Die Bundesbehörden
der Schweizerischen Eidgenossenschaft

0.232.162

Originaltext

Internationales Übereinkommen
vom 2. Dezember 1961
zum Schutz von Pflanzenzüchtungen

Revidiert in Genf am 10. November 1972 und am 23. Oktober 1978
Von der Bundesversammlung genehmigt am 10. Oktober 19801
Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 17. Juni 1981
In Kraft getreten für die Schweiz am 8. November 1981

(Stand am 18. Mai 2004)

Die Vertragsstaaten,

In der Erwägung, dass das Internationale Übereinkommen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen vom 2. Dezember 19612 in der durch die Zusatzakte vom 10. November 19723 geänderten Fassung sich als wertvolles Instrument für die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Schutzes von Züchterrechten erwiesen hat,

Erneut die in der Präambel des Übereinkommens enthaltenen Grundsätze bekräftigend, wonach

a)
sie von der Bedeutung überzeugt sind, die dem Schutz neuer Pflanzensorten sowohl für die Entwicklung der Landwirtschaft in ihrem Hoheitsgebiet als auch für die Wahrung der Interessen der Züchter zukommt,
b)
sie sich der besonderen Probleme, die die Zuerkennung und der Schutz des Züchterrechts aufwerfen und insbesondere der Beschränkungen, die die Erfordernisse des öffentlichen Interesses der freien Ausübung eines solchen Rechtes auferlegen können, bewusst sind,
c)
sie es für höchst wünschenswert halten, dass diese Probleme, denen sehr viele Staaten berechtigte Bedeutung beimessen, von jedem dieser Staaten nach einheitlichen und klar umrissenen Grundsätzen gelöst werden,

In der Erwägung, dass der Gedanke des Schutzes von Züchterrechten grosse Bedeutung in vielen Staaten gewonnen hat, die dem Übereinkommen noch nicht beigetreten sind,

In der Erwägung, dass bestimmte Änderungen in dem Übereinkommen erforderlich sind, um diesen Staaten den Beitritt zum Verband zu erleichtern,

In der Erwägung, dass einzelne Bestimmungen über die Verwaltung des durch das Übereinkommen geschaffenen Verbands im Licht der Erfahrungen änderungsbedürftig sind.

In der Erwägung, dass diese Ziele am besten durch die erneute Revision des Übereinkommens erreicht werden können,

haben folgendes vereinbart:

Art. 1 Zweck des Übereinkommens; Bildung eines Verbands; Sitz des Verbands

Art. 2 Schutzrechtsformen

Art. 3 Inländerbehandlung; Gegenseitigkeit

Art. 4 Botanische Gattungen und Arten, die geschützt werden müssen oder können

Art. 5 Inhalt des Schutzrechts; Schutzumfang

Art. 6 Schutzvoraussetzungen

Art. 7 Amtliche Prüfung von Sorten; vorläufiger Schutz

Art. 8 Schutzdauer

Art. 9 Beschränkungen in der Ausübung des Züchterrechts

Art. 10 Nichtigkeit und Aufhebung des Züchterrechts

Art. 11 Freie Wahl des Verbandsstaats, in dem die erste Anmeldung eingereicht wird; Anmeldungen in anderen Verbandsstaaten; Unabhängigkeit des Schutzes in verschiedenen Verbandsstaaten

Art. 12 Priorität

Art. 13 Sortenbezeichnung

Art. 14 Unabhängigkeit des Schutzes von Massnahmen zur Regelung der Erzeugung, der Überwachung und des gewerbsmässigen Vertriebs

Art. 15 Organe des Verbands

Art. 16 Zusammensetzung des Rates; Abstimmungen

Art. 17 Beobachter in Sitzungen des Rates

Art. 18 Präsident und Vizepräsidenten des Rates

Art. 19 Tagungen des Rates

Art. 20 Geschäftsordnung des Rates; Verwaltungs- und Finanzordnung des Verbands

Art. 21 Aufgaben des Rates

Art. 22 Erforderliche Mehrheiten für die Beschlüsse des Rates

Art. 23 Aufgaben des Verbandsbüros; Verantwortung des Generalsekretärs; Ernennung der Bediensteten

Art. 24 Rechts- und Geschäftsfähigkeit

Art. 25 Rechnungsprüfung

Art. 26 Finanzen

Art. 27 Revision des Übereinkommens

Art. 28 Vom Büro und in Sitzungen des Rates benutzte Sprachen

Art. 29 Besondere Abmachungen zum Schutz von Pflanzenzüchtungen

Art. 30 Anwendung des Übereinkommens im innerstaatlichen Bereich; Vereinbarungen über die gemeinsame Inanspruchnahme von Prüfungsstellen

Art. 31 Unterzeichnung

Art. 32 Ratifikation, Annahme oder Genehmigung; Beitritt

Art. 33 Inkrafttreten; Unmöglichkeit, früheren Fassungen beizutreten

Art. 34 Beziehungen zwischen Staaten, die durch unterschiedliche Fassungen gebunden sind

Art. 35 Mitteilungen über die schutzfähigen Gattungen und Arten; zu veröffentlichende Informationen

Art. 36 Hoheitsgebiete

Art. 37 Ausnahmeregelung für den Schutz unter zwei Schutzrechtsformen

Art. 38 Vorübergehende Einschränkung des Erfordernisses der Neuheit

Art. 39 Aufrechterhaltung wohlerworbener Rechte

Art. 40 Vorbehalte

Art. 41 Dauer und Kündigung des Übereinkommens

Art. 42 Sprachen; Wahrnehmung der Verwahreraufgaben Geltungsbereich des Übereinkommens am 18. Dezember 2003 Erklärungen

Geltungsbereich des Übereinkommens am 18. Dezember 2003

Vertragsstaaten

Ratifikation Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N)

In-Kraft-Treten

Argentinien

25. November

1994 B

25. Dezember

1994

Australien

  1. Februar

1989 B

  1. März

1989

Bolivien

21. April

1999 B

21. Mai

1999

Brasilien

23. April

1999 B

23. Mai

1999

Chile

  5. Dezember

1995 B

  5. Januar

1996

China*

23. März

1999 B

23. April

1999

Dänemark

  8. Oktober

1981

  8. November

1981

Deutschland

12. März

1986

12. April

1986

Ecuador

  8. Juli

1997 B

  8. August

1997

Finnland

16. März

1993 B

16. April

1993

Frankreich

17. Februar

1983

17. März

1983

Überseeische Departemente und Gebiete

17. Februar

1983

17. März

1983

Irland

19. Mai

1981

  8. November

1981

Israel

12. April

1984 B

12. Mai

1984

Italien

28. April

1986

28. Mai

1986

Japan

  3. August

1982

  3. September

1982

Kanada

  4. Februar

1991

  4. März

1991

Kenia

13. April

1999 B

13. Mai

1999

Kolumbien

13. August

1996 B

13. September

1996

Mexiko

  9. Juli

1997

  9. August

1997

Neuseeland

  3. November

1980

  8. November

1981

Nicaragua

  6. August

2001 B

  6. September

2001

Niederlande*

  2. August

1984

  2. September

1984

Norwegen

13. August

1993 B

13. September

1993

Österreich

14. Juni

1994 B

14. Juli

1994

Panama

23. April

1999 B

23. Mai

1999

Paraguay

  8. Januar

1997 B

  8. Februar

1997

Polen

11. Oktober

1989 B

11. November

1989

Portugal

14. September

1995 B

14. Oktober

1995

Schweden

  1. Dezember

1982

  1. Januar

1983

Schweiz

17. Juni

1981

  8. November

1981

Slowakei

12. Januar

1993 N

  1. Januar

1993

Südafrika

21. Juli

1981

  8. November

1981

Trinidad und Tobago

30. Dezember

1997 B

30. Januar

1998

Tschechische Republik

12. Januar

1993 N

  1. Januar

1993

Ukraine

30. August

1995 B

  3. November

1995

Ungarn

16. März

1983 B

16. April

1983

Uruguay

13. Oktober

1994 B

13. November

1994

Vereinigte Staaten

12. November

1980

  8. November

1981

Vereinigtes Königreich

24. August

1983

24. September

1983

*

Erklärungen siehe hiernach.


Erklärungen

China

Das Übereinkommen gilt nicht für die Besondere Verwaltungsregion (SAR) Hong Kong.

Niederlande

Das Übereinkommen gilt für das Königreich in Europa.


 AS 1981 1907; BBl 1980 I 1365


1 AS 1981 1906
2 SR 0.232.161
3 SR 0.232.161.1


Stand am 11. Juli 2006
Für Anregungen und Mitteilungen: Kompetenzzentrum Amtliche Veröffentlichungen