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Offizieller Besuch von UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi in der Schweiz

Bern, 10.09.2012 - UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi stattet der Schweiz von 10. bis 12. September 2012 einen offiziellen Besuch ab. Dabei hat er am Montag in Bern unter anderem mit Staatssekretär Yves Rossier, mit dem Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, Martin Dahinden, dem Delegierten des Bundesrates für humanitäre Hilfe, Manuel Bessler sowie mit verschiedenen Parlamentsangehörigen Gespräche geführt. Die Schweiz hat beschlossen, vom Syrien-Konflikt betroffene palästinensische Flüchtlinge mit einer zusätzlichen Million Franken zu unterstützen.

Der offizielle Besuch hat am Montag, dem 10. September 2012 in Bern mit einem Treffen mit Parlamentariern begonnen. Botschafter Manuel Bessler, Delegierter des Bundesrates für humanitäre Hilfe, betonte dabei die wichtige Rolle der UNRWA als Partner der Schweiz. Die UNRWA ist das längste humanitäre Engagement der Schweiz und stellt mit ihren „parastaatlichen“ Hilfsleistungen sowie als Arbeitgeber von rund 30‘000 Palästina-Flüchtlingen einen wichtigen stabilisierenden Faktor für die Region dar.
 
UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi würdigte seinerseits die wichtige Rolle der Schweiz nicht nur als Geldgeber sondern als Partner für Innovations- und Reformprozesse. Ebenfalls hob er die positive Unterstützung der Schweiz im politischen Dialog zwischen UNRWA, Gast- und Geberstaaten hervor. Namentlich bedankte sich Grandi für den Schweizer Beitrag im Jahr 2012 von elf Millionen Franken an das Gesamt Budget der UNRWA, sowie 5,5 Millionen Franken, mit denen die Schweiz besonders innovative Projekte finanziert. Er thematisierte jedoch auch die Unterfinanzierung der UNRWA: Die vorhandenen Mittel reichten nicht aus, um die Hilfsleistungen an die Palästina-Flüchtlinge bis Ende Jahr zu gewährleisten.

Die Bedürfnisse der von der Syrienkrise stark betroffenen Palästina-Flüchtlinge waren auch Thema der Gespräche mit Vertretern des DEZA-Direktoriums, an dem neben DEZA-Direktor Martin Dahinden auch der Delegierte des Bundesrates für Humanitäre Hilfe, Manuel Bessler , sowie der stellvertretende Leiter der Regionalen Kooperation der DEZA, Willi Graf, teilnahmen. Über die Hälfte der 510 000 in Syrien lebenden Palästina-Flüchtlinge ist direkt vom Konflikt betroffen und benötigt dringend Schutz und humanitäre Hilfe. Besonders vulnerable Flüchtlinge sollen nun in Form von Bargeldhilfe unterstützt werden. Die DEZA unterstützt diese Nothilfe der UNRWA mit einer zusätzlichen Million Franken.

Grandi betonte Staatssekretär Yves Rossier gegenüber, man dürfe aufgrund der Syrien-Krise die allgemeine Situation der Palästina-Flüchtlinge in den Nachbarländern nicht aus den Augen verlieren. Im Gazastreifen beispielsweise sei die Situation so schwierig, dass die UNRWA nahezu eine Million Personen mit Nahrungsmittelhilfe versorgen müsse.

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