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Die Wahl von Stefan Mogl erfolgte einstimmig durch die 25 Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates. Dieser setzt sich aus Experten aus Industrie, Wissenschaft und Forschung zusammen, die den Generaldirektor der OPCW in allen technischen Fragen zur Umsetzung der Chemiewaffenkonvention beraten. Zusätzlich verfasst der Beirat für die Vertragsstaaten alle fünf Jahre einen Bericht zu Entwicklungen in Wissenschaft und Technik, welche Auswirkungen auf die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention haben können. Zudem kann der Beirat zur Klärung spezifischer Fragestellungen Expertengruppen einberufen. Derzeit gibt es drei Gruppen zu den Themen „Zusammenwachsen von Chemie und Biologie", „Wissenschaftliche Ethik und Verantwortungsvoller Umgang mit technischen Kenntnissen, die für schädliche Zwecke missbraucht werden können" und „Probenanalysen für chemiewaffenrelevante Verbindungen".
Der Vorsitzende des Beirats ist für die Erstellung der Agenda und die Leitung der Sitzungen verantwortlich. Die OPCW steht vor wichtigen Weichenstellungen: nachdem in der Vergangenheit die Vernichtung von Chemiewaffenbeständen im Vordergrund stand, rückt nun vermehrt die Nicht-Weiterverbreitung von chemischen Waffen sowie der verantwortungsvolle Umgang mit technischen Kenntnissen, die für schädliche Zwecke missbraucht werden können, in den Fokus der Organisation.
Stefan Mogl (geb. 1965) studierte Chemie am Technikum Winterthur. 1997 wurde er von der OPCW zum Chemiewaffeninspektor ausgebildet. 2000 übernahm er die Leitung des OPCW-Labors. Berufsbegleitend absolvierte er ein MBA an der British Open University. 2005 kehrte er in die Schweiz zurück und übernahm eine neue Funktion als Chemiewaffenexperte im Eidg. Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). Seit 2007 leitet er den Fachbereich Chemie des LABOR SPIEZ, ein Geschäftsbereich des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz BABS.