeitetem Saatgut gezogen werden, das teilweise geschält (geschliffen oder zerkleinert), jedoch noch nicht umhüllt worden ist; vorbehalten bleibt die amtliche Prüfung der Mindestanalysenreinheit des umhüllten Saatguts.

1 Bereinigt gemäss Ziff. II des EVD vom 22. Dez. 1999 (AS 2000 513) und vom 2. Mai 2005 (AS 2005 1945).


Stand am 12. Dezember 2006
Für Anregungen und Mitteilungen: Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen