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Die Schweizer Armee setzt gegenwärtig mit der Aufklärungsdrohne 95 (ADS 95) ein unbemanntes und unbewaffnetes Aufklärungssystem ein, welches in den nächsten Jahren an das Ende seiner Nutzungsdauer gelangt. armasuisse, das Kompetenzzentrum für die Beschaffung von komplexen Systemen für die Schweizer Armee, hat deshalb Mitte 2011 vom Armeestab den Auftrag erhalten, ein neues Drohnensystem zu evaluieren und eine Beschaffung für das Rüstungsprogramm 2015 vorzubereiten.
Aufgrund der Evaluationskriterien und -ergebnisse blieben von ursprünglich neun Herstellern deren zwei im Rennen. Die beiden israelischen Hersteller Israel Aerospace Industries LTD (IAI) und Elbit Systems (Elbit) haben nun von armasuisse den Auftrag erhalten, bis August 2012 eine detaillierte Offerte einzureichen. Die verbliebenen Systeme Hermes 900 (Elbit) und Heron 1 (IAI) werden im Rahmen einer fliegerischen Evaluation in der zweiten Jahreshälfte 2012 in der Schweiz durch ein Projektteam von Spezialisten der Luftwaffe und von armasuisse getestet.
Das neue Drohnensystem besteht aus unbemannten, unbewaffneten Flugzeugen, mit leistungsfähigen Sensoren, sowie den notwendigen Stationen für die Steuerung der Systeme durch Operateure am Boden. Das VBS verspricht sich vom neuen Drohnen-System Allwettertauglichkeit, flexiblere Einsatzmöglichkeiten, grössere Reichweite, kleinere Lärmemissionen und tiefere Lebenswegkosten.
Eingesetzt wird das neue System durch die Schweizer Luftwaffe. Die Typenwahl ist für die ersten Hälfte 2014 vorgesehen.
Das jetzige Drohnensystem ADS 95 leistet neben seinen Einsätzen zugunsten der Armee ebenfalls wertvolle Dienste zuhanden von zivilen Sicherheitsbehörden wie zum Beispiel dem Grenzwachtkorps oder der Polizei.