Wie das Bundesratsfoto entsteht
Es ist soweit: Das Bundesratsfoto und die Bundesratskarte 2013 sind publiziert. Auf der Vorderseite der Karte das Gruppenbild, auf der Rückseite die Einzelporträts. Für die Fotografinnen oder Fotografen ist das Shooting jeweils eine Herausforderung, die Rahmenbedingungen sind speziell. Beim Bundesratsfoto wird nichts dem Zufall überlassen.
Lange bevor das Bild publiziert ist, beginnen die Vorbereitungen. Im Sommer nimmt die Bundeskanzlei mit dem zukünftigen Präsidialdepartement Kontakt auf und koordiniert erste Schritte. Zuerst steht die Wahl der Location an: Wo wird das Bild genau aufgenommen? Oft wird im Umfeld des Sitzungszimmers des Bundesrats gearbeitet. Einerseits strahlt dieser Ort Würde aus, andererseits entsteht so am wenigsten Zeitverlust. Das Bild muss im Rahmen einer Bundesratssitzung realisiert werden, der Zeitbedarf darf inklusive der Einzelporträts 45 Minuten nicht übersteigen. Dann wird die Bildkomposition festgelegt, der zukünftige Bundespräsident oder die zukünftige Bundespräsidentin hat hier das letzte Wort. Sobald die Bildkomposition steht, werden Probeaufnahmen mit Statisten und Statistinnen organisiert. Die Probeaufnahmen müssen der späteren Realität möglichst nahe kommen.
7. Dezember 2012, 08.45 Uhr: Alles ist im Bundeshaus West ist für das Bundesratsfoto 2013 vorbereitet: Die Bundesratsmitglieder und die Bundeskanzlerin treffen ein. Ab in die Maske, dazwischen schnell einen Kaffee trinken, ein kurzes Gespräch führen, einen Blick in die Zeitung werfen, dann sofort zum Einzelporträt. Kurze Zeit später die Gruppenaufnahme. Der Fotograf und die Stylistinnen lockern die Stimmung ein wenig auf. Und Action! Eine imposante Lichtanlage blitzt Mal für Mal, leuchtet das Set perfekt aus. Am Monitor kontrolliert der Fotograf die Bilder. Nach wenigen Minuten steht das Bild, die Bundesratssitzung kann beginnen.
Das Bundesratsfoto ist beliebt. Es wird in einer Auflage von 60'000 Exemplaren gedruckt. Nicht nur Sammlerinnen und Sammler, auch die Medien erwarten das Bild Anfang Jahr. Einmal publiziert, lässt es kaum jemanden kalt. Die Kommentare darüber gehören schon fast zu einem Neujahrsritual.