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Für das Präsidium der EBRD stehen erstmals seit der Gründung der Bank im Jahre 1991 mehrere Kandidaten zur Auswahl. Neben dem amtierenden Präsidenten Thomas Mirow sind vier weitere Kandidaten im Rennen.
An der Jahresversammlung wird zudem über die Konsequenzen der Eurokrise auf den Finanzsektor in den Empfängerländern diskutiert. Um die Auswirkungen der Krise abzufedern, schuf die EBRD eine internationale Koordinationsplattform für den Dialog zwischen den Finanzinstitutionen und den Behörden der beteiligten Ländern. Ausserdem engagiert sie sich finanziell im lokalen Finanzsektor und fördert gezielt die Schaffung von soliden Rahmenbedingungen vor Ort. Die EBRD kann dabei auf ihre langjährige Erfahrung und die Zusammenarbeit mit Aktionären wie der Schweiz zählen.
Im Herbst 2011 wurde das Mandat der Bank im Zuge des Arabischen Frühlings auf die südlichen und östlichen Mittelmeerländer ausgeweitet. Mehrere Aktionäre, darunter die Schweiz, haben die entsprechenden Änderungen in den Statuten bereits ratifiziert. An der Jahresversammlung werden die 65 Gouverneure über die nächsten Schritte hin zur Aufnahme der operationellen Tätigkeit in den entsprechenden Ländern befinden.
Am Rande der Versammlung wird Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann verschiedene Gouverneure und Amtskollegen zu bilateralen Gesprächen treffen. Zusätzlich wird er zwei vom SECO finanzierte Projekte mit der EBRD unterzeichnen: einerseits ein Projekt zur Förderung der Privatsektorfinanzierung in Turkmenistan und andererseits ein innovatives EBRD-Programm, das in Partnerländern die Kreditvergabe in Lokalwährung fördert.