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Norwegen ist für die Schweiz als assoziierter Schengen-Staat ein wichtiger Partner in der Zusammenarbeit bei Migrations- und Polizeifragen. Die Ministerinnen besprachen Möglichkeiten einer bilateralen Zusammenarbeit zur Unterstützung von Flüchtlingen in den Herkunftsländern und tauschten sich über die Erfahrungen in der Integrationspolitik aus. Beide Länder wollen ausserdem die Asylverfahren markant beschleunigen. Zur Sprache kamen weiter die Erfahrungen mit Rückübernahmeabkommen und Migrationspartnerschaften mit Herkunftsländern, insbesondere mit afrikanischen Staaten. Zudem konnte sich Bundesrätin Sommaruga über die Kontingentspolitik Norwegens bei der Aufnahme von anerkannten Flüchtlingen informieren.
Familienrecht und Gleichberechtigung
Hauptpunkte der Diskussionen mit Staatssekretär Ahmad Ghanizadeh war ein Austausch über familienpolitische Themen wie die Regelung der elterlichen Sorge und des Kindesunterhalts. Im Rahmen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf nahm Bundesrätin Sommaruga mit Interesse die fortschrittlichen norwegischen Regelungen des Mutter- und Vaterschaftsurlaubs zur Kenntnis.
Schliesslich informierte sich Bundesrätin Sommaruga über die Erfahrungen Norwegens zur Förderung von Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft. Norwegen kennt seit 2006 eine verbindliche Quote von mindestens 40% Frauenanteil in Verwaltungsräten von grösseren Unternehmen.