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Otto Stich wird nicht nur als Politiker, Lehrer und Wirtschaftsexperte, sondern gleichermassen als markige, aber herzliche Persönlichkeit in Erinnerung bleiben.
Bereits in seiner Jugendzeit war die Politik ein wichtiges Thema, verfolgte doch die Familie das Geschehen im Zweiten Weltkrieg und die Entwicklung des Faschismus mit grösster Aufmerksamkeit und Sorge.
Politische Höhepunkte erlebte Stich zunächst mit seiner Ernennung zum Gemeindeammann von Dornach, später mit der Wahl in den Nationalrat und schliesslich in den Bundesrat.
Während seiner Amtszeit stand Stich dem Finanzdepartement vor. In den Jahren 1988 und 1994 war er Bundespräsident. Stich vermochte schon nach kurzer Zeit seiner Amtsführung Freunde und Kritiker für sich einzunehmen. Er überzeugte vor allem mit Hartnäckigkeit und Sachverstand, mit welchem er sich für seine Überzeugungen einsetzte.
Auch nach seinem Rücktritt vom 31. August 1995 nahm Stich immer wieder engagiert an der politischen Debatte teil.
Stets wurde der ehemalige Finanzminister so wahrgenommen, wie er seine Ende 2011 erschienene Autobiografie überschrieb: „Ich blieb einfach einfach".