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Deutschsprachige Umweltminister wollen grüne Wirtschaft vorantreiben

Bern, 07.09.2012 - Bundesrätin Doris Leuthard hat heute die deutschsprachigen Umweltministerinnen und Umweltminister zum jährlichen Treffen in der Schweiz empfangen. Am Fusse des Morteratsch-Gletschers (GR) hat sie mit ihren Amtskollegen aus Deutschland und Österreich sowie der Amtskollegin aus Liechtenstein die UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 analysiert und deren Auswirkung auf die Umweltpolitik besprochen. Auf dem Programm standen zudem die anstehenden internationalen Konferenzen zu Klima, Biodiversität und Chemikalien.

Einmal pro Jahr kommen die Umweltminister und -ministerinnen Deutschlands, Liechtensteins, Österreichs und der Schweiz zu einem informellen Treffen zusammen. Dieses Jahr war die Schweiz Gastgeberland. Auf Einladung von Bundesrätin Doris Leuthard nahmen der deutsche Umweltminister Peter Altmaier, die liechtensteinische Umweltministerin Renate Müssner sowie der österreichische Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich an der Zusammenkunft teil.

Die Ministerinnen und Minister trafen sich im Anschluss an die ebenfalls von der Schweiz organisierte Alpenwoche am Fuss des Morteratsch-Gletschers (GR). Zu Beginn zeigte ihnen Bundesrätin Doris Leuthard am Beispiel dieses Gletschers die Verletzlichkeit der Alpen gegenüber Umweltveränderungen. Die Eismassen sind aufgrund der Klimaerwärmung auf dem Rückzug und werden bis Ende dieses Jahrhunderts bis auf wenige Resten ganz verschwunden sein. Aus einer kürzlich vom Bundesamt für Umwelt veröffentlichten Studie geht hervor, dass sich durch das Schmelzen der Gletscher der Wasserhaushalt der Alpenländer voraussichtlich stark verändern wird.

Während ihrer Gespräche diskutierten die Ministerinnen und Minister über die Umsetzung der Beschlüsse der UNO-Nachhaltigkeitskonferenz Rio+20 von Juni 2012. Dabei standen insbesondere die Grüne Wirtschaft und nationale Massnahmen im Vordergrund. Bundesrätin Doris Leuthard betonte: «Die Schweiz will dieses weltpolitische Signal nutzen und die bereits begonnen Arbeiten auf dem Weg zu einer Grünen Schweizer Wirtschaft vorantreiben.» Der Schweizer Bundesrat hatte bereits 2010 sechs Handlungsfelder einer Grünen Wirtschaft definiert, darunter eine verbesserte Umweltinformation auf Konsumprodukten oder die Förderung sauberer Technologien (Cleantech). Mit dem Ziel, den ökologischen Fussabdruck bis zur Jahrhundertmitte auf ein Ressourcen schonenderes Mass zu reduzieren, sollen Ende Jahr weitere Handlungsfelder definiert werden.

Ein weiteres Thema war der Stand der Vorbereitungen zur nächsten UNO-Klimakonferenz, die im Dezember 2012 in Doha (Katar) stattfinden wird. Zudem haben die Ministerinnen und Minister über die Ziele in der multilateralen Biodiversitätspolitik sowie über die Umsetzung der entsprechenden nationalen Strategien diskutiert. Dies im Hinblick auf die 11. Vertragsparteienkonferenz der UNO-Biodiversitätskonvention (COP-11), die im Oktober 2012 im indischen Hyderabad stattfindet.

Adresse für Rückfragen:

Sektion Medien BAFU
Telefon: 031 322 90 00
Email: mediendienst@bafu.admin.ch

Herausgeber:

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation
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